MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
FREITAG: In den USA bleiben die Finanzmärkte wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Rheinmetall prüft mögliche Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten durch das Bundesverteidigungssystem auf die eigene Bilanz. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte Ende Juni die Reisleine bei dem Marine-Projekt gezogen, weil die Kosten explodierten. Wie Rheinmetall mitteilte, hat der Konzern zwar sein erwartetes Umsatzwachstum von mehr als 60 Prozent im zweiten Quartal erzielt. Der Wert des sogenannten "Rheinmetall Nomination" - die Summe des Auftragseingangs und des Volumens der neu abgeschlossenen Rahmenverträge - könne jedoch das Ziel von 20 Milliarden Euro nicht erreichen.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
10:00 DE/Einhell Germany AG, HV
10:00 DE/Mutares SE & Co KGaA, HV
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Albis Leasing 0,10 EUR
Easy Software 0,38 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- IT
09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni
PROGNOSE: 50,1
zuvor: 49,4
- FR
09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juni
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 47,4
zuvor: 44,3
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 47,6
zuvor: 44,9
- DE
09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juni
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 46,8
zuvor: 48,1
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 48,0
zuvor: 48,8
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(2. Veröffentlichung) Juni
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 48,9
zuvor: 47,7
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.*
1. Veröff.: 49,5
zuvor: 48,5
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juni
PROGNOSE: 48,7
1. Veröff.: 48,7
zuvor: 49,3
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 25.857,00 +0,6
E-Mini-Future S&P-500 7.555,50 +0,4
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.807,75 +0,9
Topix (Tokio) 4.057,45 +1,1
Hang-Seng (Hongk.) 23.416,78 +1,6
Shanghai-Comp. 4.056,78 +0,7
Donnerstag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 25.580,88 +2,2
DAX-Future 25.701,00 +2,0
MDAX 32.544,86 +1,5
TecDAX 3.887,74 -0,0
SDAX 18.229,17 +0,2
Euro-Stoxx-50 6.360,47 +1,2
Stoxx-50 5.446,40 +1,3
XDAX 25.606,24 +0,1
Dow-Jones 52.900,07 +1,1
S&P-500 7.483,24 0,0
Nasdaq Composite 25.832,67 -0,8
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Die Aktienmärkte werden zum Handelsstart im Plus erwartet. Den DAX dürften weder Technologietitel noch Rheinmetall aufhalten - er dürfte das nächste Allzeithoch erklimmen. Auch der Euro-Stoxx-50 wird im Plus erwartet. Technologiewerte werden mit der anhaltenden Schwäche der Nasdaq erneut die Underperformer auch in Europa stellen, Rheinmetall kamen mit dem zu erwartenden Zurückrudern bei den Aufträgen am Vorabend im Spezialistenhandel etwas zurück. Mit dem schwächeren US-Arbeitsmarkt wurden die Zinserhöhungserwartungen in den USA etwas zurückgeschraubt. Anleger setzten mit Blick auf die USA im Wesentlichen auf ein "Goldlöckchen-Szenario", bei dem sich die Inflation abkühle, während der Arbeitsmarkt stabil bleibe, erklärt Chefökonom Mark Vitner von Piedmont Crescent Capital. Dies verliehe Aktien weiter Auftrieb, ohne Ängste vor einer Konjunkturabkühlung zu schüren.
Rückblick: Sehr fest - Am deutschen Aktienmarkt stand vor allem das Reformpaket der Bundesregierung im Fokus, das einen positiven Impuls setzte. Als Profiteure gelten Immobilien-Unternehmen wie Vonovia, da einer geführten Enteignungsdebatte ein Riegel vorgeschoben wurde. Aber auch Infrastruktur-Unternehmen und Rüstungsunternehmen sollten profitieren. Außerdem hatte am Nachmittag ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht für Juni die Sorgen vor einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank etwas zerstreut. Der Sektor der Technologiewerte schloss mit einem Abschlag von 2,1 Prozent als einziger im Minus. Global ging der Abverkauf in den Technologiewerten weiter. Tagesgewinner im SMI waren Roche mit einem Aufschlag von 3,9 Prozent. Der Lungenkrebs-Kandidat Divarasib des Pharma-Konzerns hat in einer zulassungsrelevanten Studie besser abgeschnitten als bereits zugelassene Vergleichspräparate.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Sehr fest - Der DAX markierte bei 25.656 Punkten ein neues Rekordhoch. Die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia legten um 6 Prozent zu und gehörten zu den größten Gewinnern im DAX. Die Analysten von JP Morgan verwiesen darauf, dass die Bundesregierung ein Gesetz zur Verhinderung von Wohnungs-Enteignungen durch die Bundesländer einführen will. Dies sei eindeutig positiv für Vonovia, angesichts der Enteignungsdebatte in der Hauptstadt Berlin. Aroundtown (+4,4%) und LEG Immobilien (+3,7%) legten ebenfalls deutlich zu. Bayer (+8,9%) bündelt das US-Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Einheit. Gestützt wurde die Aktie auch durch Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Im Handel war von einem positiv aufgenommenen nachbörslichen Pre-Close-Call von Continental (+3,4%) die Rede. Offenbar sei das zweite Quartal solide verlaufen. Das Unternehmen habe sich zudem zuversichtlich geäußert, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.
USA - AKTIEN
Uneinheitlich/Dow auf Rekordhoch - Nachdem ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht zur Eröffnung noch für Gewinne an der Wall Street gesorgt hatte, zeigten sich die Indizes letztlich uneinheitlich. An der technologielastigen Nasdaq setzte sich der globale Ausverkauf fort - der PHLX Semiconductor Index fiel um 5,4 Prozent. Die Arbeitsmarktdaten hatten Sorgen vor einer baldigen Zinserhöhung nur bedingt zerstreut. Denn Evercore ISI meinte, ein "sich normalisierender Arbeitsmarktbericht halte den Fokus der Fed auf der Inflation". Laut Analyst Stephen Stanley von Santander ändert der Arbeitsmarktbericht die Wahrnehmung der Fed-Vertreter "nur ganz geringfügig." Eine geringere Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen in diesem Jahr betrachtete er als eine unangemessene Reaktion. Laut dem FedWatch-Tool der CME preisten Anleger eine Wahrscheinlichkeit von 18 Prozent für eine Zinserhöhung im Juli ein nach 29 Prozent am Vortag. Die Wahrscheinlichkeit mindestens einer Zinssenkung bis zum Jahresende fiel von 83 Prozent auf 76 Prozent. Bei den Einzelwerten verloren Alphabet 0,4 Prozent. Der Konzern muss in der EU eine Geldbuße in Rekordhöhe zahlen. Tesla sanken um 7,5 Prozent, obwohl der Elektroautohersteller im letzten Quartal mehr Fahrzeuge ausgeliefert und die Markterwartungen übertroffen hatte. Rivian legten um 8,4 Prozent zu, der stärkste Anstieg seit mehr als drei Monaten, nachdem das Unternehmen seine Prognose übertroffen und seine Auslieferungsprognose angehoben hatte.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,14 +0,01 0,00 0,00
5 Jahre 4,23 +0,01 0,00 0,00
10 Jahre 4,49 +0,01 0,00 0,00
Die Renditen von US-Staatsanleihen zeigten sich knapp im Plus. Das Thema Zinserhöhung sei trotz des schwachen Arbeitsmarktberichts nicht vom Tisch, hieß es mit Blick auf die Inflation..
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30
EUR/USD 1,1446 +0,1 0,0016 1,1430 1,1393
EUR/JPY 184,4 +0,1 0,2300 184,17 185,0200
EUR/CHF 0,9183 -0,0 -0,0002 0,9185 0,9207
EUR/GBP 0,8562 -0,0 -0,0002 0,8564 0,8576
USD/JPY 161,08 -0,0 -0,0100 161,09 162,3800
GBP/USD 1,3365 +0,1 0,0019 1,3346 1,3280
USD/CNY 6,7808 -0,1 -0,0078 6,7886 6,7942
USD/CNH 6,7836 -0,1 -0,0042 6,7878 6,7937
AUS/USD 0,6938 +0,3 0,0017 0,6921 0,6903
Bitcoin/USD 61.394,00 -0,2 -139,39 61.533,39 60.248,76
Der Dollar geriet nach dem Arbeitsmarktbericht deutlich unter Druck, der Dollar-Index reduzierte sich um 0,5 Prozent - der höchste Tagesverlust seit dem 6. Mai. Der Euro kletterte um 0,5 Prozent auf 1,1435 Dollar. Am Devisenmarkt dämpften die Arbeitsmarktdaten Zinserhöhungsfantasie sehr deutlich.
Der Yen wertete gegenüber dem Dollar auf 161,14 auf, da mit einer möglichen japanischen Intervention zur Verteidigung der Währung gerechnet wurde.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 03, 2026 01:36 ET (05:36 GMT)