MÄRKTE USA/Inflationssorgen dürften Wall Street weiter belasten


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NEW YORK (Dow Jones)--Auch zur Wochenmitte dürfte sich an der Wall Street die negative Tendenz fortsetzen. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich aktuell um 0,3 Prozent. Belastungsfaktoren sind die zuletzt gestiegenen Anleiherenditen, die ihre erhöhten Niveaus weitgehend behaupten, und der kräftige Ölpreisanstieg vom Vortag, der die Inflationssorgen wieder aufleben ließ.

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"Die gedrückte Stimmung an den Märkten hält an, und es ist kaum ein Stimmungsaufheller in Sicht, da die Ölpreise hoch bleiben und die Inflationsängste wieder zunehmen", sagt Susannah Streeter, Head of Money and Markets bei Hargreaves Lansdown.

Für Impulse könnten auch die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. In der vorbörslich veröffentlichten Handelsbilanz für Juli ist das Defizit gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Exporte erhöhten sich zum Vormonat um 1,6 Prozent, während die Einfuhren zum Vormonat ein Plus von 1,7 Prozent verzeichneten.

Nach der Eröffnung stehen dann noch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich für August in der zweiten Lesung und der ISM-Index für das Nicht-verarbeitende Gewerbe, ebenfalls für August, auf der Agenda. Zudem folgt am Abend (MESZ) dann noch das Beige Book der US-Notenbank.

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Ölpreise geben leicht nach - Dollar wenig verändert

Die Ölpreise geben einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab, die Notierungen für Brent und WTI verlieren bis zu 0,6 Prozent. Auslöser waren Berichte, wonach Saudi-Arabien und Russland ihre Förderkürzungen verlängern wollen. Brent war erstmals seit November wieder über die Marke von 90 Dollar je Barrel geklettert. Die dreimonatige Verlängerung ist länger als die einmonatige, die viele Analysten erwartet hatten, aber Saudi-Arabien fügte hinzu, dass man die Kürzungen monatlich überprüfen werde, was sich nicht so sehr von dem unterscheidet, was sie bisher getan haben, bemerkt Callum Macpherson, Leiter der Rohstoffabteilung bei Investec. Dennoch sei das Signal, das Saudi-Arabien aussende, wichtig - dass die Kürzung standardmäßig beibehalten werde.

Der Dollar behauptet seine Vortagesgewinne. Auch der Euro hat sich auf seinem niedrigeren Niveau stabilisiert und notiert bei 1,0739 Dollar. Devisenanalystin You-Na Park-Heger von der Commerzbank attestiert dem Euro aktuell einen schweren Stand. Die Zweifel darüber, ob die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter straffen werde, nähmen scheinbar zu. Sie verweist auf taubenhafte Kommentare von EZB-Vertretern wie jene von Chefvolkswirt Philip Lane.

Der Goldpreis tritt nach zuletzt vier Handelstagen mit Abgaben auf der Stelle. Die gestiegenen Renditen und der starke Dollar belasten das zinslose Edelmetall, heißt es. Der Goldpreis dürfte sich bis zum Ende des Jahres stabil halten, so die Analysten von BMI. Die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank könnte kurzfristig für Druck sorgen, da sich die Anleger auf den Dollar konzentrieren. Gegen Ende des Jahres sollte die Attraktivität von Gold als sicherer Hafen jedoch zurückkehren, "wenn die USA im ersten Halbjahr 24 in eine leichte Rezession abrutschen und die US-Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus beendet".

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Amazon droht Kartellklage

Bei den Einzelwerten verliert die Amazon-Aktie vorbörslich 0,6 Prozent. Wie das Wall Street Journal mit Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, hat der Konzern der Wettbewerbsbehörde keine Zugeständnisse angeboten, um Kartellklagen beizulegen. Dies ebne den Weg für eine Klage gegen Amazon, was die Behörde noch in diesem Monat plane.

Die Europäische Union nimmt zudem Apple, Amazon und die Facebook-Mutter Meta ins Visier. Sie stehen auf einer am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Liste von sechs Internetkonzernen, für die ab dem kommenden Jahr schärfere Regeln zu Gunsten der Nutzer gelten sollen. Dazu gehören auch Microsoft, die Google-Dachgesellschaft Alphabet und der chinesische Bytedance-Konzern, der das Videoportal Tiktok betreibt.

Titel von Dominion Energy steigen um 1,8 Prozent. Der Konzern will mehrere seiner Erdgas-Distributionsunternehmen für 9,4 Milliarden US-Dollar verkaufen. Eine entsprechende Einigung sei mit der kanadischen Enbridge erzielt worden, teilte das US-Energieunternehmen mit. Der Konzern wolle sich künftig auf Investitionen in erneuerbare Energien und die Verbesserung des Stromnetzes konzentrieren.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,95 -0,4 4,95 52,9

5 Jahre 4,37 -1,9 4,39 36,6

7 Jahre 4,33 -1,1 4,34 35,9

10 Jahre 4,25 -0,6 4,26 37,1

30 Jahre 4,35 -2,0 4,37 38,1

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:05 Uhr Di, 17:02 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0739 +0,1% 1,0729 1,0709 +0,3%

EUR/JPY 158,17 -0,1% 157,82 158,14 +12,7%

EUR/CHF 0,9563 +0,3% 0,9540 0,9521 -3,4%

EUR/GBP 0,8557 +0,3% 0,8530 0,8529 -3,3%

USD/JPY 147,30 -0,3% 147,10 147,68 +12,3%

GBP/USD 1,2551 -0,1% 1,2578 1,2555 +3,8%

USD/CNH (Offshore) 7,3101 +0,1% 7,3097 7,3092 +5,5%

Bitcoin

BTC/USD 25.709,98 -0,1% 25.729,05 25.700,77 +54,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 86,39 86,69 -0,3% -0,30 +10,3%

Brent/ICE 89,48 90,04 -0,6% -0,56 +9,0%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 33,46 34,45 -2,9% -0,99 -57,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.925,17 1.926,11 -0,0% -0,93 +5,6%

Silber (Spot) 23,33 23,55 -0,9% -0,22 -2,7%

Platin (Spot) 915,78 931,00 -1,6% -15,23 -14,3%

Kupfer-Future 3,79 3,83 -0,8% -0,03 -0,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

September 06, 2023 08:56 ET (12:56 GMT)

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