Prüfstelle DPR weist Vorwürfe wegen Wirecard zurück
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) wehrt sich gegen die wegen der Causa Wirecard erhobenen Vorwürfe. Im Fall Wirecard hätten "zu keinem Zeitpunkt Mängel im Prüfablauf" vorgelegen, teilte die DPR mit. Die Prüfung sei streng nach den Vorgaben von Justiz- und Finanzministerium erfolgt. "Auch die Kommunikation mit der Bafin hat im üblichen Maß und in der etablierten Frequenz stattgefunden." Die DPR hatte im Februar 2019 den Auftrag der Finanzaufsicht Bafin erhalten, die Bilanzen von Wirecard unter die Lupe zu nehmen.
Das Aufspüren von Bilanzbetrug und Ermittlungen seien nicht Bestandteil des Aufgabenkatalogs der DPR, fügte der Verein hinzu. Man prüfe lediglich, ob die Bilanzen der Unternehmen nach Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt wurden. Die DPR sei als privatrechtlicher Verein auch gar nicht mit den Durchgriffsrechten etwa einer Staatsanwaltschaft ausgestattet, sondern auf die Kooperation eines Unternehmens angewiesen.
Wirecard musste vergangene Woche Insolvenz anmelden, nachdem Luftbuchungen über 1,9 Milliarden Euro ans Licht gekommen waren. Als Folge des Bilanzskandals wurde der DPR Anfang der Woche der Anerkennungsvertrag vom Bundesjustizministerium im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium gekündigt. "Zu unserem Erstaunen haben auch wir zunächst durch die Medien davon erfahren", teilte die DPR mit.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mgo/kla
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2020 03:05 ET (07:05 GMT)
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