MÄRKTE USA/Schwach - Unklare Lage in Nahost - Logistiker unter Druck


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DOW JONES--Mit deutlichen Abgaben zeigt sich die Wall Street am Montagmittag (Ortszeit). Der Dow-Jones-Index verliert 0,9 Prozent auf 49.037 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,5 Prozent nach unten, und der Nasdaq-Composite verliert 0,4 Prozent. Vor allem die undurchsichtige Nachrichtenlage rund um den Nahost-Konflikt verunsichert die Investoren.

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Zum einen wollen die USA nun Schiffe, die in der Straße von Hormus festliegen, herausleiten, wobei allerdings Details fehlen, wie dies geschehen soll. Offenbar soll die US-Marine dabei nicht mitwirken. Der Iran hatte daraufhin angekündigt, dass eine Durchfahrt ohne offizielle Genehmigung nicht möglich sei, und dass jede Missachtung eine entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen würde. Später hieß es dann laut iranischen Medien, ein Schiff der US-Marine sei mit zwei Raketen getroffen worden, nachdem es Warnungen ignoriert habe. Das Schiff sei darauf gezwungen gewesen, umzukehren.

Die Reaktion bei den Ölpreisen folgt prompt. Sie klettern deutlich nach oben. Für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent geht es um 5,7 Prozent auf 114,35 Dollar nach oben.

Der Iran hat den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorgelegt und dabei Kompromissbereitschaft signalisiert, um die Gespräche wiederzubeleben und eine Pattsituation zu beenden, die sich für die iranische Wirtschaft als kostspielig erweist. In den wesentlichen Fragen - der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und dem iranischen Atomprogramm - liegen die Positionen beider Seiten jedoch weiterhin weit auseinander, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten.

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Für zusätzliche Verunsicherung sorgt das wieder auflebende Zollthema. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Zölle auf Autoimporte aus der EU zu erhöhen, obwohl der Oberste US-Gerichtshof diese als nicht rechtmäßig bezeichnet hat. Hintergrund ist, dass das von der EU seinerzeit mit den USA getroffene Zollabkommen immer noch nicht ratifiziert ist.

Im Blick dürften die Marktteilnehmer in diesem Zusammenhang auch die vierteljährliche Finanzbedarfsschätzung des US-Finanzministeriums haben. Weil der Oberste Gerichtshof Trumps Nutzung von Notstandsbefugnissen zur Verhängung umfassender Zölle aufgehoben hat, könnten hohe Rückzahlungsforderungen von Importeuren folgen und den Finanzierungsbedarf des Staates erhöhen - mit der potenziellen Folge steigender Zinsen.

Mit den US-Anleiherenditen geht es aktuell deutlicher nach oben, die Zehnjahresrendite steigt um 8 Basispunkte auf 4,45 Prozent.

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Der Goldpreis fällt, da erhöhte Ölpreise und die Unsicherheit über den Verlauf der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran die geldpolitischen Aussichten eintrüben. Für die Feinunze geht es um 2,0 Prozent auf 4.523 Dollar nach unten.

Der Dollar legt zu. Für den Dollar-Index geht es 0,3 Prozent aufwärts. "Der USA-Iran-Konflikt stört weiterhin die Energiemärkte und schürt Inflationsrisiken", schreiben die Analysten der Danske Bank.

Unternehmensseitig sorgt Gamestop für das Thema des Tages. Der Videospielehändler hat ein 56-Milliarden-Dollar-Angebot für Ebay angekündigt, nach dem Motto David kauft Goliath. Etwa die Hälfte des Angebots soll in bar erfolgen mit 125 Dollar je Ebay-Aktie, der Rest in Gamestop-Aktien. Gamestop gab zudem bekannt, bereits rund 5 Prozent an Ebay erworben zu haben und auch eine Kreditzusage über 20 Milliarden Dollar von TD Securities zu haben. Für die Ebay-Aktie geht es um 4,7 Prozent nach oben auf 109,00 Dollar. Gamestop verlieren dagegen 8,9 Prozent.

Amazon (+0,8%) will sein Logistiknetzwerk für mehr Geschäftskunden öffnen. Der Konzern hat am Montag den Start von Amazon Supply Chain Services angekündigt. Dies ist eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, von Konsumgüterherstellern bis hin zu Bekleidungshändlern, um Amazon für Dienstleistungen wie Fulfillment, See- und Luftfracht sowie Lkw-Transporte zu beauftragen. In der Folge geht es für die Aktien von UPS und Fedex um 9,7 bzw. 9,2 Prozent nach unten.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 49.036,52 -0,9 -462,75 49.499,27

S&P-500 7.195,38 -0,5 -34,74 7.230,12

NASDAQ Comp 25.003,95 -0,4 -110,49 25.114,44

NASDAQ 100 27.600,88 -0,4 -109,48 27.710,36

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,98 +0,09 3,99 3,91

5 Jahre 4,11 +0,09 4,12 4,04

10 Jahre 4,45 +0,08 4,46 4,39

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50

EUR/USD 1,1693 -0,2 -0,0027 1,1720 1,1695

EUR/JPY 183,85 -0,1 -0,2200 184,07 183,8300

EUR/CHF 0,9162 +0,0 0,0001 0,9161 0,9174

EUR/GBP 0,864 +0,1 0,0011 0,8629 0,8636

USD/JPY 157,2 +0,1 0,1700 157,03 157,1400

GBP/USD 1,3529 -0,3 -0,0043 1,3572 1,3540

USD/CNY 6,83 +0,0 0,0027 6,8273 6,8300

USD/CNH 6,8313 +0,0 0,0012 6,8292 6,8278

AUS/USD 0,7161 -0,6 -0,0042 0,7203 0,7176

Bitcoin/USD 80.240,71 +1,7 1.338,30 78.902,41 78.806,24

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 105,14 +3,1 3,20 101,94

Brent/ICE 114,35 +5,7 6,18 108,17

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.522,89 -2,0 -90,73 4.613,62

Silber 73,15 -2,9 -2,18 75,34

Platin 1.945,10 -2,2 -43,82 1.988,92

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/mgo

(END) Dow Jones Newswires

May 04, 2026 12:34 ET (16:34 GMT)

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