Neuer KI-Agent für Firmen

Alphabet-Aktie gesucht: Analystenhaus BMO sieht nach Gemini agent weiteres Potenzial für Kursgewinne


Alphabet-Aktie gesucht: Analystenhaus BMO sieht nach Gemini agent weiteres Potenzial für Kursgewinne

BMO Capital Markets bleibt bei Outperform und führt Alphabet weiter als Top Pick, nachdem Google Cloud gestern einen universellen Arbeitsagenten vorgestellt hat.

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  • BMO sieht Alphabet in der nächsten Phase des KI-Wettbewerbs
  • Der neue Agent soll Befürchtungen über einen verlorenen Vorsprung dämpfen
  • Sinkende Token-Kosten stützen laut BMO die Perspektive im Unternehmensgeschäft
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BMO Capital Markets hat die Einstufung Outperform für Alphabet bekräftigt und hält am Status als Top Pick fest. Anlass ist der Start eines KI-Agenten für Unternehmen bei Google Cloud. Die an der NASDAQ gelistete Aktie notiert bei 348,76 US-Dollar, ein Plus von 1,13 Prozent.

Gemini agent: Was Google Cloud vorgestellt hat

Google Cloud stellte beim Event "Gemini at Work 2026" den "Gemini agent" vor. Er soll als universeller Agent für die Arbeit den gesamten Geschäftskontext einer Organisation nutzen und Wissensarbeit, Fragen, Content-Erstellung und Coding aus einer einzigen Eingabemaske abdecken. Laut Google plant er Aufgaben, setzt Skills und Tools ein und liefert Ergebnisse in Dokumenten, im Posteingang und in Entwicklerumgebungen. Er wählt das beste Modell für die Aufgabe und bringt Kostenkontrollen sowie Governance-Funktionen mit.

Nach Angaben von Constellation Research erklärte Google-Cloud-CEO Thomas Kurian, der Agent arbeite mit Zielen statt Anweisungen. Er soll über Google Workspace, Microsoft 365 und Slack erreichbar sein und zum Start Gemini-Modelle sowie Claude von Anthropic ansteuern können.

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BMO: Alphabet im nächsten KI-Abschnitt

BMO sieht Alphabet in der nächsten Phase des KI-Wettbewerbs gut aufgestellt. Das Unternehmen bleibe ein klarer Marktführer über den gesamten KI-Stack hinweg, schreiben die Analysten laut Investing.com. Der neue Agent trage dazu bei, Sorgen zu zerstreuen, Alphabet verliere im KI-Wettlauf seinen Vorsprung. Ein Kursziel nannte BMO nicht.

Als Belege führt BMO Kundenzahlen an: So würden rund 80 Prozent der Google-Cloud-Kunden KI-Produkte des Konzerns nutzen. Zudem hebt BMO einen Rückgang der Kosten pro Token um 98 Prozent seit 2024 hervor, eine Angabe des Managements. Weitere Kostensenkungen erwarte BMO, da das Unternehmensvolumen noch am Anfang stehe.

Alphabet im Zahlenbild

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar. Google Cloud wuchs um 82 Prozent auf 24,8 Milliarden US-Dollar, getrieben von Enterprise-AI-Lösungen und KI-Infrastruktur. Der operative Gewinn des Segments erreichte 8,8 Milliarden US-Dollar nach 2,8 Milliarden im Vorjahr.

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TD Cowen hob gestern laut TipRanks das Kursziel auf 485 US-Dollar an. Guggenheim nannte am Dienstag ein Kursziel von 450 US-Dollar (Buy).

Worauf Anleger bei der Alphabet-Aktie nun schauen

Alphabet steigt mit seinem neuen Produkt in den Wettbewerb um KI-Agenten für Unternehmen ein und konkurriert damit direkt mit Metas Muse und OpenAIs Dots. Dabei dürfte es Alphabet zugutekommen, dass der Agent von Anfang an in verbreitete Unternehmenssoftware eingebunden ist.

Für Anleger ist vor allem ein Punkt wichtig, der in der Euphorie leicht untergeht. Nach Angaben des Managements sind die Kosten pro Token seit 2024 um 98 Prozent gesunken. BMO erwartet einen weiteren deutlichen Rückgang und hält es auf Basis eines Expertengesprächs für möglich, dass die Token-Preise um 2030 ihren Tiefpunkt erreichen. Für Alphabet ist das zunächst ein Vorteil. Der US-Konzern entwickelt eigene Chips, betreibt eigene Rechenzentren und eigene Modelle und kontrolliert damit die gesamte Wertschöpfungskette. BMO sieht darin den Grund, warum Alphabet bei der Skalierung der KI von Effizienzgewinnen auf jeder Ebene profitieren kann. Für reine Modellanbieter ohne eigene Infrastruktur bedeutet derselbe Preisverfall dagegen Druck auf die Margen. Das passt zu den Zweifeln an den Umsätzen von OpenAI, die den Sektor in dieser Woche belastet haben. Zugleich steht Alphabet im direkten Wettbewerb mit Meta, OpenAI und Microsoft. Einmalige Erfolgsbeispiele wie die verdreifachte Verkaufsquote bei Ulta Beauty sind ermutigend, ersetzen aber keine flächendeckenden Belege dafür, dass sich der Agent zu einem großen Umsatzbringer entwickelt.

Für die Positionierung zeichnet sich ein Muster ab, das sich durch die Nachrichten dieser Woche zieht. Der Markt belohnt Konzerne, die ihre KI-Investitionen aus einem profitablen Kerngeschäft bezahlen und die Kosten selbst steuern können. Hoch verschuldete Infrastrukturbetreiber und Firmen, die vor allem von einer Zukunftsgeschichte leben, werden dagegen kritischer bewertet. Alphabet gehört klar zur ersten Gruppe. Wer investiert ist, hat daher wenig Anlass, die Strategie zu ändern. Wer neu einsteigen will, sollte nicht auf eine einzelne Produktankündigung reagieren, sondern auf die nächsten Quartalszahlen achten. Dort zeigt sich, wie stark Google Cloud wächst, wie sich die operative Marge entwickelt und ob die hohen Investitionsausgaben mit dem Umsatzwachstum Schritt halten.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

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08.10.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
07.10.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
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29.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.

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