Masterflex: Die nächste Wachstumsstufe rückt näher

28.05.26 10:22 Uhr

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Masterflex hat in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie widerstandsfähig das Geschäftsmodell ist. Nun steht das Unternehmen möglicherweise vor der nächsten Wachstumsphase – und genau das könnte die Aktie wieder antreiben.

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Die Masterflex SE entwickelt spezialisierte Hightech-Schlauch- und Verbindungssysteme für anspruchsvolle Anwendungen, etwa in der Medizintechnik, der Luftfahrt oder im Maschinenbau. Das klingt zunächst unspektakulär, doch gerade diese technologische Spezialisierung, kombiniert mit einer breiten Diversifikation über unterschiedliche Branchen hinweg, hat sich in den letzten Jahren als großer Vorteil erwiesen.

Denn während viele Industrieunternehmen seit 2022 unter Konjunkturschwäche, Inflation, Energiekrise und geopolitischen Verwerfungen litten, hat Masterflex nicht nur den Umsatz stabil gesteigert, sondern vor allem die Profitabilität massiv verbessert. Noch vor wenigen Jahren lag die EBIT-Marge unter 5 Prozent, inzwischen bewegt sie sich stabil oberhalb von 13 Prozent – zuletzt im ersten Quartal 2026 sogar bei bemerkenswerten 16,7 Prozent.

Starker Jahresauftakt trotz schwierigem Umfeld
Auch die jüngsten Zahlen zeigen, dass Masterflex operativ sehr stabil unterwegs bleibt. Im ersten Quartal lag der Umsatz mit 27,4 Mio. Euro nahezu exakt auf dem außergewöhnlich starken Vorjahresniveau. Gleichzeitig konnte das operative EBIT trotz weiterer Investitionen in die Expansion leicht auf 4,6 Mio. Euro verbessert werden. Besonders positiv entwickelte sich zudem der Auftragsbestand, der sich seit Jahresende von 19,8 auf 21,3 Mio. Euro erhöht hat.

Damit sieht sich das Unternehmen klar auf Kurs, die Ziele für 2026 zu erreichen. Diese sehen Erlöse zwischen 103 und 108 Mio. Euro sowie ein EBIT zwischen 13 und 16 Mio. Euro vor. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil die Binnenkonjunktur weiterhin schwach bleibt und wichtige Industriebranchen noch immer unter fehlender Dynamik leiden.

Die eigentliche Story beginnt erst noch
Die eigentliche Investmentstory für die nächsten Jahre dürfte allerdings erst jetzt beginnen. Denn die beiden wichtigsten Wachstumsprojekte befinden sich aktuell noch in der Anlaufphase. Zum einen baut Masterflex in Marokko einen neuen Standort auf, mit dem die Kapazitäten im Luftfahrtzuliefergeschäft deutlich ausgeweitet werden sollen. Zum anderen startet schrittweise der große Entwicklungs- und Rahmenvertrag, den das Unternehmen 2025 abgeschlossen hat.

Beide Projekte sollen erst im zweiten Halbjahr erste Umsatzbeiträge liefern und ihre volle Wirkung wohl erst ab 2027 entfalten. Genau deshalb könnte sich die Wachstumsdynamik in den kommenden Jahren noch einmal deutlich beschleunigen. Das mittelfristige Ziel bleibt ambitioniert: Bis 2030 soll der Umsatz auf 200 Mio. Euro verdoppelt werden.

Neue Fantasie für die Aktie?
An der Börse scheint diese Perspektive zuletzt wieder stärker in den Fokus zu rücken. Nach der Rally bis Sommer 2025 war die Aktie über Monate in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Inzwischen arbeitet sie sich aber sukzessive wieder nach oben. Neue Impulse könnte nun die Hauptversammlung am 6. Juni liefern. Anleger hoffen dabei nicht nur auf weitere Details zum großen Engineering- und Rahmenvertrag, sondern auch auf Neuigkeiten im Bereich M&A, nachdem Masterflex zuletzt konkrete Gespräche bestätigt hatte.

Fazit
Masterflex hat sich in den vergangenen Krisenjahren vom robusten Nischenanbieter zu einer überzeugenden Wachstumsstory entwickelt. Die operative Entwicklung bleibt stark, die großen Expansionstreiber stehen erst am Anfang und zusätzliche Fantasie könnte durch Akquisitionen entstehen. Risiken ergeben sich zwar aus der geopolitischen Lage und einer möglichen weiteren Abschwächung der Weltkonjunktur. Allerdings hat Masterflex seit 2022 mehrfach bewiesen, dass das Unternehmen auch mit externen Schocks bemerkenswert gut umgehen kann.

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Erstellung am 28.5.26 um 10:21 Uhr.

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