MÄRKTE USA/Wall Street uneinheitlich - Einzelhandelswerte steil aufwärts
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Abgaben des Vortages zeigen sich die US-Aktienindizes am Donnerstag uneinheitlich. Von den Konjunkturdaten gehen wenig Impulse aus. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen etwas schwächer als gedacht aus, der viel beachtete Philadelphia-Fed-Index für November aber um Längen besser als vorausgesagt. "Die Geschichte des Tages dreht sich um die Frage, was die Ölpreise machen. Denn alle Augen sind aktuell auf die Inflation gerichtet, daher wird jeder noch so kleine Schritt zur Eindämmung der Inflation begrüßt", sagt Ökonom Florian Ielpo von Lombard Odier Investment Managers. Die Erdölpreise sind am Vortag deutlich gesunken und steigen aktuell wieder leicht. Die jüngste Rally der Energiepreise gilt als ein Treiber der globalen Inflation.
Gegen Mittag New Yorker Ortszeit sinkt der Dow-Jones-Index belastet vom Einbruch bei Cisco um 0,3 Prozent auf 35.838 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen dagegen um 0,2 bzw. 0,3 Prozent. "Wir befinden uns in einer ungemütlichen Phase, in der die Inflation die Stimmung der Verbraucher beeinträchtigt", ergänzt Investmentstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros. Daher werden die Geschäftsausweise der Kaufhausbetreiber Macy's und Kohl's genau unter die Lupe genommen. Doch beide Gesellschaften wissen zu überzeugen.
Einzelhändler überzeugen
Denn bei Kohl's erkennen Händler keine inflationsbedingten Bremsspuren im dritten Quartal, der Einzelhändler hat die Markterwartungen überboten. Zudem hebt die Gesellschaft den Ausblick signifikant an, der Kurs schießt um 7,8 Prozent in die Höhe. Macy's haussieren gar um gut 20 Prozent. Das Unternehmen überzeugt mit Quartalszahlen über Marktschätzungen und einem klar verbesserten Ausblick. Zudem lässt das Unternehmen prüfen, wie Werte bei der Onlinesparte über eine Ausgliederung gehoben werden können.
Einen Kurssprung machen auch Victoria's Secret (+16%) nach einem besser als erwartet ausgefallenen Gewinn des Unterwäscheherstellers. Bath & Body Works legen um 6,3 Prozent zu, nachdem der Einzelhändler erstmals nach der Abspaltung von Victoria's Secret Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Diese fielen bei Gewinn wie Umsatz besser als gedacht aus.
Cisco geraten unter die Räder - Hausse bei Nvidia
Unter den Technologiewerten sacken Cisco um 8,9 Prozent ab, weil der Netzwerkausrüster in seinem ersten Geschäftsquartal die Erwartungen beim Gewinn zwar knapp übertroffen, mit seinem Ausblick aber enttäuscht hat. Nvidia übertraf derweil mit einem Rekordumsatz die Erwartungen und auch der Gewinn fiel unerwartet gut aus, der Kurs schnellt um 10,5 Prozent nach oben.
Bei Deere (+2,2%) stützt die Beendigung eines Streiks, der Landmaschinenhersteller hat einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet. Die Aktien der beiden chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba (-10,2%) und JD.com (+4,9%) bewegen sich nach Geschäftsausweis in unterschiedliche Richtungen. Alibaba hat ihre Wachstumserwartungen reduziert.
Gewinnmitnahmen beim Dollar setzen sich fort
Am Devisenmarkt halten die Gewinnmitnahmen beim Dollar an, der Dollarindex büßt weitere 0,2 Prozent ein. In der Folge erholt sich der Euro etwas von der jüngsten Talfahrt, nachdem er am Vortag auf ein neues Jahrestief gesunken war. Die Tendenz für den Euro dürfte aber negativ bleiben, heißt es.
Am Renten- und Erdölmarkt passiert aktuell nicht viel, neben dem Greenback werden auch bei Gold Gewinne eingestrichen. Das Settlement am Terminmarkt des Vortages war das höchste seit Juni. Allerdings kommt der Preis des Edelmetalls mit dem überzeugenden Philly-Fed-Index deutlich von den Tagestiefs zurück. Denn klar gestiegen sind insbesondere die Preiskomponenten. Damit steigt die Sorge vor einer anziehenden Inflation, was Gold in die Hände spielt.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 35.838,62 -0,3% -92,43 +17,1%
S&P-500 4.698,53 +0,2% 9,86 +25,1%
Nasdaq-Comp. 15.975,78 +0,3% 54,20 +24,0%
Nasdaq-100 16.444,89 +0,8% 136,82 +27,6%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,49 -0,4 0,50 37,5
5 Jahre 1,22 -1,1 1,23 85,7
7 Jahre 1,46 -1,4 1,48 81,4
10 Jahre 1,58 -1,0 1,59 66,3
30 Jahre 1,97 -0,7 1,98 32,2
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:16 Uhr Mi., 17:44 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1355 +0,3% 1,1317 1,1311 -7,0%
EUR/JPY 129,73 +0,4% 129,22 129,43 +2,9%
EUR/CHF 1,0517 +0,1% 1,0514 1,0517 -2,7%
EUR/GBP 0,8420 +0,4% 0,8387 0,8393 -5,7%
USD/JPY 114,26 +0,1% 114,13 114,44 +10,6%
GBP/USD 1,3485 -0,1% 1,3499 1,3478 -1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,3823 +0,1% 6,3777 6,3797 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 57.610,51 -4,0% 59.674,26 60.250,51 +98,3%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 78,55 78,36 +0,2% 0,19 +64,7%
Brent/ICE 80,71 80,28 +0,5% 0,43 +59,5%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.861,63 1.867,53 -0,3% -5,91 -1,9%
Silber (Spot) 24,91 25,08 -0,7% -0,17 -5,6%
Platin (Spot) 1.057,28 1.061,92 -0,4% -4,65 -1,2%
Kupfer-Future 4,28 4,27 +0,3% +0,01 +21,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/raz/flf
(END) Dow Jones Newswires
November 18, 2021 11:58 ET (16:58 GMT)
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