Öffentliches Defizit des Euroraums steigt im 1Q
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Das öffentliche Defizit des Euroraums ist im ersten Quartal 2020 im Zuge beginnender Corona-Eindämmungsmaßnahmen deutlich gestiegen. Nach Mitteilung von Eurostat belief es sich kalender- und saisonbereinigt auf 2,2 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, nachdem es im vierten Quartal 2019 noch bei 0,7 Prozent gelegen hatte.
Die Gesamteinnahmen des Staates betrugen 47,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ein Anstieg gegenüber 46,4 Prozent im vierten Quartal 2019. Diese Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass das BIP stärker abnahm als die Gesamteinnahmen - die saisonbereinigten Gesamteinnahmen gingen im Euroraum um rund 26 Milliarden Euro gegenüber dem vierten Quartal 2019 zurück.
Die Gesamtausgaben des Staates lagen im Euroraum bei 49,2 Prozent des BIP, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 47,1 Prozent im Vorquartal. Die saisonbereinigten Gesamtausgaben nahmen um rund 16 Milliarden Euro zu.
Das öffentliche Defizit der EU lag bei 2,3 (0,7) Prozent des BIP.
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July 22, 2020 05:00 ET (09:00 GMT)