MÄRKTE USA/Weiter Zurückhaltung wegen Schuldenobergrenze
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NEW YORK (Dow Jones)--Mit leichten Abgaben dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Weiter anhaltende Sorgen um die Schuldenobergrenze in den USA und schwache Einzelhandelsdaten belasten das Sentiment. Vor neuen Gesprächen zwischen Republikanern und Demokraten am Berichtstag dürften Anleger an der Seitenlinie bleiben. US-Finanzministerin Janet Yellen hat derweil erneut gewarnt, dass die USA bereits am 1. Juni nicht mehr in der Lage sein könnten, ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen, wenn der US-Kongress nicht zuerst die Schuldenobergrenze anhebe. Der Future auf den S&P-500 verliert aktuell 0,2 Prozent.
Einige Analysten zeigen sich skeptisch, dass es bald zu einer Einigung kommen könnte. "Die Verhandlungen werden wahrscheinlich angespannt bleiben, da die Republikaner große Ausgabenkürzungen fordern, um eine Erhöhung der Schuldenobergrenze zu akzeptieren, während Biden nicht bereit ist, bis ins Wahljahr hinein Kompromisse bei den Ausgaben einzugehen", heißt es von der Swissquote Bank.
Einzelhandelsumsätze enttäuschen
Für eine Enttäuschung sorgen die US-Einzelhandelsumsätze für April. Diese legten gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent zu, während Analysten mit einem doppelt so hohen Plus gerechnet hatten. Allerdings wurden die März-Zahlen nach oben revidiert. Hierzu passen auch schwache Ergebnisse von Home Depot. Die US-Baumarktkette hat im ersten Quartal mit dem Gewinn zwar die Markterwartungen übertroffen, der Umsatz blieb aber hinter den Prognosen zurück. Außerdem senkte der Konzern den Ausblick für das Gesamtjahr. Die Aktien verlieren vorbörslich 2,6 Prozent. Am Donnerstag folgen dann die Quartalsergebnisse von Walmart (-0,6%).
Daneben stehen am Berichtstag Daten zur Industrieproduktion für April und die Lagerbestände aus dem März auf der Agenda.
Dollar und Ölpreise geben leicht nach
Der US-Dollar zeigt sich vor dem Hintergrund des andauernden Streits um die Schuldenobergrenze etwas leichter. Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. "Fraglich ist, ob der US-Dollar profitieren kann, wenn eine Einigung zwischen den beiden Parteien nochmals verschoben wird", so Währungsexpertin You-Na Park-Heger von der Commerzbank. Profitiere der Dollar dann noch in seiner Funktion als sicherer Hafen, führt Park-Heger aus, oder dominiere vielleicht doch irgendwann die Sorgen über einen drohenden Zahlungsausfall der USA, sodass der Dollar unter Abwertungsdruck gerate? Für Park-Heger erscheint letzteres wahrscheinlicher, je näher der vermutete Stichtag rückt.
Die Ölpreise holen zwischenzeitliche Verluste wieder auf und legen leicht zu. Weiter belasteten Nachfragesorgen das Sentiment, heißt es. Dazu kommen schwache Konjunkturdaten aus China. Demgegenüber stehen Aussagen der Internationalen Energie-Agentur (IEA), wonach Chinas Nachfrage nach Öl schneller wächst als erwartet. Dies droht die Rohölmärkte zu verknappen und die Ölpreise in die Höhe zu treiben, da das Angebot nicht mithalten kann. In ihrem monatlichen Ölmarktbericht hob die IEA ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage in diesem Jahr um 200.000 Barrel pro Tag auf 2,2 Millionen Barrel pro Tag an.
Für den Goldpreis geht es um 0,6 Prozent nach unten. Das Niveau von 2.000 Dollar je Feinunze kann allerdings behauptet werden. Der Preis könnte jedoch steigen, wenn die Gespräche über die Schuldenobergrenze auf mehrere größere Hindernisse stießen, so Oanda-Marktstratege Edward Moya. Die US-Wirtschaft zeige außerdem Anzeichen dafür, dass sie die Auswirkungen der Zinserhöhungen der US-Notenbank zu spüren bekomme, nachdem der Empire Manufacturing Index einen Einbruch der Geschäftstätigkeit gezeigt habe. Am Anleihemarkt geben die Notierungen leicht nach.
Umschichtungen von Berkshire Hathaway bewegen Kurse
Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Capital One Financial um 6,5 Prozent nach oben. Berkshire Hathaway ist bei dem Unternehmen eingestiegen und hat 9,9 Millionen Aktien für etwa 900 Millionen US-Dollar erworben. Dies geht aus einer Mitteilung der Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett zum ersten Quartal hervor. Reduziert hat Berkshire die Beteiligung am Videogame-Unternehmen Activision Blizzard (-0,6%) sowie an General Motors (-0,8%).
Die Aktie von Wells Fargo gewinnt 0,3 Prozent. Die US-Bank zahlt einigen Aktionären 1 Milliarde US-Dollar und legt damit eine Sammelklage bei. Das Geldhaus wurde beschuldigt, Fortschritte bei der Bereinigung des Skandals um gefälschte Konten aus dem Jahr 2016 übertrieben dargestellt zu haben.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,02 +2,1 4,00 -39,9
5 Jahre 3,48 +0,9 3,47 -52,3
7 Jahre 3,50 +0,5 3,49 -47,4
10 Jahre 3,52 +1,1 3,50 -36,4
30 Jahre 3,86 +2,1 3,84 -10,7
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:00 Uhr Mo, 17:07 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0881 +0,1% 1,0872 1,0870 +1,7%
EUR/JPY 148,00 +0,0% 147,74 147,90 +5,5%
EUR/CHF 0,9734 -0,1% 0,9736 0,9731 -1,7%
EUR/GBP 0,8698 +0,2% 0,8690 0,8686 -1,7%
USD/JPY 136,03 -0,0% 135,88 136,07 +3,7%
GBP/USD 1,2509 -0,2% 1,2513 1,2515 +3,4%
USD/CNH (Offshore) 6,9861 +0,4% 6,9732 6,9624 +0,8%
Bitcoin
BTC/USD 27.082,77 -1,1% 27.069,47 27.384,82 +63,2%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,21 71,11 +0,1% +0,10 -11,2%
Brent/ICE 75,43 75,23 +0,3% +0,20 -10,5%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 32,36 32,31 +0,1% +0,05 -58,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.009,20 2.020,95 -0,6% -11,75 +10,2%
Silber (Spot) 23,93 24,15 -0,9% -0,23 -0,2%
Platin (Spot) 1.067,25 1.069,50 -0,2% -2,25 -0,1%
Kupfer-Future 3,65 3,74 -2,5% -0,09 -4,3%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
May 16, 2023 08:59 ET (12:59 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 22.05.26 | Walmart Buy | UBS AG | |
| 22.05.26 | Walmart Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 22.05.26 | Walmart Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 22.05.26 | Walmart Overweight | Barclays Capital | |
| 21.05.26 | Walmart Kaufen | DZ BANK |