ROUNDUP 2: Keine Schlichtung bei Lufthansa - Streiks gehen weiter


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit unverändert heftigen Streiks begleiten die Crews der Lufthansa das Jubiläum ihres Unternehmens. Nur wenige Stunden nach dem Vorschlag einer Schlichtung haben sich das Unternehmen und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit erneut entzweit und mit gegenseitigen Vorwürfen überzogen. Insbesondere konnte man sich nicht über den Umfang der zu schlichtenden Streitfragen einigen. Die bis einschließlich Freitag geplanten Streiks werden damit fortgesetzt.

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Zu der in Frankfurt geplanten Feierstunde zum 100. Jahrestag des Erstflugs haben Vereinigung Cockpit und die Kabinengewerkschaft Ufo zu Protesten am Veranstaltungsort aufgerufen. In das neue Besucherzentrum "Hangar One" sind Kanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) geladen.

Wieder Hunderte Ausfälle

Am Mittwoch fielen wegen eines erneuten Streiks der rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Cityline wieder Hunderte Flüge an deutschen Flughäfen aus. Allein am Drehkreuz Frankfurt wurden laut Flughafenbetreiber Fraport mehr als 580 Starts und Landungen abgesagt. Auch in München fehlten rund 380 Flugbewegungen im Plan. Ufo will mit den Streiks bis einschließlich Donnerstag bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarif erreichen.

Die Vereinigung Cockpit hat bereits die nächsten Streiks bei Lufthansa angekündigt: Der Ausstand soll am Donnerstag und Freitag die Kerngesellschaft Lufthansa, die Frachtgesellschaft Cargo AG und die Regionalgesellschaft Cityline treffen. Der Ferienflieger Eurowings soll nur am Donnerstag bestreikt werden. Die Piloten verlangen höhere Betriebsrenten und bei der Cityline höhere Gehälter.

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Sparen auch im Kleinen

Wegen der Folgen des Iran-Kriegs muss der Lufthansa-Konzern auch im Kleinen sparen. In einer Mail forderte Vorstandsmitglied Dieter Vranckx die Beschäftigten zu erhöhter Kostenkontrolle auf, wie das "Handelsblatt" berichtete. Sie sollen beispielsweise auf Dienstreisen, Weiterbildungen und kostspielige Übernachtungen verzichten.

Zudem sollen vorerst keine externen Mitarbeiter mehr für nichtoperative Funktionen eingestellt werden. Neue Stellen und Beraterverträge soll es ebenfalls nicht mehr geben. Offene Jobs dürfen nur noch mit Genehmigung des Vorstands besetzt werden. Ein Teil der Maßnahmen sei bereits im aktuellen Sparprogramm der Airline Lufthansa enthalten, hieß es in der Unternehmenszentrale.

Minister Schnieder gratulierte der Lufthansa vorab: "Das Unternehmen sowie die gesamte Luftverkehrsbranche haben regelmäßig fundamentale Umbrüche erlebt und stets die Fähigkeit entwickelt, sich immer wieder neu zu erfinden. Ich bin mir sicher: Bei Innovation und neuen Technologien wird die Lufthansa auch in den nächsten 100 Jahren Maßstäbe setzen."/ceb/DP/nas

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Datum Rating Analyst
24.09.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
04.09.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.08.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.

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