Puma: Fällt die Widerstandszone?
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Die Aktie von Puma hat Ende Mai vergeblich zum Sprung über die 30-Euro-Marke angesetzt. Für einen neuen Versuch könnte es jetzt Rückenwind von der Fußball-WM geben.
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Endlich. Am Donnerstag beginnt die Fußball-WM 2026. Erstmals kämpfen 48 Nationen um den Weltpokal. Das verspricht nicht unbedingt eine höhere Qualität, dafür aber mehr Spiele – und voraussichtlich höhere Gewinne für FIFA und deren WM-Sponsoren. Auch, wenn es den Fußball-Puristen nicht gefällt: Gewinnmaximierung steht im Vordergrund. Alles andere wird untergeordnet.
Großer Marketing-Effekt
Natürlich ist es nicht unser Anliegen, den Lesern die Vorfreude auf die WM zu vermiesen. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, interessante Börsenstorys zu begleiten. Puma könnte zu einer werden. Die WM spielt unter finanziellen Gesichtspunkten dabei nur eine nachgeordnete Rolle. Zwar rüstet Puma in diesem Jahr immerhin elf Nationen aus, darunter Portugal, die Schweiz und Österreich, nennenswerte Umsätze wird das aber nur dann in die Bücher spülen, wenn eine der von Puma ausgerüsteten Nationen im Turnier weit nach vorne kommt – und sich bestimmte Trikots zum Kassenschlager entwickeln. Der Marketing-Effekt durch die WM könnte für Puma jedoch enorm sein.
Partner in China
Größere Auswirkungen auf den Aktienkurs dürfte es geben, wenn sich der für 2027 angekündigte Turnaround abzeichnet. Für 2026 hat das Management um CEO Arthur Hoeld noch rückläufige Umsätze und ein negatives EBIT zwischen 50 und 150 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Einen kräftigen Hebel für den angestrebten Turnaround hat Hoeld ohne eigenes Zutun in die Hände bekommen: Im Januar 2026 übernahm der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports den 29-Prozent-Anteil von Pinault. Anta ist der weltweit drittgrößte Sportartikelanbieter und könnte zum Steigbügelhalter in China werden. Hier Fuß zu fassen, ist wichtig, aber nicht leicht. Wettbewerber Nike kann davon ein Liedchen singen: Zuletzt sanken deren Umsätze im Reich der Mitte.
Fazit
Von den Quartalszahlen Ende Juli sollten Anleger noch nicht zu viel erwarten. Zahlen dürften zunächst sowieso nur eine untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr geht es darum, den angekündigten Turnaround für 2027 – für den Kapitalmarkt nachvollziehbar – vorzubereiten. Dabei dürfte das Augenmerk der Investoren schon auf der zukünftigen Strategie für den chinesischen Markt liegen. Die Zusammenarbeit mit Anta als lokalem Anbieter erscheint dabei sinnvoll. Technisch könnte die WM der Aktie tatsächlich etwas Rückenwind geben, um den Widerstandsbereich bei 28/30 Euro zu überwinden. Gelingt dies, wäre der Weg bis rund 35 Euro frei.
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Erstellung am 9.6.26 um 10:16 Uhr.
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