Neue Einnahmen voraus

Teslas neuester Abo-Coup könnte zum Gamechanger für die Branche werden


Teslas neuester Abo-Coup könnte zum Gamechanger für die Branche werden

Der Preis für Teslas Autopilot wird von vielen Kunden als zu hoch empfunden. Nun hat der Elektroautobauer nachgebessert und bietet ein Abo-Modell an.

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• Tesla schaltet Mietoption für Autopilot-Funktionen frei
• Nach 50 Monaten teurer als bei Einmalkauf
• Starke Einnahmen voraus

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Teslas Autopilot-Funktionen können Tesla-Fahrer jetzt auch mieten. Das Assistenzpaket, das Funktionen zum teilautonomen Fahren beinhaltet, war bislang lediglich als Kaufoption verfügbar und schlug mit 10.000 US-Dollar an Zusatzkosten zu Buche. Auf die Kritik an dem hohen Preis und die Tatsache, dass User, die auf ein anderes Modell umsteigen, ihr Paket nicht mitnehmen können, hat Tesla nun reagiert und bietet ab sofort ein Abo-Modell an: Für 199 US-Dollar im Monat können Tesla-Fahrer die Technik nutzen und bei Bedarf wieder kündigen.

Mail an Tesla-Fahrer verschickt

Das Branchenportal "Electrek" berichtet von einer E-Mail, die Tesla-Kunden zugestellt wurde. In dieser schreibt der Autobauer, dass die vollständige Selbstfahrfunktion jetzt als monatliches Abonnement erhältlich sei. "Rüsten Sie Ihr Model 3 […] für 199 Dollar pro Monat (ohne Steuern) nach, um Funktionen wie Navigieren mit Autopilot, automatischer Spurwechsel, automatisches Einparken, Herbeirufen und Ampel- und Stoppschildkontrolle zu erleben". Das Unternehmen weist dabei explizit darauf hin, dass die Funktionen nicht vollständig autonom sind, ein Fahrer diese also aktiv überwachen müsse.

Abos werden Geld in Tesla-Kassen spülen

Die Tesla-Assistenzpaket zum teilautonomen Fahren zur Miete macht die Nutzung für Tesla-Fahrer flexibler und günstiger. Allerdings ist davon auszugehen, dass Tesla darauf spekuliert, Fahrzeugbesitzer dauerhaft von den Vorzügen des FSD-Paketes zu überzeugen - in diesem Fall wäre das Mietmodell bereits in 50 Monaten teurer als beim Einmalkauf des Pakets. Wer also sein Fahrzeug länger als 2 Jahre fährt und die Funktionen jeden Monat in Anspruch nimmt, fährt auf lange Sicht besser mit einem Direktkauf.

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Die Abo-Option könnte sich als Gamechanger für Tesla und den gesamten Markt für autonomes Fahren erweisen. Denn mit dem Verkauf von Fahrzeugen verdient Tesla bislang einen übersichtlichen Betrag, im ersten Quartal haben etwa der Preisanstieg bei Bitcoin und der Handel mit Abgaszertifikaten weit größeren Impact auf das operative Konzernergebnis gehabt. Das könnte sich nun ändern, denn das Mietmodell für die FSD-Software könnte dem Unternehmen künftig viel Geld in die Kassen spülen. Wie groß die Auswirkungen sein könnten, hat unlängst Pierre Ferragu, Analyst bei New Street Research, berechnet: Bis 2030 werde Tesla pro Auto wohl 7.000 US-Dollar Gewinn machen. Aus dem Verkauf von FSD-Abonnements seien unterdessen 23.000 US-Dollar zusätzlich pro Fahrzeug zu erwarten, zitiert "Barrons" den Analysten. Der Experte geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass auch andere Automobilhersteller nachziehen und künftig im Zusammenhang mit autonomen Softwareangeboten auf Miet- statt Kaufangebote setzen würden.
Der Experte hatte noch Anfang des Jahres die bisher geltende Praxis, dass er sein voll bezahltes FSD-Paket nicht auf ein anderes Tesla-Modell übertragen könne, scharf kritisiert und von Elon Musk öffentlich gefordert: "Ändern Sie das!"

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Ob Ferragu allein der Grund war, dass die FSD-Funktionen nun im monatlichen Abo-Modell verfügbar gemacht wurden, bleibt offen. Den Analysten hat das Angebot aber offenbar überzeugt:

"Danke, Elon Musk für das 199 US-Dollar-Abonnement", schrieb er auf Twitter. Er liebe die Auswirkungen auf das EBIT und das Multiple von Tesla. "Tesla rockt!", fügte der Experte noch hinzu.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sergio Monti Photography / Shutterstock.com, Sergio Monti Photography / Shutterstock.com

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08:11 Tesla Outperform RBC Capital Markets
02.07.26 Tesla Neutral JP Morgan Chase & Co.
02.07.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets
30.06.26 Tesla Buy Deutsche Bank AG
24.06.26 Tesla Neutral JP Morgan Chase & Co.