pbb: Zinswende-Spekulation kommt noch zu früh
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Nach den Halbjahreszahlen sah es kurz nach einem Ausbruch nach oben aus, doch inzwischen nimmt die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank Kurs auf die Unterkante ihrer Seitwärtsrange. Ob sich ein Trade an der Unterstützung lohnt, entscheidet sich weit entfernt von der Frankfurter Börse.
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Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) hat zum Halbjahr 2026 eine Risikovorsorge von minus 13 Mio. Euro (HJ 2025: minus 323 Mio. Euro) gemeldet. Das galt als Signal, dass die Spezialbank für gewerbliche Immobilienfinanzierung keine erhöhten Ausfallrisiken im Kreditportfolio sieht. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung am Golf kam das gut an. Gut zwei Wochen später hat sich die Lage am Golf jedoch weiter verschärft.
USA stützen Anleihemarkt
Die Preise für Rohöl sind wieder angezogen und die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen markierte den höchsten Stand seit 2007. Nun will Washington aktiv werden: Das US-Finanzministerium kündigte an, die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen mehr als zu verdoppeln und so die Anleihekurse zu stützen. Nach einer ersten positiven Reaktion des Marktes wurden Anleger aber schnell wieder vorsichtiger. Ob damit die Spirale aus steigenden Ölpreisen, höheren Zinsen und steigender Inflation gestoppt werden kann, ist fraglich.
Technisch droht Gefahr
Das hat Auswirkungen auf zinssensitive Werte, darunter die pbb. Nachdem es nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen so aussah, als könnte die obere Begrenzung der seit Anfang Mai intakten Seitwärtsrange übersprungen werden, hat die Aktie wieder in Richtung 3,20/3,30 Euro gedreht. Hier besitzt das Papier im Jahreschart eine Unterstützung. Eine weitere Haltemarke befindet sich im Bereich um 3 Euro. Verschlechtert sich das Zinsumfeld, könnte selbst das Jahrestief bei rund 2,75 Euro noch einmal ein Thema werden.
Fazit
Fundamental hatten die Halbjahreszahlen das Potenzial, um der Aktie wieder einen Schub nach oben zu geben. Die geopolitische Lage jedoch hat sich seitdem spürbar verschlechtert. Ob die Intervention – und nichts anderes ist es – des US-Finanzministeriums gegen die fallenden Anleihekurse hilft, steht in den Sternen. Aktuell erscheint daher selbst ein Trade an der Unterseite der Seitwärtsrange als eine sehr riskante Option. Sollte es hingegen zu einer positiven Entwicklung am Golf kommen, dürfte die pbb ein interessanter Kandidat für eine Zinswende-Spekulation werden.
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Erstellung am 20.08.26 um 10:21 Uhr.
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