MÄRKTE USA/Neue Spannungen in Nahost dürfte Börsen belasten


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DOW JONES--Anleger an der Wall Street verlässt angesichts der offenbar stockenden Verhandlungen über ein Kriegsende im Iran der Mut. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Da die Spannungen um die weiterhin blockierte Straße von Hormus erneut aufflammten, lieferten die Schlagzeilen einen willkommenen Anlass, nach der Rekordjagd des Vortages Gewinne einzustreichen, heißt es. S&P-500 und Nasdaq-Composite schlossen zur Wochenmitte auf Allzeithochs.

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Offiziell finden derzeit keine Verhandlungen in Pakistan zwischen den Kriegsparteien USA und Iran statt, auch wenn sich der iranische Präsident Masoud Pezeshkian weiterhin offen für einen Dialog zeigte. Beide Seiten stellten aber erneut Forderungen für ein Abkommen. Berichte über eine wechselseitige Aufbringung von Schiffen verunsichern Anleger zunehmend. Laut einem Bericht hat die US-Marine mindestens drei unter iranischer Flagge fahrende Tanker in asiatischen Gewässern abgefangen. Zuvor hatte der Iran drei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen und zwei davon in iranische Gewässer eskortiert. Die Ölpreise ziehen mit den Berichten an.

"Die Terminmärkte in Europa und den USA werden durch die Nachricht erschüttert, dass die USA drei iranische Öltanker in asiatischen Gewässern abgefangen haben (...). Das ist das erste Mal, dass die US-Seeblockade über die Straße von Hormus hinausreicht. Das wird Friedensgespräche natürlich erschweren und hat direkte Auswirkungen auf den Öl- und Welthandel", sagt XTB-Analystin Kathleen Brooks. Die Ölpreise ziehen mit den Schlagzeilen leicht an, die europäische Röhölsorte halte sich aber hartnäckig über der Marke von 100 Dollar.

Die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar steigen zusammen mit den Ölpreisen. Die Pattsituation im Nahen Osten, einschließlich der Schließung der Straße von Hormus, hält die Inflationsängste am Leben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legt um 2 Basispunkte auf 4,31 Prozent zu - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. "Die allgemeine Unsicherheit könnte die Nachfrage nach dem Dollar als sicheren Hafen weiterhin antreiben", erläutert Analyst Zaheer Anwari von Revacy Fund. Gold verbilligt sich leicht mit der Dollarstärke und steigenden Marktzinsen. Impulse könnten die anstehenden Konjunkturdaten setzen: Veröffentlicht werden der Chicago Fed National Activity Index für März, die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im April.

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Unternehmensseitig eröffnete der E-Autobauer Tesla die Berichtssaison der großen Technologiekonzerne und übertraf zwar die Markterwartungen, prognostiziert jedoch für 2026 höhere Investitionsausgaben. Der Kurs gibt vorbörslich 2,9 Prozent ab. Microsoft (-1,9%) wird bis Ende 2029 rund 18 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Australien investieren. Die Investition ist die bisher größte Investition des Unternehmens in diesem Land.

Texas Instruments hat solide Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt. Der Gewinn je Aktie übertraf die Konsensschätzung deutlich - der Kurs des Halbleiterkonzerns zieht um 9,6 Prozent an. Der IT-Riese IBM hat für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen bereinigten Gewinn 19 Prozent über Vorjahr berichtet. Die Aktie gerät 7,7 Prozent unter Druck. Im Handel heißt es, angesichts der guten Quartalszahlen enttäusche der nur bestätigte Ausblick. ServiceNow stürzen um 13,8 Prozent ab, nachdem der Entwickler von Unternehmenssoftware Quartalsergebnisse vorgelegt hat. Investoren hätten mehr erwartet - das Wachstum der Abonnementerlöse hatte einen Dämpfer erlitten. Die durchwachsenen Geschäftszahlen belasten auch andere Software-Aktien: Salesforce rutschten um 4,7 Prozent ab und Workday 5,2 Prozent.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,80 +0,01 3,83 3,80

5 Jahre 3,93 +0,02 3,96 3,93

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10 Jahre 4,31 +0,02 4,34 4,31

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:22

EUR/USD 1,1688 -0,1 -0,0015 1,1703 1,1711

EUR/JPY 186,58 -0,0 -0,0400 186,62 186,8000

EUR/CHF 0,9172 -0,1 -0,0011 0,9183 0,9175

EUR/GBP 0,8655 -0,2 -0,0013 0,8668 0,8674

USD/JPY 159,61 +0,1 0,1300 159,48 159,5000

GBP/USD 1,3504 +0,0 0,0003 1,3501 1,3497

USD/CNY 6,8346 +0,1 0,0071 6,8275 6,8275

USD/CNH 6,8335 +0,0 0,0017 6,8318 6,8312

AUS/USD 0,7147 -0,2 -0,0011 0,7158 0,7156

Bitcoin/USD 77.679,01 -1,0 -774,40 78.453,41 79.167,01

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 93,35 +0,4 0,39 92,96

Brent/ICE 102,84 +0,9 0,93 101,91

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.710,04 -0,6 -27,74 4.737,78

Silber 75,25 -3,1 -2,45 77,70

Platin 2.021,15 -2,6 -53,30 2.074,44

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/thl

(END) Dow Jones Newswires

April 23, 2026 08:12 ET (12:12 GMT)

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