Namensnennung bringt Sprung

Nebius-Aktie mit neuen Allzeithöchstständen: NVIDIA-Chef Jensen Huang treibt die Rally


Nebius-Aktie mit neuen Allzeithöchstständen: NVIDIA-Chef Jensen Huang treibt die Rally

Die Neocloud-Aktie Nebius erlebt im laufenden Jahr eine massive Rally - und notiert bereits über dem Analystenkonsens.

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• Jensen Huang adelt den KI-Cloud-Anbieter namentlich auf der Computex-Keynote
• Rekordrally geht weiter
• Beteiligungsmeldung von Leopold Aschenbrenner sorgt für zusätzlichen Rückenwind

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Die Aktie der Nebius Group sprang an der NASDAQ auf 264,51 US-Dollar, ein Plus von 14,46 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. In der Spitze ging es bis auf 274,80 US-Dollar nach oben - damit wurde das bisherige Rekordhoch von 231,09 US-Dollar, das erst am Freitag erzielt worden war, nochmals deutlich übertroffen. Auf Monatssicht steht die Aktie damit rund 50 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn über 216 Prozent.

Auslöser ist eine Aussage von NVIDIA-Chef Jensen Huang auf der Computex-Konferenz in Taipeh. Huang nannte Nebius namentlich in seiner Keynote, hob das schnelle Wachstum hervor und ließ eine Folie einblenden, auf der die Logos beider Konzerne prominent nebeneinander erschienen.

Was Huangs Lob strategisch bedeutet

Jensen Huang äußert sich selten namentlich zu einzelnen Kunden auf großen Bühnen. Dass er Nebius auf der Computex heraushebt, ist deshalb mehr als ein Freundlichkeitssignal. NVIDIA hat im März zwei Milliarden US-Dollar in Nebius investiert, das Unternehmen ist also bereits strategischer Partner. Huang nannte Cursor, Revolut und Shopify als Nebius-Kunden, was den Eindruck verfestigt, dass Nebius in der KI-Infrastrukturlandschaft inzwischen eine Rolle spielt, die über die eines reinen Infrastrukturdienstleisters hinausgeht. Hinzu kommt, dass Leopold Aschenbrenner, früherer Forscher bei OpenAI, vergangene Woche über seinen KI-Hedgefonds eine Beteiligung von 5,6 Prozent an Nebius offenlegte. Wer die Konstellation betrachtet, sieht ein Unternehmen, das sich im Zentrum des KI-Infrastrukturbooms positioniert.

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Spekulation auf Anthropic gibt zusätzlichen Schub

Parallel kursiert unter Händlern die Spekulation, dass Anthropic Nebius als zusätzlichen Cloud-Anbieter gewinnen könnte. Ein solcher Vertrag wäre ein substanzieller Umsatztreiber. Noch ist nichts bestätigt, aber die Short-Quote, die laut finet bei rund 23 Prozent liegt, erhöht das Potenzial für weitere Eindeckungskäufe, sollte die Meldung tatsächlich kommen.

Was Analysten zum aktuellen Kurs sagen

Hier liegt das eigentliche Problem für Neueinsteiger. Laut TipRanks liegt das durchschnittliche Kursziel von neun Wall-Street-Analysten bei 221,71 US-Dollar, das höchste Einzelziel bei 287 US-Dollar. Northland hat das Ziel zuletzt auf 248 US-Dollar angehoben, Citizens auf 270 US-Dollar. Doch der Kurs bewegt sich bereits oberhalb des Analystenmittelwerts und nahe an den optimistischsten Einzelzielen. DA Davidson hat die Aktie zuletzt von Kaufen auf Neutral zurückgestuft, Wolfe Research ist mit Peer Perform eingestiegen. Der Konsens ist mit einer Kaufquote von rund 80 Prozent noch positiv, aber die Luft nach oben wird aus Sicht der bisherigen Kursziele dünner. Wer jetzt einsteigt, wettet vor allem auf weitere Zielerhöhungen nach dem Computex-Impuls sowie auf neue Vertragsabschlüsse.

Anleger sollten auf zwei Termine achten

Fundamental befindet sich der Tech-Konzern nach wie vor in der kapitalintensiven Aufbauphase und ist unter dem Strich noch nicht profitabel: Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 im Schnitt einen Verlust je Aktie von rund 2,17 US-Dollar. Dass die Expansionsstrategie operativ voll aufgeht, bewies Nebius jedoch erst Mitte Mai mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2026: Der Umsatz explodierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um phänomenale 684 Prozent - ein Wachstum, das die enorme Dynamik der KI-Nachfrage eindrucksvoll unterstreicht.

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In den nächsten Wochen könnte die Anthropic-Spekulation das kurzfristige Zünglein an der Waage bleiben Eine Bestätigung oder Enttäuschung dürfte den Kurs in den kommenden Wochen heftiger bewegen als jede weitere Analystenstudie.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: jackpress / Shutterstock.com, Piotr Swat / Shutterstock.com

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08.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
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21.05.26 NVIDIA Buy UBS AG
21.05.26 NVIDIA Outperform RBC Capital Markets