MÄRKTE USA/Erneute Abgaben - Alphabet weckt Ängste


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DOW JONES--Die US-Börsen starten am Donnerstag erneut mit Verlusten. Damit knüpft die Wall Street an die Vortagesabgaben an. Denn die Verunsicherung mit Blick auf die Softwarebranche dauert an, auch wenn der Branchenindex im S&P-500 nur noch 0,1 Prozent abgibt. Eine Erholung vom Absturz des Sektors in den vergangenen Tagen ist aber nicht in Sicht. Auslöser war das KI-Unternehmen Anthropic, das ein Zusatzmodell für seinen Chatbot Claude vorgestellt hatte, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann. Am Markt sieht man dadurch das Geschäftsmodell der Anbieter von Software-as-a-Service gefährdet.

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Vor diesem Hintergrund wird die Absicht von Alphabet, die Investitionen 2026 zu verdoppeln, kritisch hinterfragt, zumal der Markt von deutlich niedrigeren Ausgaben ausgegangen war. Daher steht der gesamte Technologiesektor unter Druck. "Da sich die Technologie derzeit im Wandel befindet, ist es nicht klar, ob das eine gute oder eine schlechte Sache ist. Alphabet war in den vergangenen sechs Monaten der hellste Stern im Technologiebereich, daher ist dies eine große Sache für die Märkte", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank die Aufregung in Handel.

Im frühen Handel büßt der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 49.287 Punkte ein, S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren jeweils 0,5 Prozent. Nach schwachen ADP-Daten sendet der Arbeitsmarkt erneut Zeichen der Schwäche. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind deutlicher als veranschlagt gestiegen und liefern damit Spielraum für mögliche Zinssenkungen. Im Verlauf folgen noch Daten zu den offenen Stellen. Die eigentlich für Freitag geplante Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar ist wegen des Haushaltsstreits auf Mittwoch verschoben worden.

Am Devisenmarkt zieht der Euro zum Dollar leicht an. Europäische Zentralbank (EZB) und Bank of England (BoE) haben ihren jeweiligen Leitzins wie erwartet bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde spielt in ihren Aussagen die jüngste Aufwertung der Gemeinschaftswährung herunter und stützt damit die Gemeinschaftswährung. Der Dollar-Index kommt somit von den Tageshochs zurück und zeigt sich nun unverändert auf Tagessicht.

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Die Notierungen der US-Anleihen zeigen sich etwas fester. Die Zehnjahresrendite verliert mit den schwachen Arbeitsmarktdaten 4 Basispunkte auf 4.24 Prozent. Bei Gold (-2,5%) werden Gewinne mitgenommen - der Markt bleibt äußerst volatil. Erdöl verbilligt sich um rund 2,8 Prozent. Belastet wird Rohöl von den nun doch geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA im Oman. Damit sinken Angebotssorgen.

Unternehmensseitig hat die Google-Mutter Alphabet mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Kritisch sehen Anleger aber die Investitionspläne des Unternehmens. Dieses will in diesem Jahr 175 bis 185 Milliarden Dollar unter anderem in den Ausbau von Datenzentren und KI-Chips, investieren. Das wäre etwa doppelt so viel wie im Vorjahr und erheblich mehr, als Analysten erwartet hatten. Die Aktie fällt um 3,0 Prozent. Qualcomm brechen um 8,1 Prozent ein. Der Chiphersteller hat zwar im ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, mit der Umsatzprognose für das laufende Quartal jedoch die Konsenserwartung verfehlt.

Arm fallen um 1,2 Prozent. Der Softwarekonzern hat ebenfalls starke Geschäftszahlen vorgelegt, allerdings einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Bei Snap (-6%) stören sich Investoren an der unter dem Konsens liegenden Umsatzprognose für das laufende Quartal. Der Gewinn des Öl-Konzerns Conocophillips ist im vierten Quartal aufgrund niedrigerer Preise gesunken, was durch eine höhere Produktion nur geringfügig ausgeglichen wurde. Die Aktie verliert 1,8 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.286,71 -0,4% -214,59 +3,0%

S&P-500 6.846,94 -0,5% -35,78 +0,5%

NASDAQ Comp 22.785,94 -0,5% -118,64 -1,5%

NASDAQ 100 24.797,14 -0,4% -94,10 -1,4%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:59 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1801 -0,0% 1,1807 1,1802 +0,5%

EUR/JPY 185,15 -0,0% 185,18 184,85 +0,5%

EUR/CHF 0,9159 -0,1% 0,9171 0,9168 -1,4%

EUR/GBP 0,8709 +0,7% 0,8648 0,8642 -0,9%

USD/JPY 156,89 +0,0% 156,83 156,62 +0,0%

GBP/USD 1,3550 -0,7% 1,3652 1,3657 +1,3%

USD/CNY 6,9548 -0,1% 6,9590 6,9593 -1,0%

USD/CNH 6,9354 -0,1% 6,9416 6,9416 -0,6%

AUS/USD 0,6975 -0,3% 0,6998 0,6993 +4,9%

Bitcoin/USD 70.176,55 -3,0% 72.362,70 73.455,85 -18,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 63,34 65,14 -2,8% -1,80 +11,8%

Brent/ICE 67,65 69,46 -2,6% -1,81 +12,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.842,05 4.964,20 -2,5% -122,16 +14,9%

Silber 76,45 88,37 -13,5% -11,93 +23,7%

Platin 1.743,04 1.896,97 -8,1% -153,93 +8,2%

Kupfer 5,83 5,85 -0,4% -0,02 +2,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

(END) Dow Jones Newswires

February 05, 2026 10:00 ET (15:00 GMT)

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04.05.26 Alphabet C (ex Google) Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.04.26 Alphabet C (ex Google) Buy Deutsche Bank AG
16.02.26 Alphabet C (ex Google) Kaufen DZ BANK
20.01.26 Alphabet C (ex Google) Neutral UBS AG

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