MÄRKTE USA/Steigende Renditen verderben Kauflaune an Wall Street
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach dem verlängerten Wochenende - am Montag war Presidents' Day - ist die Wall Street mit Verlusten in den Dienstagshandel gestartet. Der Dow-Jones-Index verliert 0,8 Prozent auf 33.548 Punkte, der S&P-500 gibt um 0,9 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 1,2 Prozent. Steigende Anleiherenditen und geopolitische Spannungen verderben die Kauflaune. Die Händler agieren vorsichtig und beobachten die Renditen der Anleihen in der Nähe ihrer Jahreshöchststände. Der Markt rechnet damit, dass die jüngsten robusten Wirtschaftsdaten die US-Notenbank ermutigen, die Kreditkosten noch länger hoch zu halten. Näheren Aufschluss könnte das jüngste Fed-Protokoll liefern, das am Mittwoch veröffentlicht wird.
Die Spannungen rund um den Ukraine-Krieg, der Besuch von US-Präsident Joe Biden in Polen und die Reise einer chinesischen Delegation nach Moskau verstärken die Unruhe. Dabei haben bislang risikoreiche Anlagen die Zinsanpassung recht gut verkraftet. Die höheren Zinsen hätten nicht wie eine Abrissbirne die riskanteren Anlagen zerschmettert, wie einige angenommen hätten, sagt Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management: "Aufgrund des steilen Anstiegs der US-Renditen und der Volatilität der Zinssätze ist jedoch nach wie vor ein erhöhtes Maß an Vorsicht geboten", fügt er hinzu.
Dieser Vorsicht schließt sich Jonathan Krinsky an, technischer Chefstratege bei BTIG, der feststellt, dass die jüngste Rally zu verblassen beginnt: "Nach einigen Wochen des Hin und Her scheint der S&P-500 seinen kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen zu haben." Die zweite Februarhälfte sei oft eine der schwächeren Phasen im Kalender.
Impulse könnten im frühen Handel den Markt bewegen, wenn unter anderem die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe für Februar veröffentlicht werden.
Home Depot und Walmart enttäuschen mit Ausblick
Unter den Einzelwerten fallen Home Depot um 3,6 Prozent. Die Baumarktkette hat im vierten Quartal 2022 weniger umgesetzt als erwartet und zudem mit dem Ausblick auf das laufende Jahr enttäuscht.
Walmart hat im vierten Quartal mit einem kräftigen Gewinnanstieg die Markterwartungen zwar übertroffen. Der Ausblick des Einzelhändlers enttäuschte jedoch. Die Aktie fällt um 2,2 Prozent.
Harley Davidson geben 0,5 Prozent ab und tendieren damit besser als der Markt. Der Motorradhersteller teilte nach Börsenschluss mit, eine Dividende von 16,50 Cent pro Aktie nach zuvor 15,75 Cent für das erste Quartal ausschütten zu wollen.
Die Titel des kanadischen Bergbauunternehmens Sigma Lithium Corp schießen um 17 Prozent nach oben. Laut einem Bericht soll Tesla (-1,1%) Berater konsultiert haben, um ein mögliches Gebot für Sigma Lithium vorzubereiten. Lithium stellt eine Schlüsselkomponente bei der Fertigung von Batterien im Bereich E-Mobilität dar.
Anleiherenditen im Aufwind - Doller etwas fester
Die Anleihenotierungen geben nach, die Renditen legen dementsprechend zu. Für die zehnjährigen Staatspapiere steigt sie um 8,7 Basispunkte auf 3,91 Prozent. Die Erwartung weiterer Zinserhöhungen drücke auf die Kurse, so Händler.
Der Dollar zeigt sich befestigt, der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Angesichts der Risikoscheu der Anleger ist die US-Devise als vermeintlich sicherer Hafen gefragt. Auch die jüngsten starken US-Konjunkturdaten stützen den Dollar.
Die Ölpreise laufen bei kleineren Bewegungen in unterschiedliche Richtungen. Einerseits stützt die Wiederöffnung der Wirtschaft in China. Andererseits belastet der Anstieg russischer Ölexporte in den vergangenen Wochen.
Gold legt trotz festem Dollar und steigenden Renditen leicht zu. Auch sei Sicherheit Trumpf, heißt es am Markt.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.547,99 -0,8% -278,70 +1,2%
S&P-500 4.043,06 -0,9% -36,03 +5,3%
Nasdaq-Comp. 11.647,00 -1,2% -140,28 +11,3%
Nasdaq-100 12.214,66 -1,2% -143,53 +11,7%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,70 +7,8 4,63 28,3
5 Jahre 4,13 +9,3 4,03 12,6
7 Jahre 4,04 +9,7 3,94 7,0
10 Jahre 3,91 +8,7 3,82 2,7
30 Jahre 3,94 +7,2 3,87 -2,9
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:07 Uhr Mo, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0666 -0,2% 1,0668 1,0686 -0,4%
EUR/JPY 143,89 +0,3% 143,56 143,28 +2,5%
EUR/CHF 0,9875 +0,1% 0,9866 0,9865 -0,2%
EUR/GBP 0,8816 -0,6% 0,8876 0,8882 -0,4%
USD/JPY 134,91 +0,5% 134,59 134,08 +2,9%
GBP/USD 1,2099 +0,5% 1,2017 1,2032 +0,0%
USD/CNH (Offshore) 6,8814 +0,3% 6,8778 6,8569 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 24.684,11 -0,1% 24.975,04 24.770,23 +48,7%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 76,86 76,34 +0,7% +0,52 -4,5%
Brent/ICE 83,54 84,07 -0,6% -0,53 -2,6%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 48,35 49,87 -3,1% -1,52 -33,8%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.842,72 1.841,40 +0,1% +1,32 +1,0%
Silber (Spot) 21,91 21,78 +0,6% +0,14 -8,6%
Platin (Spot) 938,68 929,15 +1,0% +9,53 -12,1%
Kupfer-Future 4,22 4,11 +2,6% +0,11 +10,6%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/raz/cln
(END) Dow Jones Newswires
February 21, 2023 09:45 ET (14:45 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 22.05.26 | Walmart Buy | UBS AG | |
| 22.05.26 | Walmart Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 22.05.26 | Walmart Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 22.05.26 | Walmart Overweight | Barclays Capital | |
| 21.05.26 | Walmart Kaufen | DZ BANK |