MÄRKTE USA/Lethargisches Geschäft am "Black Friday"


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NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street ist am Freitag auf der Stelle getreten. Am Tag der Rabattschlacht "Black Friday" hätten nicht Aktien auf den Kaufzetteln gestanden, sondern Weihnachtsgeschenke, hieß es im Handel. Der Dow-Jones stieg 0,3 Prozent auf 35.390 Punkte, der S&P-500 legte 0,1 Prozent zu und der Nasdaq-Composite büßte 0,1 Prozent ein. Dabei gab es insgesamt an der Nyse 2.003 (Mittwoch: 1.816) Kursgewinner und 780 (1.039) -verlierer. Unverändert schlossen 88 (89) Aktien.

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Nach der Erntedank-Pause am Vortag fand lediglich ein verkürzter Handel statt. Die Umsätze waren entsprechend gering. Marktakteure nutzten die relative Ruhe für einen Blick zurück: "Die Rally seit Ende Oktober war ziemlich spektakulär und machte innerhalb eines Monats so ziemlich alle Verluste zwischen Anfang August und Ende Oktober wieder wett. Zu schnell und zu viel? Vielleicht", zeigte sich Marktanalyst David Morrison von Trade Nation skeptisch im Hinblick auf eine mögliche Jahresendrally.

Etwas belastet wurde der Markt von wieder gestiegenen Rentenrenditen. Dass Rentenpapiere an Zuspruch verloren, mag an verbesserten Daten aus dem Dienstleistungsbereich gelegen haben. Insgesamt waren die Einkaufsmanagerindizes für November durchwachsen ausgefallen. Der Industrie-Index sank in den Kontraktionsbereich, der Service-Index verbesserte sich aber und dies einen Tick deutlicher als gedacht. Der Dienstleistungssektor ist für die konjunkturelle Entwicklung von zentraler Bedeutung in den USA.

Einzelhandelswerte im Fokus

Unter den Einzelwerten standen Einzelhändler wie Amazon (unverändert), Walmart (+0,9%) oder Target (+0,7%) wegen des Geschäfts am "Black Friday" im Fokus - dem traditionellen Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Die Unternehmen locken ihre Kunden mit Schnäppchen und Rabattaktionen. Einige Analysten gehen davon aus, dass das Weihnachtsgeschäft 2023 den Jahren vor der Covid-Epidemie ähneln wird, was bedeutet, dass die Umsätze nicht so beeindruckend ausfallen dürften wie in der Zeit unmittelbar nach der Pandemie.

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Nvidia gaben 1,9 Prozent nach. Der Halbleiterkonzern verschiebt laut einem Bericht die Markteinführung eines seiner neuen Chips für künstliche Intelligenz, die für China bestimmt sind. Irobot schossen um 39,1 Prozent nach oben. Einem Bericht zufolge will die EU die Übernahme des Anbieters von Staubsaugerrobotern durch Amazon ohne Einschränkungen genehmigen.

Am Rentenmarkt ging es mit den Renditen nach oben. Teilnehmer verwiesen auf die Service-Konjunkturdaten des Tages sowie auf jene der vergangenen Wochen, die überwiegend die Stärke der US-Ökonomie belegt hätten. Zudem folgten die Anleihen ihren europäischen Pendants, die bereits am Donnerstag unter Druck gestanden hatten.

Dollar schwächelt erneut

Der Dollarindex fiel um 0,5 Prozent. Zwar gab es laut Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote Bank hier und da Warnungen, dass die gesunkenen US-Langfristrenditen irgendwann eine aggressive Reaktion der US-Notenbank auslösen und schließlich zu einer Umkehr führen werden. Doch seien momentan die Teilnehmer in der Oberhand, die an eine taubenhafte Geldpolitik glaubten.

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Am Ölmarkt neigten die Preise zur Schwäche. Im Blick standen die Feuerpause zwischen Israel und der Hamas und das Opec+-Treffen am 30. November. Es war wegen Meinungsverschiedenheiten zu den Förderquoten verschoben worden und soll außerdem nur online stattfinden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Opec-Staaten bärisch äußern werden, habe sich erhöht, hieß es im Handel.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 35.390,15 +0,3% 117,12 +6,8%

S&P-500 4.559,34 +0,1% 2,72 +18,8%

Nasdaq-Comp. 14.250,86 -0,1% -15,00 +36,2%

Nasdaq-100 15.982,01 -0,1% -19,37 +46,1%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,96 +7,2 4,89 54,3

5 Jahre 4,50 +6,5 4,43 49,7

7 Jahre 4,52 +6,6 4,46 55,2

10 Jahre 4,48 +6,5 4,41 59,5

30 Jahre 4,61 +6,5 4,54 63,5

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:08 Uhr Do, 17:14 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0942 +0,3% 1,0907 1,0906 +2,2%

EUR/JPY 163,61 +0,4% 162,93 163,13 +16,6%

EUR/CHF 0,9644 +0,0% 0,9642 0,9638 -2,6%

EUR/GBP 0,8678 -0,3% 0,8700 0,8703 -1,9%

USD/JPY 149,52 +0,0% 149,38 149,58 +14,0%

GBP/USD 1,2609 +0,6% 1,2536 1,2531 +4,3%

USD/CNH (Offshore) 7,1499 -0,0% 7,1581 7,1528 +3,2%

Bitcoin

BTC/USD 37.882,80 +1,5% 37.376,09 37.120,39 +128,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 76,01 77,10 -1,4% -1,09 -1,0%

Brent/ICE 81,13 81,42 -0,4% -0,29 -0,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 45,8 46,50 -1,5% -0,70 -48,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.001,04 1.992,80 +0,4% +8,24 +9,7%

Silber (Spot) 24,31 23,85 +1,9% +0,46 +1,4%

Platin (Spot) 933,74 918,05 +1,7% +15,69 -12,6%

Kupfer-Future 3,79 3,77 +0,8% +0,03 -0,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/sha

(END) Dow Jones Newswires

November 24, 2023 13:16 ET (18:16 GMT)

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