MÄRKTE USA/Wall Street mit wackeliger Stabilisierung


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DOW JONES--Nach den herben Vortagesverlusten scheint sich die Wall Street am Freitag zu stabilisieren. Für leichte Entspannung sorgt der etwas fallende Ölpreis, die europäische Erdölsorte Brent kostet wieder deutlich unter 100 US-Dollar. Diese Marke war am Vortag übersprungen worden. Mit sinkenden Ölpreisen kommen auch die Anleiherenditen zurück. Die aktuellen Inflationssorgen sind eng mit der Ölpreisentwicklung verknüpft. Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 51.817 Punkte, der S&P-500 legt um 0,1 Prozent zu - der Nasdaq-Composite büßt dagegen 0,3 Prozent.

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Händler charakterisieren die Stabilisierung der US-Börsen jedoch als auf wackeligen Beinen stehend. Denn Anleger wappnen sich für eine mögliche Eskalation des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne massiver Angriffe angekündigt hat, die "größer als je zuvor" ausfallen könnten. "Die beiden großen Themen an den Finanzmärkten in diesem Jahr, nämlich Iran und KI, haben sich in eine negative Richtung entwickelt (...)", sagt Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Wenig Impulse - gerade im Hinblick auf die Inflationserwartungen des Marktes - liefern die Einkaufsmanagerindizes Juli. Denn der Index zum Dienstleistungssektor ist besser als gedacht ausgefallen, der zum verarbeitenden Gewerbe aber einen Tick schwächer. Da beide Indizes aber klar im Expansion anzeigenden Bereich liegen, stünden die Daten Zinserhöhungen zumindest nicht im Wege. Später folgen noch Daten zu den Neubauverkäufen im Juni.

Nach den Enttäuschungen von Alphabet und Tesla am Vortag setzt Intel ein positives Ausrufezeichen im Technologiesektor. Der Halbleiterkonzern liefert einen ermutigenden Ausblick auf das KI-Geschäft und meldete Geschäftszahlen zum zweiten Quartal weit oberhalb der Markterwartungen. Auch die Erlösprognose auf das laufende Quartal übertraf die Konsensschätzungen. Allerdings rechnet Intel nun auch mit höheren Investitionen für 2026 als bisher veranschlagt. Der Intel-Kurs verliert 0,3 Prozent.

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Oracle ziehen um 1,8 Prozent an. Das Cloud-Computing- und Software-Unternehmen hat einen Auftrag des US-Kriegsministeriums für 7 Milliarden Dollar erhalten. American Express fallen um 4,8 Prozent, obwohl das Kreditkartenunternehmen im zweiten Quartal mehr verdient hat als erwartet. Allerdings verfehlten die Einnahmen die Markterwartungen. Verizon Communications hat gesunkene Quartalsgewinne und -Umsätze vermeldet, die Erlöse verfehlten zudem die Marktschätzungen. Honoriert wird von Anlegern allerdings die Entwicklung mit neuen Vertragskunden, die die Erwartungen der Wall Street übertroffen hat. Der Kurs des Mobilfunkanbieters rückt um 2,9 Prozent vor.

Nach der jüngsten Ölpreisrally infolge der Eskalation im Iran-Krieg kommen die Preise leicht zurück. Brentöl kostet mit 97,88 Dollar knapp 3 Prozent weniger als am Vortag. Trotz neuer Angriffe auf Tanker im Roten Meer und in der Straße von Hormus scheinen die erneuten Kämpfe die Bemühungen der Parteien widerzuspiegeln, ihre Verhandlungspositionen vor einer weiteren Verhandlungsrunde zu stärken, wie Analyst Norbert Rücker von Julius Bär erläutert. "Keine der beteiligten Konfliktparteien hat ein Interesse daran, dass die Situation außer Kontrolle gerät", so Rücker.

Am Anleihemarkt sinken die Renditen nach ihrem jüngsten Höhenflug. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihe ermäßigt sich um 2 Ticks auf 4,69 Prozent, nachdem sie am Vortag den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht hatte. Nachgebende Ölpreise mildern Inflations- und damit Zinserhöhungssorgen. Geopolitische Risiken dürften in nächster Zeit nicht schwinden, was die Energiemärkte angespannt und die Inflationsrisiken hoch halte, warnt Analystin Daniela Hathorn von Capital.com allerdings. Der Dollar-Index verharrt nach seinem jüngsten Zweimonatshoch auf dem erhöhten Niveau. Bei Gold tut sich derweil nicht viel.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 51.816,73 +0,2 +105,08 51.711,65

S&P-500 7.412,61 +0,1 +4,31 7.408,30

NASDAQ Comp 25.057,86 -0,3 -79,83 25.137,69

NASDAQ 100 28.273,25 -0,6 -181,56 28.454,81

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,34 -0,02 4,37 4,32

5 Jahre 4,44 -0,02 4,47 4,43

10 Jahre 4,69 -0,02 4,71 4,68

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09

EUR/USD 1,1370 -0,1 -0,0006 1,1376 1,1409

EUR/JPY 186,31 -0,0 -0,0800 186,39 185,9700

EUR/CHF 0,9301 +0,1 0,0010 0,9291 0,9263

EUR/GBP 0,8537 -0,1 -0,0006 0,8543 0,8530

USD/JPY 163,83 -0,0 -0,0200 163,85 162,9900

GBP/USD 1,3315 +0,0 0,0002 1,3313 1,3370

USD/CNY 6,7719 +0,0 0,0018 6,7701 6,7656

USD/CNH 6,774 -0,1 -0,0036 6,7776 6,7672

AUS/USD 0,6975 +0,1 0,0008 0,6967 0,7006

Bitcoin/USD 64.292,45 -1,3 -817,92 65.110,37 66.636,24

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 90,20 -2,2 -1,99 92,19

Brent/ICE 97,88 -2,8 -2,81 100,69

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.054,39 +0,2 7,24 4.047,15

Silber 57,94 +0,5 0,27 57,68

Platin 1.580,08 -1,3 -20,17 1.600,25

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/uxd

(END) Dow Jones Newswires

July 24, 2026 10:00 ET (14:00 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
12.08.26 Intel Neutral UBS AG
24.07.26 Intel Halten DZ BANK

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