MÄRKTE USA/Wall Street vor wackeliger Stabilisierung


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DOW JONES--Nach den herben Vortagesverlusten scheint sich die Wall Street am Freitag zu stabilisieren. Der Aktienterminmarkt deutet einen behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt an. Für leichte Entspannung sorgt der etwas fallende Ölpreis, die europäische Erdölsorte Brent kostet wieder deutlich unter 100 Dollar. Diese Marke war am Vortag übersprungen worden. Mit sinkenden Ölpreisen kommen auch die Anleiherenditen zurück. Die aktuellen Inflationssorgen sind eng mit der Ölpreisentwicklung verknüpft.

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Händler charakterisieren die Stabilisierung der US-Börsen jedoch als auf wackligen Beinen stehend. Denn Anleger wappnen sich für eine mögliche Eskalation des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne massiver Angriffe angekündigt hat, die "größer als je zuvor" ausfallen könnten. "Die beiden großen Themen an den Finanzmärkten in diesem Jahr, nämlich Iran und KI, haben sich in eine negative Richtung entwickelt (...)", sagt Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Impulse - gerade im Hinblick auf die Inflationserwartungen des Marktes - könnten im frühen Verlauf die Einkaufsmanagerindizes Juli zu Dienstleistungssektor und verarbeitendem Gewerbe sowie Daten zu den Neubauverkäufen für Juni liefern.

Nach den Enttäuschungen von Alphabet und Tesla am Vortag setzt Intel ein positives Ausrufezeichen im Technologiesektor. Der Halbleiterkonzern liefert einen ermutigenden Ausblick auf das KI-Geschäft und meldete Geschäftszahlen zum zweiten Quartal weit oberhalb der Markterwartungen. Auch die Erlösprognose auf das laufende Quartal übertraf die Konsensschätzungen. Allerdings rechnet Intel nun auch mit höheren Investitionsausgaben für 2026 als bisher veranschlagt. Die Führungskräfte rechtfertigen die höheren Investitionen als ein Zeichen des Vertrauens in zukünftige Umsätze, womit Anlegersorgen gedämpft werden. Vorbörslich steigt der Intel-Kurs um 6,5 Prozent.

Oracle ziehen um 2 Prozent an. Das Cloud-Computing- und Software-Unternehmen hat einen Auftrag des US-Kriegsministeriums über 7 Milliarden Dollar erhalten. American Express fallen um 2,7 Prozent, obwohl das Kreditkartenunternehmen in der zweiten Periode mehr verdient hat als erwartet. Allerdings verfehlten die Einnahmen die Markterwartungen. Verizon Communications hat im zweiten Quartal mit neuen Vertragskunden die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Quartalsgewinn und -Umsatz des Mobilfunkanbieters sanken jedoch, die Erlöse verfehlten zudem die Marktschätzungen. Der Kurs gibt um 2,2 Prozent nach.

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Nach der jüngsten Ölpreisrally infolge der Eskalation im Iran-Krieg kommen die Preise leicht zurück. Brentöl kostet mit 97,67 Dollar 3 Prozent weniger als am Vortag. Trotz neuer Angriffe auf Tanker im Roten Meer und in der Straße von Hormus scheinen die erneuten Kämpfe die Bemühungen der Parteien widerzuspiegeln, ihre Verhandlungspositionen vor einer weiteren Verhandlungsrunde zu stärken, wie Analyst Norbert Rücker von Julius Bär erläutert. "Keine der beteiligten Konfliktparteien hat ein Interesse daran, dass die Situation außer Kontrolle gerät", so Rücker.

Am Anleihemarkt sinken die Renditen nach ihrem jüngsten Höhenflug. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihe ermäßigen sich um 2 Ticks auf 4,68 Prozent, nachdem sie am Vortag den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht hatte. Nachgebende Ölpreise mildern Inflations- und damit Zinserhöhungssorgen. Geopolitische Risiken dürften in nächster Zeit nicht schwinden, was die Energiemärkte angespannt und die Inflationsrisiken hoch halte, warnt Analystin Daniela Hathorn von Capital.com allerdings. Mit den leicht fallenden Marktzinsen verliert der Dollar-Index nach seinem jüngsten Zweimonatshoch 0,1 Prozent. Bei Gold tut sich derweil nicht viel.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,33 -0,03 4,37 4,32

5 Jahre 4,44 -0,02 4,47 4,43

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10 Jahre 4,68 -0,02 4,71 4,68

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09

EUR/USD 1,1380 +0,0 0,0004 1,1376 1,1409

EUR/JPY 186,39 0,0 0,0000 186,39 185,9700

EUR/CHF 0,93 +0,1 0,0009 0,9291 0,9263

EUR/GBP 0,854 -0,0 -0,0003 0,8543 0,8530

USD/JPY 163,79 -0,0 -0,0600 163,85 162,9900

GBP/USD 1,3322 +0,1 0,0009 1,3313 1,3370

USD/CNY 6,7719 +0,0 0,0018 6,7701 6,7656

USD/CNH 6,7728 -0,1 -0,0048 6,7776 6,7672

AUS/USD 0,6989 +0,3 0,0022 0,6967 0,7006

Bitcoin/USD 64.950,91 -0,2 -159,46 65.110,37 66.636,24

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 89,62 -2,8 -2,57 92,19

Brent/ICE 97,67 -3,0 -3,02 100,69

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.058,13 +0,3 10,98 4.047,15

Silber 58,34 +1,2 0,67 57,68

Platin 1.602,46 +0,1 2,21 1.600,25

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

(END) Dow Jones Newswires

July 24, 2026 08:15 ET (12:15 GMT)

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21.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
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24.07.26 Intel Halten DZ BANK

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