Pyrum: Überzeugende Perspektiven
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Bei Pyrum ist es erneut nicht ganz so schnell voran gegangen, wie erhofft. Doch nach Unternehmensangaben handelt es sich nur um eine Verzögerung um einige Wochen – danach sollte die Dynamik zunehmen.
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Pyrum hat nach Darstellung von SMC-Research einen Engpass in der Pelletproduktion noch nicht wie geplant beseitigt und musste die Jahresziele für 2026 infolgedessen reduzieren. Die endgültige Lösung soll aber in wenigen Wochen stehen. SMC-Analyst sieht für die mittel- bis langfristigen Perspektiven keine negativen Implikationen und erwartet weiterhin ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum.
Anders als geplant habe Pyrum den Engpass in der Pelletproduktion bis zum Ende des dritten Quartals noch nicht vollständig beseitigen können. Daher habe das Unternehmen nun die Jahresprognose deutlich zurücknehmen müssen. Erwartet werde jetzt ein Umsatz von 4,2 bis 5,3 Mio. Euro (bisher: 6,5 bis 9,5 Mio. Euro) und ein EBIT von -10,0 bis -12,5 Mio. Euro (bislang: -8,0 bis -10,5 Mio. Euro).
Das sei zweifelsohne eine Enttäuschung, aber die Auswirkungen auf die weiteren Wachstumschancen seien sehr begrenzt. Denn für künftige Werke sei das Problem in der Pelletproduktion bereits gelöst – mit der Installation einer zweiten Dosieranlage – und auch in Dillingen werde diese im Schlussquartal installiert, wenn andere Maßnahmen zur Output-Steigerung nicht erfolgreich seien.
Für 2027 zeichnen sich sogar Mehrerlöse ab, da im Rahmen von Optimierungsmaßnahmen der Öl-Output des Recyclingprozesses möglicherweise um bis zu 60 Prozent gesteigert werden könne, bei nur geringen Einbußen bei der Carbon-Black-Produktion (ca. -2 bis -5 Prozent) und beim Gas-Output (ca. -8 Prozent). Das haben die Analysten in ihrem Modell entsprechend berücksichtigt.
Denkbar sei zudem, dass der Drei-Schicht-Betrieb in Dillingen, der im Schlussquartal testweise für zwei Monate laufe, um die Produktionsausfälle zum Teil aufzuholen, auch 2027 fortgeführt werde, was das TTB-Produktionspotenzial theoretisch um 50 Prozent erhöhen würde. Dafür gebe es aber noch keine Genehmigung, weshalb die Analysten das noch nicht einkalkuliert haben. Hier bestehe somit Upside-Potenzial gegenüber ihrem Modellergebnis.
Aber auch so sehen sie weiterhin ein hohes Kurspotenzial für die Aktie. Zwar habe sich das Kursziel durch die Berücksichtigung der aktuellen Verzögerungen auf 54,30 Euro je Aktie reduziert (zuvor: 57,00 Euro), aber auch damit liege es rund 90 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Darin spiegeln sich die grundsätzlich überzeugenden Perspektiven von Pyrum wider: Das Unternehmen adressiere ungelöste Probleme – insbesondere den hohen Recyclingbedarf bei Altreifen und die nachhaltige Produktion der kritischen Rohstoffe Öl sowie Carbon Black – und stehe vor einem starken Kapazitätsausbau in Form eigener Werke und solcher mit Partnern.
Am Markt sei das zuletzt in Form eines Kursaufschwungs stärker eingepreist worden, die aktuelle Prognoserevision habe aber für einen Dämpfer gesorgt. Da die mittel- und langfristigen Expansions- und Gewinnchancen davon aber nicht negativ tangiert werden, halten die Analysten diesen Rückschlag für vorübergehend und erwarten eine Fortsetzung des vorherigen Kurstrends. Ihr Urteil laute weiterhin „Speculative Buy“.
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 29.09.2026 um 8:32 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 28.09.2026 um 17:45 Uhr fertiggestellt und am 29.09.2026 um 8:15 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/09/2026-09-29-SMC-Update-Pyrum_frei.pdf
Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.