ROUNDUP 2: Verärgerte Passagiere - Lange Warteschlangen am Münchner Flughafen


(Neu: Details)

MÜNCHEN-FLUGHAFEN (dpa-AFX) - Am Münchner Flughafen haben Passagiere am Freitag stundenlang an den Sicherheitskontrollen warten müssen. Im Rahmen eines Warnstreikes legten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gepäckkontrolle für fünf Stunden die Arbeit nieder. Die übliche Wartezone reichte längst nicht aus. Die Schlange der wartenden Reisenden führte zeitweise über zwei Etagen bis weit nach draußen vor das Flughafengebäude. Nach Angaben der Regierung von Oberbayern betrug die Wartezeit am Vormittag drei Stunden.

Werbung

Der Warnstreik begann bereits um 5.00 Uhr. Anfangs sah es noch ruhig aus, doch gegen 7.30 Uhr bildeten sich erste Staus an den Kontrollen. Die Lage spitzte sich anschließend kontinuierlich weiter zu. Die meisten Fluggesellschaften hatten ihre Kunden frühzeitig informiert. Dennoch reagierten viele Passagiere genervt. In den Terminals waren jeweils nur ein bis zwei Kontrollspuren geöffnet.

Viele Reisende hatten aber Glück im Unglück: Annulliert wurden nur wenige Flüge; manche Flüge warteten. Zudem hatte sich die Situation schon am Mittag laut Verdi wieder normalisiert. Im Vorfeld waren auch nach dem für 10.00 angekündigten Streik-Ende Verzögerungen erwartet worden.

Langfristig könnten die Reisenden von dem Warnstreik profitieren - so sieht es zumindest Verdi. Denn viele deutsche Flughäfen ätzten schon im vergangenen Sommer unter Personalmangel. "Wir brauchen definitiv mehr Personal und das kriegen wir nur, wen wir mehr bezahlen", sagte ein Verdi-Sprecher des Flughafens der Deutschen Presse-Agentur.

Werbung

Zwei Drittel der laut Dienstplan eingeteilten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen laut Verdi am Warnstreik teil. Die Regierung von Oberbayern, die für die Flughafensicherheitsgesellschaft SGM zuständig ist, sprach davon, dass sich mit 170 Personen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter beteiligt habe.

Der Warnstreik am Flughafen war Teil des aktuellen Tarifstreites im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die bundesweit 2,5 Millionen Beschäftigten der Kommunen und des Bundes 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber bieten fünf Prozent mehr bei zweijähriger Laufzeit sowie 2500 Euro Einmalzahlung. Die dritte Verhandlungsrunde ist Ende März.

Bis dahin laufen Warnstreiks. Seit Tagen folgt in Bayern eine Arbeitsniederlegung der anderen. Anfang des Monats wurden unter anderem Kitas und der Öffentliche Personennahverkehr bestreikt. Auch für kommende Woche hat Verdi Aktionen in Bayern angekündigt, unter anderem in Krankenhäusern und bei der Müllabfuhr. "Wir werden bis zur nächsten Verhandlungsrunde ab dem 27. März damit auch nicht nachlassen", kündigte der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi Bayern Sinan Öztürk am Freitag an./kov/DP/ngu

Aktuelle Lufthansa Aktie News

Werbung

Lufthansa Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Lufthansa nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
04.09.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.08.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.
05.08.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.