Nach Ende der E-Auto-Förderung: Umweltverband sieht Industrie am Zug


BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem abrupten Ende der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland die Autoindustrie am Zug. BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Was gerade die deutschen Konzerne an E-Autos anbieten, ist für einen Großteil der Bevölkerung schlicht nicht finanzierbar." Bei Kleinwagen schlummere ein großes Potenzial. "Deutsche Konzerne verweigern jedoch aktuell bezahlbare E-Autos für die Masse."

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Das Wirtschaftsministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass mit Ablauf des Sonntags keine neuen Anträge mehr für den Umweltbonus gestellt werden können. "Die sehr schnelle Umsetzung ist überraschend und wird einige Menschen verärgern", sagte Hilgenberg. "Generell begrüßt der BUND die Entscheidung, die mit Steuergeld finanzierten, pauschalen Kaufprämien für E-Pkw zu streichen."

Rund 10 Milliarden Euro Steuergeld seien in den vergangenen Jahren geflossen, damit E-Autos auf die Straße kommen, bilanzierte Hilgenberg. "Der größte Treiber für mehr E-Autos auf der Straße waren und sind aber nicht die Kaufprämien, sondern vielmehr die EU-Flottenregulierung. Diese gibt vor, welchen durchschnittlichen CO2-Ausstoß die in einem Jahr in Europa verkauften Fahrzeuge des jeweiligen Konzerns erreichen müssen."

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