MARKT USA/Kaum verändert - Zwischen Hilfspaket und Corona-Pandemie
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Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte zur Wochenmitte die Wall Street starten. Im Blick stehen weiter die Verhandlungen um ein neues Hilfspaket. So spricht die Verhandlungsführerin der US-Demokraten, Nancy Pelosi, zwar von "Fortschritten" bei den Gesprächen mit den Republikanern und zeigt sich optimistisch, dass das Paket bis zum Wochenende stehen werde. Doch unklar ist aber, ob eine ausreichende Zahl von republikanischen Senatoren das Paket unterstützen werden.
"Der Markt wird derzeit von den Schlagzeilen um das Konjunkturpaket getrieben, aber wir gehen weiter davon aus, dass eine Einigung vor der US-Präsidentschaftswahl unwahrscheinlich ist", sagt Chef-Strategin Seema Shah von Principal Global Investors. "Wir können von Pelosi und Mnuchin so viel über den Fortgang der Gespräche hören, wie wir wollen, aber einige Senatoren haben einfach gesagt, dass sie kein Paket unterstützen werden", ergänzt die Teilnehmerin.
Hauptbelastungsfaktor bleibt die immer schneller steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Auch befinden sich immer mehr Länder oder Regionen in einem erneuten Lockdown. Und angesichts der immer noch zunehmenden Pandemiewelle und Ängsten, dass diese die konjunkturelle Erholung gefährde, könnte selbst der positive Effekt einer Einigung auf ein neues Konjunkturpaket schnell wieder verpuffen, heißt es von der Commerzbank.
Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell kaum verändert. Wichtige Konjunkturdaten stehen zur Wochenmitte nicht auf der Agenda. Am Abend wird allerdings die US-Notenbank ihr "Beige Book" veröffentlichen. Darin enthalten sind Kommentare der zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in ihren Regionen.
Bei den Einzelwerten geht es für die Netflix-Aktie vorbörslich um 5 Prozent abwärts. Nachdem der Streaming-Anbieter zu Beginn der Krise noch davon profitiert hatte, dass mehr Menschen zu Hause blieben, bekam das Unternehmen nun die Konkurrenz von Disney+ und HBO Max zu spüren. Netflix gewann weniger Neukunden als erwartet. Auch das Gewinnwachstum blieb hinter den Annahmen zurück. Für die nahe Zukunft zeigt sich das Unternehmen wegen der Pandemie vorsichtig.
Texas Instruments übertraf mit den Geschäftszahlen zum dritten Quartal und dem Ausblick auf das kommende Quartal die Markterwartungen. Die Titel zeigen sich mit einem kleinen Plus. Nach der Schlussglocke wird noch der Elektroautobauer Tesla einen Blick in die Bücher gewähren. Für die Aktie geht es im Vorfeld um 0,3 Prozent nach oben.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
October 21, 2020 06:23 ET (10:23 GMT)
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