MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Etwas fester - Zum Wochenausklang hat sich die Rekordjagd an der Wall Street fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index stieg erstmals über 51.000 Punkte und markierte bei 51.094 Punkten ein Allzeithoch. Der S&P-500 beendete die neunte Gewinnwoche in Folge. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützte erneut. Gleichwohl warteten die Anleger auf konkrete Entscheidungen. Bei einer Einigung dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Gestützt wurde die Stimmung auch von einem besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Dell haussierten nach Geschäftszahlen um 32,8 Prozent. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren. Zudem trieben Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. American Eagle Outfitters brachen um 11,8 Prozent ein. Die Kernmarke des Modekonzerns schnitt nicht so positiv ab, wie von der Geschäftsführung gewünscht. Gap stürzten um 15,4 Prozent ab, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt und einen Umsatzrückgang bei seiner Old Navy-Kette gemeldet hat.
USA - ANLEIHEN
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach - bei zehnjährigen Titeln um 2,0 Basispunkte auf 4,44 Prozent. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften die Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht gesunken seien, hieß es im Handel.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:42
EUR/USD 1,1651 -0,1 -0,0008 1,1659 1,1672
EUR/JPY 185,78 +0,1 0,1000 185,6800 185,7900
EUR/CHF 0,9119 +0,2 0,0016 0,9103 0,9121
EUR/GBP 0,8653 -0,1 -0,0008 0,8661 0,8666
USD/JPY 159,43 +0,1 0,1700 159,2600 159,1700
GBP/USD 1,3461 +0,0 0,0002 1,3459 1,3468
USD/CNY 6,7667 +0,0 0,0005 6,7662 6,7662
USD/CNH 6,7649 +0,0 0,0016 6,7630 6,7625
AUS/USD 0,7187 +0,1 0,0004 0,7183 0,7191
Bitcoin/USD 73.294,73 -0,5 -358,36 73.653,09 73.982,23
Der Dollar-Index gab leicht nach - der Dollar-Index fiel um 0,1 Prozent. Das Abwärtspotenzial des Dollar sei jedoch begrenzt, selbst wenn die USA und der Iran eine Einigung über eine Verlängerung ihres Waffenstillstands und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielen, so XM-Analyst Charalampos Pissouros. "Dennoch deutet die Tatsache, dass die Anleger weiterhin mit steigenden Zinsen rechnen, darauf hin, dass sie nach wie vor über die Inflation besorgt sind", sagte Pissouros. Selbst wenn eine Vereinbarung unterzeichnet werde, dürften die Ölpreise höher bleiben als vor einem Jahr, so dass es einige Zeit dauern könnte, bis die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der US-Notenbank zurückfalle, ergänzte er.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.523,09 -0,3 -12,73 4.535,82
Silber 75,80 +0,7 0,54 75,26
Platin 1.943,35 +1,4 26,31 1.917,04
Der Goldpreis stieg mit der Spekulation auf eine via Ölpreis sinkende Inflation. Die Feinunze erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 4.546 Dollar.
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 89,68 +2,7 2,32 87,36
Brent/ICE 93,1 +2,2 1,98 91,12
Der Ölpreis für die Sorte Brent reduzierte sich um 1,8 Prozent auf 91,99 Dollar und verzeichnete damit auf Monatssicht ein Minus von rund 19 Prozent mit den Hoffnungen auf ein Kriegsende in Nahost. Die Ölpreise ziehen im asiatischen Handel am Montag wieder an in Reaktion auf den jüngsten Vorstoß israelischer Streitkräfte im Libanon. Der Preis für ein Barrel Brentöl notiert damit aber noch immer weit unter den Höchstständen, die der Ölpreis im Zuge des Konflikts gesehen hat.
+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++
IRAN-KRIEG
- Die USA und der Iran haben sich am Wochenende einen erneuten Schlagabtausch geliefert: Die USA griffen nach eigenen Angaben Luftabwehrradar- und Drohnenstützpunkte an, woraufhin Kuwait attackiert wurde, nachdem der Iran erklärt hatte, er würde Vergeltungsmaßnahmen ergreifen. Der Feuerwechsel ereignete sich, während die beiden Kontrahenten daran arbeiteten, eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe auszuarbeiten. US-Präsident Donald Trump deutete vor dem Wochenende an, dass eine Einigung kurz bevorstehe, doch Vermittler erklärten, dass Fragen wie nukleare Verpflichtungen sowie der Zeitpunkt und Umfang etwaiger finanzieller Erleichterungen weiterhin ungelöst seien.
- Israel hat seine militärische Invasion im Libanon ausgeweitet, ist tiefer ins Landesinnere vorgedrungen und hat die strategisch wichtige Anhöhe einer historischen Kreuzritterburg eingenommen. Die Eskalation erhöht den Druck auf die fragile libanesische Regierung und erschwert die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, der ein Ende der Kämpfe an dieser Front zu einer seiner Bedingungen für ein Abkommen gemacht hat.
US-AUTOMOBILBRANCHE
Die US-Regierung will womöglich eine Änderung beim Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) vorschlagen. Dabei müssen die Hälfte aller Automobilkomponenten und -materialien aus den Vereinigten Staaten kommen, damit Fahrzeuge von den im Pakt vorgesehenen Zollerleichterungen profitieren könnten. Der neue Vorschlag sei im Vorfeld von Verhandlungen über eine Umstrukturierung des USMCA ausgearbeitet worden, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit 2020 unterzeichnet hatte und das in diesem Jahr zur Überprüfung anstehe, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen.
EASYJET
Das Finanzunternehmen Castlelake erwägt die Vorlage eines Übernahmeangebots für den Billigflieger Easyjet. Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium und es sei bisher kein Kontakt zum Board der Fluggesellschaft aufgenommen worden, heißt es in einer Erklärung von Castlelake. Darin wurde auf die "jüngsten Spekulationen bezüglich Easyjet" verwiesen.
UNIVERSAL MUSIC GROUP
lehnt die 65-Milliarden-Dollar-Übernahme durch den Investor Bill Ackman ab. Zuvor hatte der größte Aktionär von Universal Widerstand geäußert. Der Board prüfte das unaufgeforderte Angebot von Pershing Square und kam zu dem Schluss, dass es "UMG grundlegend und erheblich unterbewertet und keine überlegene Wertschöpfung bringen wird". "UMG hat sich durch eine klare Vision und Umsetzung eine konkurrenzlose Position in der Musikindustrie aufgebaut", sagte Sherry Lansing, Chairman of the Board bei UMG. Bill Ackman war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
SPACEX
hat von der U.S. Space Force einen Auftrag in Höhe von 4,16 Milliarden Dollar zur Entwicklung eines weltraumgestützten Programms zur Verfolgung und Bekämpfung von Bedrohungen aus der Luft erhalten. Der Vertrag mit dem Luft- und Raumfahrtunternehmen von Elon Musk soll die Bereitstellung einer weltraumgestützten Sensorikschicht im Rahmen des Programms "Space-Based Airborne Moving Target Indicator" beschleunigen. Das Pentagon arbeitet derzeit an einem Schutzschildsystem namens "Golden Dome", einem komplexen Netzwerk aus Satelliten und anderen Technologien zum Abschuss von Raketen.
SOFTBANK
Die Softbank Group hat zugesagt, mindestens 45 Milliarden Euro in den Aufbau eines Netzwerks von KI-Rechenzentren in Frankreich zu investieren. Das enorme Infrastrukturprojekt für Künstliche Intelligenz (KI) soll Europas Ziel der technologischen Unabhängigkeit vorantreiben. Wie der japanische Technologiekonzern mitteilte, soll damit in einer ersten Phase bis 2031 eine Rechenkapazität von bis zu 3,1 Gigawatt an Standorten in Dünkirchen, Bosquel und Bouchain in ganz Frankreich bereitgestellt werden. Die Investitionen könne auf bis zu 75 Milliarden Euro steigen, teilte Softbank weiter mit. Damit könnte eine Rechenkapazität von 5 Gigawatt geschaffen werden.
===
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros
(END) Dow Jones Newswires
June 01, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
