Nach tiefroter Juli-Bilanz

DroneShield-Aktie startet mit kräftigen Gewinnen in den August - Wie geht es weiter?


DroneShield-Aktie startet mit kräftigen Gewinnen in den August - Wie geht es weiter?

Nach einem der schwächsten Monate ihrer Geschichte macht die DroneShield-Aktie zum Start in den August einen kräftigen Sprung nach oben. Ist das der Beginn einer Trendwende?

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Aktien

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  • Die DroneShield-Aktie legt am ersten Handelstag im August in Sydney kräftig zu
  • Eine schwache Umsatzprognose hatte den Kurs im Juli fast halbiert
  • Klarheit soll der Halbjahresbericht am 26. August bringen
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Zum Auftakt des neuen Monats zeigt sich die DroneShield-Aktie deutlich erholt. In Sydney sprang der Kurs des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten am Montag bis zum Handelsende um 7,08 Prozent auf 1,815 AUD hoch und liefert damit einen Lichtblick nach Wochen, in denen das Papier zu den schwächsten Werten am australischen Aktienmarkt zählte.

Wie es zum Juli-Ausverkauf bei der DroneShield-Aktie kam

Der Rücksetzer der vergangenen Wochen hatte mehrere Auslöser: Analysten, etwa von Jefferies, senkten das Kursziel der DroneShield-Aktie und Leerverkäufer setzten das Papier zusätzlich unter Druck. Daneben blieb auch die weiterhin laufende ASIC-Untersuchung ein Belastungsfaktor. Zuletzt verstärkten auch vorläufige Zahlen und der Ausblick auf das Gesamtjahr die Abwärtsbewegung. So stellte DroneShield in der vergangenen Woche für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 250 bis 270 Millionen AUD in Aussicht, ein Plus von 15 bis 25 Prozent gegenüber den 216,55 Millionen AUD aus dem Vorjahr. Der Analystenkonsens hatte zuvor jedoch mit rund 323 Millionen AUD gerechnet, die eigene Prognose blieb damit 17 bis 23 Prozent darunter. Zusätzlich rutschte die für das erste Halbjahr erwartete Bruttomarge auf rund 60 Prozent, nach 65 Prozent im Vorjahreszeitraum, weil ein wachsender Anteil zugekaufter Fremdhardware, Währungseffekte und eine Abschreibung auf Rohmaterial belasteten.

Auch beim Auftragsbestand zeigte sich der enge Spielraum: Bis zum 28. Juli waren 206 Millionen AUD an Aufträgen für das laufende Geschäftsjahr fest gebucht, nach 161 Millionen AUD Ende Mai. Um die eigene Prognose zu erreichen, muss DroneShield in den verbleibenden fünf Monaten noch einmal 44 bis 64 Millionen AUD an neuen Aufträgen gewinnen und abarbeiten. Das alles führte dazu, dass die DroneShield-Aktie an der australischen Börse im Juli um rund 30 Prozent einbrach. In den letzten drei Monaten ging es sogar bereits um rund 51,6 Prozent abwärts.

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Analysten uneins über den fairen Wert

Nach der enttäuschenden Prognose kürzten mehrere Analysehäuser binnen wenigen Tagen fast unisono ihre Kursziele, uneins blieben sie jedoch in der Grundeinschätzung. Jefferies senkte das Kursziel am 29. Juli 2026 von 2,05 auf 1,60 AUD - die zweite Senkung des Analysehauses innerhalb von zwei Wochen - und hielt an seiner seit Juni bestehenden Verkaufsempfehlung fest. Auch Ord Minnett reagierte auf dieselben vorläufigen Zahlen mit einer Kürzung des Kursziels von 2,28 auf 1,60 AUD, ebenfalls mit einem Sell-Rating. Bell Potter dagegen strich sein Kursziel zwar von 4,80 auf 2,50 AUD zusammen, hielt aber an der Kaufempfehlung fest und sieht selbst beim reduzierten Ziel noch deutiches Aufwärtspotenzial. Zwischen den verschiedenen Kurszielen liegt dabei eine Spanne von mehr als 50 Prozent, ein Beleg dafür, wie unterschiedlich die Häuser das operative Risiko gewichten.

Was der Rebound wert ist

Der heutige Sprung fällt in ein Umfeld, in dem Leerverkäufer ihre Wetten gegen die Aktie zuletzt weiter ausgebaut hatten. Das macht eine Bewegung dieser Größenordnung anfällig für kurzfristige Eindeckungen, unabhängig davon, ob sich an der fundamentalen Einschätzung tatsächlich etwas geändert hat. Nach einem Kursverlust der DroneShield-Aktie von rund der Hälfte innerhalb von drei Monaten wäre ein technischer Gegenschlag ohnehin keine Überraschung, für eine nachhaltige Trendwende braucht es jedoch mehr als einen einzelnen starken Handelstag.

Ob aus dem Rebound mehr wird als eine kurze Gegenbewegung, dürfte sich erst zeigen, wenn DroneShield seinen geprüften Halbjahresbericht am 26. August vorlegt. Einen Tag später treffen Management und Investoren auf einer Konferenz zusammen. Dort dürfte sich dann entscheiden, ob die offenen Fragen zu Marge, Auftragsqualität und der ASIC-Prüfung die Skepsis der Analysten entkräften können.

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Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Droneshield

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