Marc O. Schmidt-Kolumne

Allianz: Selbst Uralt-Rekorde purzeln

19.05.26 06:29 Uhr

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Nach einem Rekordjahr 2025 startete die Allianz (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005) gleich mit einem weiteren Rekordquartal in das Jahr 2026. Die Aktie des Versicherungsriesen konnte dank der positiven Stimmung rund um den DAX-Konzern zudem das lange Warten beenden und zumindest im laufenden Handel ein neues Allzeithoch erklimmen.

Allianz-Aktie nimmt wichtige Marke ins Visier

Dabei handelte es sich nicht um irgendein Allzeithoch. Geknackt wurde in diesem Fall ein Uraltrekord. Das bisherige Allzeithoch stammt aus dem Herbst 2000 und konnte teilweise den Übertreibungen rund um die Dotcom-Blase zugeschrieben werden. Am 21. April 2026 notierte die Allianz-Aktie jedoch im Xetra-Handel zeitweise bei 397,00 Euro. Damit könnte bald auch die Marke von 400 Euro fallen.

Zumal Börsianer die Münchner weiterhin positiv einzuschätzen scheinen. Kein Wunder, schließlich überzeugt das Unternehmen unter anderem mit einer attraktiven Dividendenpolitik. Laut der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) führt die Allianz die Liste der größten Dividendenzahler für das Geschäftsjahr 2025 vor der Deutschen Telekom und Siemens an. Hinzu kommt ein 2,5 Mrd. Euro schweres Aktienrückkaufprogramm.

Allianz fährt Rekordergebnis ein

Dass sich die Allianz dies leisten kann, zeigten unter anderem die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026. Das gesamte Geschäftsvolumen beläuft sich laut Konzernangaben auf 53,0 Mrd. Euro. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Plus von 3,5 Prozent. Die erfreuliche Entwicklung wurde auf Stärken in der Schaden- und Unfallversicherung sowie im Asset Management zurückgeführt. Das operative Ergebnis kletterte um 6,6 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro, was einen neuen Rekord bedeutete.

Der bereinigte Quartalsüberschuss legte um 48,4 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro zu. Der wesentliche Treiber war hier jedoch der Verkauf der Anteile an den indischen Joint Ventures des Unternehmens. Bereinigt um diese Effekte wuchs der Nettogewinn aber immer noch um starke 7 Prozent. Mit Blick auf die Jahresprognose blieb alles beim Alten. Die Allianz erwartet ein operatives Ergebnis von 17,4 Mrd. Euro bei einer Schwankungsbreite von plus oder minus 1 Mrd. Euro.

Berenberg-Analyst Michael Huttner sah gleich mehrere positive Aspekte. Dazu gehörte die Erwartung, dass die Allianz die Jahresziele für das operative Ergebnis übertreffen sollte. Außerdem würde der Versicherer in Wachstum investieren, während die Kapitalgenerierung stark und nachhaltig sei und die Aktie zugleich eine attraktive Bewertung aufweise. Auch DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel gefiel der gute Jahresauftakt.

Mein Fazit

Die Allianz hat mit ihrem starken Jahresauftakt 2026 eindrucksvoll an das Rekordjahr 2025 angeknüpft und ihre Position als einer der führenden europäischen Versicherungskonzerne weiter gefestigt. Besonders die Kombination aus profitablem Wachstum, hoher Kapitalstärke, attraktiver Dividendenpolitik und umfangreichen Aktienrückkäufen überzeugt Investoren. Die jüngste Rekordjagd der Aktie unterstreicht das große Vertrauen des Marktes in die langfristigen Perspektiven des Unternehmens.

Wer nicht nur auf Allianz, sondern gleich auf mehrere Unternehmen setzen möchte, die „wegen ihrer herausragenden Geschäftsmodelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in mehr als 100 Jahren noch erfolgreich am Markt agieren werden“, sollte einen Blick auf das Morgan Stanley Indexzertifikat (WKN: DA0ABN / ISIN: DE000DA0ABN5) auf den „Börse Online Aktien für die Ewigkeit Index“ werfen.

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