Musk-Aussage belastet

Siemens Energy-Aktie unter schwächsten DAX-Werten: SpaceX-Pläne belasten


Siemens Energy-Aktie unter schwächsten DAX-Werten: SpaceX-Pläne belasten

Elon Musk plant offenbar eigene Turbinenschaufeln für SpaceX, und ausgerechnet das lässt die Siemens Energy-Aktie am Montag ins Hintertreffen geraten.

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  • SpaceX-Pläne rund um Turbinenschaufeln sorgen für Nervosität bei Anlegern
  • Abspaltung der Sparte "Transformation of Industry" bleibt zentrales Thema
  • Finanzinvestoren zeigen laut Berichten Interesse an milliardenschwerer Sparte
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Siemens Energy verliert im XETRA-Handel zeitweise 4,44 Prozent auf 143,06 Euro und ist damit das Schlusslicht im DAX am Montag.

Damit bewegt sich die Aktie bereits mehrere Tage in Folge unterhalb der unterstützenden 50-Tage-Linie, was auf eine anhaltend schwache kurzfristige Kursdynamik hindeutet.

Musk-Aussage trifft Turbinenhersteller

Ein Händler führte die Kursschwäche auf Äußerungen von Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk zurück, wonach SpaceX wegen langer Wartezeiten bei Gasturbinen künftig selbst Turbinenschaufeln herstellen wolle. Demzufolge seien Verzögerungen beim Ausbau der Rechenzentren von SpaceX ausschlaggebend, die durch die hohe Nachfrage nach Gasturbinen entstünden.

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Die Aussage trifft einen Konzern, der nach eigenen Angaben nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette abdeckt, von Stromerzeugung über Übertragung bis zur Wasserstofftechnik. Über die Windtochter Siemens Gamesa ist Siemens Energy zudem im Bereich erneuerbare Energien aktiv.

Abspaltung von "Transformation of Industry" treibt Kurs der Siemens Energy-Aktie

Neben der Musk-Äußerung bleibt laut Einordnung von wallstreetONLINE die angekündigte Trennung von der Sparte "Transformation of Industry" der wichtigste Kursfaktor für Siemens Energy. Der Aufsichtsrat hatte vergangene Woche grünes Licht für die milliardenschwere Ausgliederung des Bereichs mit Dampfturbinen- und Wasserstoffgeschäft gegeben, der künftig unter der Marke Omterra auftreten soll. CEO Christian Bruch begründete den Schritt damit, dass der aktuelle Investitionsschwerpunkt auf Stromerzeugung und Stromübertragung liege und die derzeitige Struktur die Möglichkeiten der Sparte einschränke.

Die Einheit beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter an Standorten wie Duisburg, Erlangen und Nürnberg und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro. Laut Handelsblatt sondiert Goldman Sachs bereits den Markt für mögliche Käufer. Laut Bloomberg zeigen Finanzinvestoren wie CVC Capital Partners, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung, wobei eine Bewertung von mehr als 10 Milliarden Euro im Raum stehe.

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Operativ auf Rekordkurs

Operativ zeigte sich Siemens Energy im dritten Geschäftsquartal 2026 robust: Der Konzern meldete am 5. August einen Rekord-Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro und einen auf 162 Milliarden Euro gestiegenen Auftragsbestand. Der Umsatz legte vergleichbar um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zu, das Ergebnis vor Sondereffekten verdreifachte sich nahezu auf 1,62 Milliarden Euro. Die Windtochter Siemens Gamesa erzielte erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis.

Trotz der laufenden Umbaupläne bestätigte der Konzern seine Jahresprognose 2026 mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und einer Marge vor Sondereffekten von 10 bis 12 Prozent.

Ob sich die Musk-Äußerung als vorübergehende Belastung erweist oder die Nachfrage nach Gasturbinen tatsächlich beeinflusst, dürfte sich noch im laufenden Geschäftsjahres zeigen. Parallel bleibt die konkrete Eigentümerstruktur der Sparte "Transformation of Industry" offen, eine Entscheidung zwischen Investorenbeteiligung, Kapitalmarkttransaktion oder anderen Optionen steht laut Unternehmensangaben noch aus.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG

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