Vossloh: Was verrät der Langfristchart?


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Vossloh: Was verrät der Langfristchart?

Die Vossloh-Aktie hat seit Jahresbeginn 35 Prozent an Wert verloren. Dennoch nahm die Abwärtsdynamik zuletzt sogar noch zu.

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Qualität kaufen, wenn sie billig ist – das ist eine alte Börsenweisheit. Doch ab welchem Kursniveau ist billig auch wirklich billig? Das jedenfalls fragen sich die Aktionäre von Vossloh zu Recht. Immerhin steht das Papier im bisherigen Jahresverlauf bereits für 35 Prozent Minus. Vom Jahreshoch im Februar sind es sogar über 40 Prozent, vom Hoch im Oktober 2025 fast 50 Prozent.

Langfristchart zeigt Unterstützungen

Technisch findet sich im Jahreschart mittlerweile keine Unterstützung mehr. In der Fünfjahresbetrachtung sieht das anders aus. Hier könnte der Bereich um 48/50 Euro aus dem Jahr 2024 dem Papier tatsächlich wieder Halt geben. Das Jahreshoch aus dem Jahr 2024 lag bei rund 50 Euro. Die Langfristbetrachtung zeigt neben dieser und weiteren Unterstützungszonen aber auch noch eine weitere Wahrheit.

Korrektur der Übertreibung

Denn nahezu der komplette Kursanstieg von Anfang 2025, der das Papier von rund 42 Euro bis auf knapp 94 Euro in der Spitze im Oktober 2025 führte, wurde wieder abverkauft. Der Höhenflug zeugt von großen Hoffnungen und enttäuschten Erwartungen. Zur Erinnerung: Hinter der Kursperformance stand seinerzeit die Hoffnung auf zahlreiche Aufträge des Bundes für die Bahninfrastruktur. Nahrung erhielt diese Spekulation durch das im März 2025 beschlossene Sondervermögen des Bundes, in dem auch diverse Milliarden für Bahn und Straße reserviert waren.

Fazit

Manchmal lohnt der Blick auf den Langfristchart, um ungesunde Übertreibungen zu erkennen. In der damaligen Euphorie trieben Anleger das Papier ohne Blick auf die Bewertung in fast schon astronomische Höhen. Entscheidend war es aber nicht nur, den Trend rechtzeitig zu erkennen, sondern auch, den Trendabschwung zu antizipieren und die aufgelaufenen Gewinne abzusichern. Doch nun zurück zur Ausgangsfrage, ob das Papier jetzt eine Investition wert ist: Technisch muss sich noch zeigen, ob der Unterstützungsbereich bei 48/50 Euro hält. Kommt es noch einmal zu einem Ausverkauf am Gesamtmarkt, könnte das Kursniveau bei 41/43 Euro aber den endgültigen Halt darstellen. Das Papier gehört weiterhin auf die Watchlist.

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Erstellung am 09.10.26 um 10:32 Uhr.

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