OHB: Die verrückteste Börsenstory des Jahres
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Die Aktie von OHB sackt immer weiter ab. Das ist schon ein bisschen verrückt, denn noch im Frühjahr haben sich alle um das Papier gerissen, koste es was es wolle, und an den Aussichten hat sich seitdem wenig geändert.
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Es kaum zu glauben, aber die Aktie von OHB markiert seit Wochen immer neue Zwischentiefs und findet einfach keinen Boden. Bei einem Kurs von 158,20 Euro beträgt der Abschlag zum im Mai markierten Jahreshoch auf Xetra bereits mehr als 75 Prozent!
Weltraumtechnik immer wichtiger
Damals hatten sich im Vorfeld alle um die Aktie gerissen, so dass sich der Kurs in kurzer Zeit vervielfacht hatte. Ausschlaggebend dafür war die wachsende Bedeutung der Weltraumtechnik für die allgemeine Digitalisierung (über Satelliten) und den Defense-Sektor insbesondere. Hier stehen diverse Großprojekte in Europa an, und OHB hat gute Chancen, zum Zuge zu kommen.
Instis verpokern sich
Doch das hatte nach der Rally dann auch einen zu hohen Preis – mit einem zeitweise deutlich dreistelligen KGV für 2026. Das Unternehmen hat das zu einer großen Kapitalerhöhung zum Preis von 300 Euro genutzt, und Institutionelle haben kräftig zugegriffen und dürften das im Anschluss bereut haben. Das ist sicher ein Grund für den anhaltenden Kursdruck.
Es geht etwas langsamer als erhofft
Ein anderer ist, dass es – wie üblich bei Großprojekten – vielleicht doch etwas langsamer vorangeht als zwischenzeitlich erhofft. Ein zentrales Vorhaben, das Großprojekt SatcomBW4 der Bundeswehr mit einem Gesamtauftragsvolumen von voraussichtlich über 10 Mrd. Euro, kommt beispielsweise erst irgendwann im nächsten Jahr zur Vergabe. Insgesamt hat der Auftragsbestand von OHB per Ende Juni binnen Jahresfrist „nur“ um 8 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro zugelegt.
Bewertung wird günstiger
Dennoch: Die Perspektiven bleiben aussichtsreich, und die Bewertung wird beinahe täglich günstiger. Das Konsens-KGV der Analysten für 2026 liegt zwar auch nach der massiven Korrektur immer noch…
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