MÄRKTE USA/Freundlich - Nasdaq auf Neunmonatshoch - Dow hängt zurück
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Von Steffen Gosenheimer
NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Gewinnen vom Vortag geht es am Donnerstag an der Wall Street erneut nach oben mit den Indizes. Treiber ist weiter die Hoffnung auf eine zügige und rechtzeitige Beilegung des Streits um die US-Schuldenobergrenze, bevor es zu einer Zahlungsunfähigkeit kommt. Sowohl US-Präsident Joe Biden als auch der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses Kevin McCarthy haben zuletzt deutlich versöhnlichere Töne angeschlagen und laut McCarthy könnte der Kongress in der kommenden Woche über die Anhebung der Schuldenobergrenze abstimmen.
Konjunkturseitig ist die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche etwas stärker als erwartet zurückgegangen und die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Mai spürbar und stärker als erwartet aufgehellt. Rezessionssorgen werden damit etwas in den Hintergrund gedrängt. Der Index der Frühindikatoren wie auch die Verkäufe bestehender Häuser sind derweil im April wie erwartet ausgefallen.
Der Dow-Jones-Index gibt zur New Yorker Mittagszeit um 0,2 Prozent nach auf 33.342 Punkt, er hinkt den anderen Indizes damit merklich hinterher. Gebremst wird er vor allem von Kursverlusten knapp unter 2 Prozent bei Unitedhealth, Chevron und Procter & Gamble. Der S&P-500 gewinnt rund ein halbes Prozent. Die als zinsempfindlicher geltenden Nasdaq-Indizes mit vielen Wachstumswerten schneiden wie bereits an den Vortagen besser ab, sie legen bis zu 1,3 Prozent auf Neunmonathochs zu. Marktbeobachtern zufolge könnte dahinter die Marktspekulation auf deutlich niedrigere Zinsen zum Jahresende als aktuell stehen.
Am Anleihemarkt setzt sich der seit Tagen zu beobachtende Aufwärtstrend bei den Renditen kraftvoll fort. Waren es zuletzt meist eher falkenhafte Kommentare aus Kreisen der US-Notenbank - u.a. angesichts des weiter robusten US-Arbeitsmarkts -, die die Marktzinsen nach oben trieben, sind es nun auch die unerwartet günstig ausgefallenen Konjunkturdaten. Sie befeuern Spekulationen, dass das Ende der Zinserhöhungen noch nicht erreicht ist.
Dazu passend sagte Laurie Logan, Präsidentin der Fed in Dallas, dass sie in den jüngsten Konjunkturdaten noch keinen Grund für eine Pause bei den Zinserhöhungen sehe. Laut dem FedWatch-Tool liegt aktuell die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juni bei 36 Prozent, verglichen mit 11 Prozent vor einer Woche.
Das stützt auch den Dollar, der weiter nach oben strebt. Der Dollarindex legt um 0,4 Prozent zu. Zum Euro liegt die US-Devise auf einem Achtwochenhoch. Das Gold fällt weiter zurück, aktuell um 25 Dollar auf 1.956 je Feinunze. Gegenüber Anleihen verliert das Edelmetall angesichts der weiter steigenden Renditen zusehends an Attraktivität. Die Ölpreise sinken moderat.
Cisco nach Zahlen im Minus - Take-Two mit Kurssprung
Unter den Einzelwerten geben Cisco um 0,6 Prozent nach. Der Netzwerkausrüster hat zwar überraschend starke Zahlen vorgelegt und die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht, allerdings enttäuschte die Entwicklung des Auftragseingangs.
Dagegen machen Take-Two Interactive Software einen Sprung um 12,7 Prozent. Der Anbieter von Videospielen hat zwar durchwachsene Zahlen vorgelegt, kündigte aber im Ausblick für das nächste Jahr bahnbrechende neue Titel an. Anleger vermuten darunter auch die nächste Version des Blockbusters "Grand Theft Auto".
Walmart (+0,4%) hat die Erwartungen für das erste Quartal übertroffen und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, enttäuschte aber mit der Prognose für das laufende Quartal. Alibaba (-4,2%) hat per Ende März die Umsatzerwartungen knapp verfehlt, schaffte aber zugleich einen deutlichen Gewinnanstieg. Zudem beschloss der Verwaltungsrat die Abspaltung seiner Cloud Intelligence Group.
Netflix machen einen Satz um 9,7 Prozent. Der Streaminganbieter hat für sein werbeunterstütztes Streamingangebot 5 Millionen aktive monatliche Nutzer gemeldet - sechs Monate nach dem Start des verbilligten Angebots. Co-CEO Greg Peters sagte, dass sich die Zahl der Abonnenten des Unternehmens seit Anfang des Jahres mehr als verdoppelt habe und dass mehr als ein Viertel der neuen Abonnenten den Werbetarif wählten.
Meta Platforms (+0,1%) leiden nur leicht darunter, dass das Unternehmen laut einem Bloomberg-Bericht im Datenschutzstreit mit einer Rekordstrafe der EU rechnen muss.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.344,71 -0,2% -76,06 +0,6%
S&P-500 4.177,36 +0,4% 18,59 +8,8%
Nasdaq-Comp. 12.641,84 +1,1% 141,27 +20,8%
Nasdaq-100 13.773,88 +1,4% 184,62 +25,9%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,21 +4,7 4,16 -20,8
5 Jahre 3,66 +7,0 3,59 -34,2
7 Jahre 3,65 +7,6 3,57 -32,0
10 Jahre 3,63 +6,7 3,57 -24,7
30 Jahre 3,90 +4,9 3,85 -6,6
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7:55 Uhr Mi, 17:35 % YTD
EUR/USD 1,0776 -0,6% 1,0830 1,0829 +0,7%
EUR/JPY 149,22 +0,0% 148,90 148,87 +6,3%
EUR/CHF 0,9751 +0,1% 0,9743 0,9735 -1,5%
EUR/GBP 0,8674 -0,1% 0,8686 0,8676 -2,0%
USD/JPY 138,48 +0,7% 137,52 137,49 +5,6%
GBP/USD 1,2423 -0,5% 1,2467 1,2481 +2,7%
USD/CNH (Offshore) 7,0479 +0,6% 7,0319 7,0087 +1,7%
Bitcoin
BTC/USD 27.070,04 -1,1% 27.254,62 26.797,97 +63,1%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,78 72,83 -1,4% -1,05 -10,5%
Brent/ICE 76,71 76,96 -0,3% -0,25 -9,0%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 30,24 31,95 -5,4% -1,71 -59,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.956,65 1.982,00 -1,3% -25,35 +7,3%
Silber (Spot) 23,46 23,75 -1,2% -0,29 -2,1%
Platin (Spot) 1.063,15 1.073,48 -1,0% -10,33 -0,5%
Kupfer-Future 3,69 3,75 -1,5% -0,06 -3,4%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/err/gos/jhe
(END) Dow Jones Newswires
May 18, 2023 12:30 ET (16:30 GMT)
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