Studienabbruch

Novartis-Aktie zieht an: Konzern stoppt Zelltherapie-Studien nach Todesfällen - MS-Medikament erreicht primäre Ziele


Novartis-Aktie zieht an: Konzern stoppt Zelltherapie-Studien nach Todesfällen - MS-Medikament erreicht primäre Ziele

Novartis hat Ende August acht klinische Studien mit einer experimentellen Therapie gegen Autoimmun- und neurologische Erkrankungen pausiert, nachdem drei der Patienten gestorben waren.

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Das Schweizer Pharmaunternehmen habe die Studien vorübergehend ausgesetzt, nachdem es von drei tödlichen Fällen einer schweren Immunreaktion erfahren habe, sagte ein Sprecher. Es blieb zunächst unklar, wann die Todesfälle eingetreten sind.

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Die experimentelle Behandlung, die Novartis als Rap-cel bezeichnet, ist eine sogenannte CAR-T-Zelltherapie. Dabei werden die körpereigenen Immunzellen eines Patienten entnommen, im Labor so verändert, dass sie defekte Zellen aufspüren und zerstören, und anschließend wieder in den Körper zurückgeführt. Novartis testete Rap-cel bei Lupus, Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen.

Das Unternehmen habe "eine umfassende Überprüfung der beobachteten Sicherheitsereignisse" eingeleitet, sagte der Sprecher, der die tödliche Immunreaktion als bekanntes Sicherheitsrisiko bei CAR-T-Therapien beschrieb.

Novartis arbeite mit unabhängigen Sicherheitsgremien zusammen, die jede pausierte Studie überwachen, und teile seine Erkenntnisse mit den Aufsichtsbehörden, hieß es weiter.

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Die Rap-cel-Studien bei Krebspatienten werden unterdessen fortgesetzt.

Bristol Myers Squibb erklärte, man habe ähnliche Studien mit seiner CAR-T-Behandlung bei Autoimmunerkrankungen vorsorglich pausiert.

Es war zunächst unklar, wann das in New Jersey ansässige Pharmaunternehmen seine Studien mit Zola-cel pausiert hat.

Das Unternehmen habe sich während des regulären Studienprotokolls zur Pause entschieden, nachdem Forscher "vorübergehende und reversible Entzündungsereignisse" festgestellt hatten, sagte ein Sprecher von Bristol Myers.

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"Wir konzentrieren uns darauf, unsere Bewertung abzuschließen und die Aufnahme neuer Patienten so schnell wie möglich wieder aufzunehmen", so der Sprecher.

Die Therapien beider Unternehmen funktionieren auf ähnliche Weise. Beide zielen auf dasselbe Protein namens CD19 ab, das sich auf der Oberfläche bestimmter Immunzellen befindet. Beide Ansätze zielen darauf ab, die fehlerhaften Zellen, die die Krankheit antreiben, zu zerstören und dem Immunsystem so einen Neustart zu ermöglichen.

CAR-T kann ein komplizierter und kostspieliger Prozess sein. Die Komplikation, die zu den Todesfällen bei Novartis führte, tritt auf, wenn die nach der Rückführung überaktive Immunzellen eine Entzündungswelle auslösen, die womöglich Organe schädigt. Ärzte haben dies bereits zuvor bei Krebspatienten beobachtet, die eine CAR-T-Therapie erhielten.

Novartis und Bristol Myers haben jeweils ähnliche einmalige Zelltherapien zur Krebsbehandlung auf dem Markt, die jeweils mehr als 500.000 Dollar kosten.

Novartis-Arznei erreicht gegen Multiple Sklerose in Klinik primäre Ziele

Novartis hat mit seinem Medikament Rhapsido in zwei fortgeschrittenen klinischen Studien bei der häufigsten Form von Multipler Sklerose das primäre Ziel erreicht und die Rückfallraten im Vergleich zu einer konkurrierenden Behandlung gesenkt.

In einer Mitteilung des Schweizer Pharmaunternehmens heißt es, das Medikament habe in zwei Studien mit Patienten mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose die annualisierte Rückfallrate und entzündliche Hirnläsionen im Vergleich zum Medikament Aubagio von Sanofi reduziert.

Das neue Medikament zeigte laut Novartis in den Studien zudem ein günstiges Sicherheitsprofil. Novartis will die Daten weltweit bei den Gesundheitsbehörden einreichen, um eine Zulassung für das Medikament bei schubförmig verlaufender Multipler Sklerose zu beantragen. Das Mittel ist bereits in den USA und der Europäischen Union zur Behandlung der Hauterkrankung chronische Nesselsucht zugelassen.

Im SIX-Handel am Dienstag gewinnt die Novartis-Aktie zeitweise 6,26 Prozent auf 130,98 Schweizer Franken.

DJG/DJN/rio/mgo

Von Xavier Martinez und Adria Calatayud

DOW JONES

Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com, lucarista / Shutterstock.com

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22.09.26 Novartis Sell Goldman Sachs Group Inc.
18.09.26 Novartis Hold Deutsche Bank AG
17.09.26 Novartis Neutral UBS AG
15.09.26 Novartis Hold Deutsche Bank AG
11.09.26 Novartis Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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