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LUKOIL plant Verkauf an US-Investor Carlyle


LUKOIL plant Verkauf an US-Investor Carlyle

Der mit US-Sanktionen belegte russische Ölkonzern LUKOIL plant den Verkauf seines Auslandsgeschäfts an die US-Investmentfirma Carlyle.

Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhängig sei, teilte LUKOIL in Moskau mit. Gleichzeitig werde mit anderen möglichen Käufern verhandelt. Von Carlyle gab es bislang keine Stellungnahme.

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Verkauf in die Schweiz scheiterte

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Oktober Sanktionen gegen die großen russischen Ölkonzerne Rosneft und LUKOIL verhängt, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu drängen. Danach scheiterte ein Versuch von LUKOIL, seine ausländischen Vermögenswerte an den Schweizer Rohstoffhändler Gunvor zu verkaufen. Das US-Finanzministerium legte sein Veto ein, weil ein Gründer von Gunvor der russische Geschäftsmann Gennadi Timtschenko war, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Timtschenko hat sich allerdings schon 2014 aus der Firma zurückgezogen.

"Wir sehen die Sanktionen als illegal und unannehmbar, das ist unsere grundlegende Position", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die Vereinbarungen zwischen LUKOIL und Carlyle könne der Kreml nicht kommentieren, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Für uns ist am wichtigsten, dass die Interessen des russischen Unternehmens gewahrt sind und beachtet werden."

LUKOIL in vielen Ländern aktiv

Der neue potenzielle Käufer The Carlyle Group mit Sitz in Washington ist eine der größten Investmentfirmen der Welt und verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 474 Milliarden US-Dollar. Die Auslandsgeschäfte von LUKOIL umfassen Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern, auch in der EU, und mehrere Raffinerien. Dazu ist die russische Firma an Förderprojekten in den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, aber auch in anderen Staaten beteiligt. Das Geschäft in Kasachstan soll LUKOIL zufolge von dem Verkauf an Carlyle ausgenommen werden.

/fko/DP/stk

MOSKAU (dpa-AFX)

Bildquellen: Creativa / Shutterstock.com

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