Markit: Deutsche Wirtschaft gewinnt im Februar an Stärke


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft ist im Februar aufgrund einer anziehenden Nachfrage so stark gewachsen wie zuletzt vor sechs Monaten - und dies trotz steigender Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verbesserte sich auf 56,2 von 53,8 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung hervorgeht.

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Das ist der höchste Stand seit sechs Monaten. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 58,5 von 59,8 Punkten im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von 59,5 erwartet. Der Index für den Servicesektor legte überraschend kräftig zu auf 56,6 von 52,2 Punkten. Die Prognose hatte nur auf 52,9 gelautet.

"Nach der Wachstumsdelle im Dezember hat die deutsche Wirtschaft im Februar erneut an Schwung gewonnen", sagte IHS-Markit-Ökonom Phil Smith. "Diesmal war der Servicesektor die treibende Kraft, da die Produktion in der Industrie langsamer zunahm als im Januar, als das verarbeitende Gewerbe das Zugpferd gewesen war."

"Der Inflationsdruck blieb allerdings hoch", ergänzte Smith. "Insgesamt stiegen die Einkaufspreise ähnlich kräftig wie zu Beginn des Jahres, obwohl die Inflationsrate in der Industrie so niedrig war wie seit einem Jahr nicht mehr. Gleichzeitig wurden die Verkaufs- bzw. Angebotspreise für Güter und Dienstleistungen mit der zweithöchsten Rate seit Umfragebeginn angehoben."

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