ROUNDUP 2: Microsoft legt stärker als erwartet zu - Aktie zieht an


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(Neu: vorbörslicher Kurs, weitere Details)

REDMOND (dpa-AFX) - Microsoft hat im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 dank einer hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Im vierten Quartal beschleunigte sich das Wachstum mit der Cloud-Plattform Azure - das währungsbereinigte Umsatzplus betrug 43 Prozent. Das ist mehr, als Experten erwartet hatten, und zudem der höchste Quartalszuwachs seit 2022.

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Finanzchefin Amy Hood signalisierte zugleich in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass der Konzern seine Investitionen in KI-Infrastruktur zähmen wolle, statt sie wie andere Tech-Konzerne weiter zu erhöhen.

Das hörten die Anleger gern: Die im bisherigen Jahresverlauf schlecht gelaufene Aktie legte am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel um knapp neun Prozent auf 424 Dollar zu. Sollte es im regulären Handel so kommen, würde die Aktie die jüngste Erholung vom Jahrestief von rund 350 Dollar im Juni mit Schwung fortsetzen.

Das Microsoft-Papier steht seit dem vor rund einem Jahr erreichten Rekordhoch unter Druck. Damals hatte die Aktie 555 Dollar gekostet und der Konzern war insgesamt mehr als vier Billionen Dollar wert. Gemessen am Mittwoch-Schlusskurs waren es nur noch 2,9 Billionen Dollar. Microsoft fiel damit in der Rangliste der weltweiten wertvollsten Konzerne von Rang 2 auf Platz 4 zurück.

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Microsoft habe das vergangene Geschäftsjahr stark abgeschlossen, wozu alle Bereiche beigetragen hätten, lobte RBC-Analyst Rishi Jaluria. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen seien durch die Bank übertroffen worden. Besonders hob er das im Quartalsvergleich beschleunigte Wachstum von Azure hervor und dass das Management eine weitere Beschleunigung der Dynamik der Cloud-Computing-Plattform im ersten Geschäftshalbjahr 2026/27 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025/26 erwarte.

Jefferies-Analyst Bent Thill lobte: "Microsoft hat einen Volltreffer gelandet." Und wie der RBC-Experte hob auch er vor allem Azure positiv hervor und sprach hier obendrein noch von einer "starken Prognose für das erste Quartal".

Im vergangenen Quartal stiegen die Kapitalausgaben um 70 Prozent auf 41 Milliarden Dollar. Zugleich sagte Microsoft-Finanzchefin Hood, dass für das gesamte laufende Geschäftsjahr eher eine Investitionssumme von rund 175 Milliarden Dollar herauskommen werde, statt der zuvor in Aussicht gestellten bis zu 190 Milliarden Dollar.

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Microsoft steckt wie etwa auch der Facebook-Konzern Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) und Amazon Dutzende Milliarden Dollar in den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

Laut Firmenchef Satya Nadella kommt der Konzern inzwischen auf mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer seines KI-Angebots Microsoft 365 Copilot. Drei Monate zuvor waren es noch rund zehn Millionen weniger gewesen.

In den zwölf Monaten bis Ende Juni sei der Erlös im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 332 Milliarden Dollar (290 Mrd. Euro) nach oben geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Redmond mit. Operativ verdiente der Konzern 155 Milliarden Dollar und damit gut ein Fünftel mehr. Unter dem Strich zog der Gewinn um fast ein Drittel auf knapp 134 Milliarden Dollar an.

Dies ist einer der höchsten Gewinne, die ein Unternehmen jemals in einem Geschäftsjahr erzielt hat. Experten rechnen aber bei anderen Technologiewerten wie Alphabet oder Nvidia mit noch höheren Ergebnissen auf Jahresbasis.

Wegen des anhaltenden KI-Booms gehen Analysten davon aus, dass bei den großen Technologiewerten sowohl die Erlöse als auch die Gewinne kräftig anziehen. So erwarten die von Bloomberg befragten Experten bei Microsoft im Geschäftsjahr 2028/29 (30. Juni 2029) einen Umsatz von fast 550 Milliarden Dollar sowie einen Überschuss von rund 200 Milliarden Dollar.

Dem Chiphersteller Nvidia, dessen Produkte die Grundlage für eine gut funktionierende KI-Infrastruktur sind, trauen die Experten in den zwölf Monaten bis Ende Januar 2030 (Geschäftsjahr 2029/30) einen Umsatz von fast 750 Milliarden Euro zu. Der Gewinn soll von 120 Milliarden Dollar im vergangenen Geschäftsjahr auf mehr als 400 Milliarden Dollar steigen./zb/he/so/zb/mis

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25.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
21.09.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
10.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
13.08.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
03.08.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.

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