MÄRKTE USA/Ölpreisanstieg belastet - Fed-Redner im Blick


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NEW YORK (Dow Jones)--Etwas leichter starten die US-Börsen in den Mittwochshandel. Der Dow-Jones-Index fällt um 0,6 Prozent. Der S&P-500 gibt um 0,6 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 0,8 Prozent. Die zuletzt deutlich falkenhafteren Aussagen von Vertretern der US-Notenbank und der unvermindert andauernde Krieg in der Ukraine lassen die Anleger zurückhaltend agieren. Gegenwind kommt ferner von den steigenden Ölpreisen, die Inflationsängste schüren.

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Im Blick steht auch der Besuch von US-Präsident Joe Biden in Europa. Biden wird in Brüssel und Warschau zu multinationalen Gesprächen über die Lage in der Ukraine erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass der Präsident weitere Sanktionen gegen Russland verhängt und zusätzlichen Druck auf China ausübt, um Peking von der Unterstützung Russlands abzuhalten.

Die Agenda der Konjunkturdaten ist überschaubar. Veröffentlicht werden nur die Februar-Daten zu den Neubauverkäufen. Allerdings sind Auftritte verschiedener US-Notenbankvertreter angekündigt. Anleger sind gespannt, ob diese auf einer Linie liegen mit den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der jüngst die Möglichkeit eines Zinsschrittes um 50 statt 25 Basispunkte bei der nächsten Zinssitzung ins Spiel gebracht hatte.

Enttäuschender Ausblick belastet Adobe

Unter den Einzelwerten fallen Adobe um 7,0 Prozent. Das Softwareunternehmen hat zwar in seinem ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet, doch enttäuschte der Ausblick.

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Gamestop springen um 6,3 Prozent nach oben. Hier treibt die Mitteilung, dass RC Ventures, ein Beteiligungsunternehmen von Gamestop-Chairman Ryan Cohen, weitere 100.000 Aktien des Videospieleeinzelhändlers erworben hat. Cohen besitzt damit 11,9 Prozent an Gamestop bzw. 9,1 Millionen Aktien. Erst in der Vorwoche hatte Gamestop einen unerwarteten Verlust, aber auch überraschend gute Umsätze ausgewiesen.

Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland treibt Ölpreise

Spekulationen auf weitere Sanktionen gegen Russland treiben die Ölpreise nach oben. Stützend wirken nach Angaben aus dem Handel auch Medienberichte, wonach eine wichtige russisch-kasachische Ölpipeline ihre Lieferungen über ein Terminal am Schwarzen Meer mehrere Wochen lang um täglich eine Million Barrel verringern muss. Grund seien Sturmschäden.

Der Dollar profitiert von den zuletzt deutlich falkenhafteren Äußerungen der US-Notenbank. Für den Dollarindex geht es um 0,3 Prozent nach oben. Erwartungen, dass die EZB ihre Zinsen stärker erhöhen wird als bislang gedacht, begrenzen laut Monex Europe derweil die Verluste des Euro zum Dollar. Am Markt würden mittlerweile etwa drei EZB-Zinsanhebungen in den kommenden zwölf Monaten eingepreist, nachdem die Notenbank in der Vorwoche trotz der vom Ukraine-Krieg ausgehenden Unsicherheiten ihre Stimuli-Maßnahmen beschleunigt verringert habe.

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Der Anleihemarkt verzeichnet etwas Zulauf, wobei die Renditen am kurzen Ende etwas stärker nachgeben als am langen. Damit weitet sich der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen wieder etwas aus, nachdem der sogenannte Spread in jüngster Zeit stetig kleiner geworden war. Marktteilnehmer befürchteten eine inverse Zinskurve, bei der die Rendite am kurzen Ende höher ist als am langen, was als Vorbote einer Rezession gilt.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 34.608,89 -0,6% -198,57 -4,8%

S&P-500 4.484,12 -0,6% -27,49 -5,9%

Nasdaq-Comp. 13.988,92 -0,8% -119,90 -10,6%

Nasdaq-100 14.519,52 -0,9% -134,81 -11,0%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,13 -4,5 2,17 139,5

5 Jahre 2,36 -3,7 2,40 110,2

7 Jahre 2,40 -3,6 2,43 95,8

10 Jahre 2,35 -3,0 2,38 84,4

30 Jahre 2,58 -2,3 2,60 67,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:57 Uhr Di, 17:13 % YTD

EUR/USD 1,0975 -0,5% 1,1033 1,1017 -3,5%

EUR/JPY 132,47 -0,9% 133,67 132,85 +1,2%

EUR/CHF 1,0261 -0,4% 1,0312 1,0272 -1,1%

EUR/GBP 0,8321 +0,1% 0,8310 0,8312 -1,0%

USD/JPY 120,66 -0,4% 121,14 120,58 +4,8%

GBP/USD 1,3191 -0,6% 1,3277 1,3253 -2,5%

USD/CNH (Offshore) 6,3888 +0,2% 6,3858 6,3761 +0,5%

Bitcoin

BTC/USD 42.169,58 -0,9% 42.241,16 42.697,98 -8,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 113,89 109,27 +4,2% 4,62 +54,0%

Brent/ICE 119,90 115,48 +3,8% 4,42 +55,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.932,67 1.920,86 +0,6% +11,81 +5,6%

Silber (Spot) 25,06 24,78 +1,1% +0,27 +7,5%

Platin (Spot) 1.027,13 1.025,65 +0,1% +1,48 +5,8%

Kupfer-Future 4,70 4,69 +0,3% +0,01 +5,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 23, 2022 09:41 ET (13:41 GMT)

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