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Schaeffler bekräftigt E-Mobility-Kurs: Einblicke vom Round Table mit Spartenchef Thomas Stierle


Schaeffler bekräftigt E-Mobility-Kurs: Einblicke vom Round Table mit Spartenchef Thomas Stierle

Gelungener Auftakt für den ersten Round Table von finanzen.net und AIRTIME: Im direkten Austausch mit Privatanlegern sprach E-Mobility-Vorstand Thomas Stierle von Schaeffler unter anderem über die Zukunft der Elektromobilität und neue Wachstumschancen.

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Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität bleibt für die Schaeffler AG ein wichtiger Wachstumstreiber. Daran ließ Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der im MDAX gelisteten Schaeffler AG, beim ersten Round Table von finanzen.net und AIRTIME keinen Zweifel. Im direkten Austausch mit Privatanlegern sprach er unter anderem über die Zukunft der Elektromobilität, die Integration von Vitesco Technologies, neue Wachstumsfelder wie humanoide Roboter sowie die Profitabilität des Geschäfts.

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Premiere für neues Round-Table-Format

Der Austausch mit Thomas Stierle markierte am Montag den Auftakt einer neuen Round-Table-Reihe von finanzen.net und AIRTIME. "Auch für mich eine Premiere heute hier zu sein und direkt zu Privatanlegern zu sprechen", sagte Stierle zu Beginn der Veranstaltung.

Bereits die erste Ausgabe des neuen Formats stieß dabei auf großes Interesse. Zahlreiche Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an den Spartenchef zu richten - und diese reichten von der Entwicklung des E-Mobility-Marktes über die Wachstumsperspektiven der Sparte bis hin zu den Chancen im Bereich humanoider Robotik. Damit zeigte sich bereits beim ersten Round Table, wie groß das Interesse an einem direkten Dialog zwischen Privatanlegern und Unternehmen ist.

Schaeffler sieht Elektrifizierung als langfristigen Wachstumstreiber

Im Rahmen der Veranstaltung machte Thomas Stierle deutlich, dass Schaeffler trotz eines derzeit herausfordernden Marktumfelds unverändert an die Elektrifizierung des Antriebs glaubt. Zwar habe die Branche in den vergangenen Jahren zahlreiche Herausforderungen bewältigen müssen - von Änderungen regulatorischer Rahmenbedingungen über geopolitische Konflikte bis hin zu Lieferkettenproblemen. Seine Begeisterung für das Thema sei jedoch ungebrochen. "Elektrifizierung ist meine Leidenschaft. Ich bin jetzt seit knapp sieben Jahren in diesem Markt unterwegs und habe da schon viel erlebt", sagte Stierle. "So etwas kann man nur mit Leidenschaft auch auf Dauer aushalten und ich bin immer motiviert, durch die Herausforderungen nach Lösungen zu suchen".

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Für Schaeffler steht die Richtung dabei außer Frage. "Wir glauben an die Transformation. Die Transformation hin zur E-Mobilität ist sicher, sie findet statt - auch wenn in den Märkten mit unterschiedlichen Ausprägungen", so der Spartenchef.

Integration von Vitesco erweitert das Technologieportfolio

Ein wichtiger Baustein der Strategie ist die Integration von Vitesco Technologies. Seit dem Zusammenschluss im Oktober 2024 verfügt Schaeffler über ein deutlich breiteres Angebot im Bereich elektrifizierter Antriebssysteme. Laut Stierle ein klarer Wettbewerbsvorteil: "Es gibt nicht viele Firmen auf der Welt, die ein so breites Spektrum an Elektromobilitätslösungen anbieten können. Das ist etwas, was unsere Kunden sehr schätzen, weil sie in einem Partner Lösungen für verschiedene Herausforderungen haben", sagte er.

Neben der E-Mobility-Sparte ist Schaeffler weiterhin in den Bereichen Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions sowie Bearings & Industrial Solutions aktiv. Gleichzeitig investiert das Unternehmen verstärkt in neue Wachstumsfelder wie humanoide Robotik, Raumfahrt oder Verteidigung.

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Profitabilität bleibt die größte Aufgabe

Trotz der langfristig positiven Perspektiven räumte Stierle ein, dass Elektromobilität derzeit für viele Unternehmen noch kein profitables Geschäft ist. "Wenn Sie sich unsere laufenden Zahlen anschauen, werden Sie sehen, dass es doch noch sehr verlustreich ist. Ich denke auch, dass es in der E-Mobilität nur wenige Spieler gibt, die wirklich Geld verdienen". Deshalb liege der Fokus nun auf einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität. Als wichtigste Hebel nannte Stierle weiteres Geschäftswachstum, operative Exzellenz, effizientere Forschungs- und Entwicklungsprozesse sowie zusätzliche Kostenverbesserungen.

Bis 2028 soll der Umsatz der E-Mobility-Sparte von 4,8 Milliarden Euro (2024) auf 8,25 bis 9 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig strebt Schaeffler in der Sparte mit einer EBIT-Marge größer 0 den Break-Even an (2024: -22,1 Prozent). Konzernweit soll der Umsatz laut der Mittelfristziele 2028 bei 27 bis 29 Milliarden Euro liegen, die EBIT-Marge soll 6 bis 8 Prozent betragen. Darüber hinaus wird ein Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent angestrebt.

Software und Hybridantriebe gewinnen an Bedeutung

Neben klassischen elektrischen Antriebssystemen sieht Stierle weitere Trends, die den Markt prägen werden. Hybridfahrzeuge bezeichnete er als wichtige Brückentechnologie, die insbesondere Reichweitenängste vieler Kunden reduzieren könne. Darüber hinaus werde das sogenannte Software-defined Vehicle künftig eine immer größere Rolle spielen. "Die E-Mobilität ist auch ein Treiber für das Thema Software-defined Vehicle. Wir kennen das aus dem Mobilfunkbereich, wo kontinuierliche Updates dem Endnutzer zusätzliche Funktionen bieten. Das beschäftigt uns sehr stark", so der Vorstand E-Mobility im Rahmen des von finanzen.net und AIRTIME veranstalteten Round Table.

Großes Interesse an humanoider Robotik

Besonders viele Fragen aus dem Publikum drehten sich um Schaefflers Aktivitäten im Bereich humanoider Roboter. Nach Angaben Stierles arbeitet das Unternehmen inzwischen mit mehr als 40 Partnern zusammen, hat erste Aufträge eingefahren und produziert bereits Prototypen. Es gebe in diesem Bereich nicht einen der wesentlichen Spieler, der nicht mit Schaeffler spreche, so Stierle.

Langfristig soll das Geschäft mit neuen Wachstumsfeldern wie humanoider Robotik, Verteidigung und Raumfahrt bis 2035 rund zehn Prozent des Konzernumsatzes ausmachen.

Wer den Round Table verpasst hat oder einzelne Aussagen von Thomas Stierle noch einmal nachverfolgen möchte, findet die vollständige Aufzeichnung auf der Plattform AIRTIME.

Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: finanzen.net

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