ROUNDUP: Dürr verdient weniger - Auftragseingang und Umsatz legen zu


Werte in diesem Artikel
Aktien

16.82 EUR 0.20 EUR 1.20 %

BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Dürr hat im ersten Quartal unter anderem wegen eines höheren Umsatzanteils von nicht so profitablen Geschäften und gestiegenen Kosten weniger verdient. Der Umsatz legte dagegen zu. Zudem zog auch der Auftragseingang weiter an. In ersten drei Monaten des laufenden Jahres legte das Volumen der Bestellungen um rund fünf Prozent auf den Rekordwert von fast 1,5 Milliarden Euro zu. Der Konzern bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Die im MDAX notierte Aktie gab am Vormittag marktkonform leicht nach.

Werbung

Der Umsatz sei um zwölf Prozent auf etwas mehr als eine Milliarde Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bietigheim-Bissingen mit. Der Gewinn unter dem Strich sank um 22 Prozent auf 21 Millionen Euro. Maßgeblich für den Gewinnrückgang sind den Angaben zufolge der Umsatz- und Projektmix einschließlich des rückläufigen Serviceanteils, die höheren Materialkosten sowie die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie für Beschäftigte in Deutschland gewesen.

Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass der Vorjahreswert einen Sonderertrag von rund fünf Millionen Euro in Zusammenhang mit einem Rechtsstreit enthielt. "Im ersten Quartal war das Ergebnis von saisonalen Effekten geprägt. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine deutliche Margenausweitung durch Skaleneffekte, einen höheren Service-Anteil und die vermehrte Abwicklung margenstarker Projekte", sagte Vorstandschef Jochen Weyrauch laut Mitteilung. "Zudem dürfte sich die Lieferkettensituation weiter entspannen." Er bestätigte die 2023er-Ziele.

"Getragen wurde das hohe Bestellvolumen vor allem von der starken Nachfrage der Autoindustrie nach Produktionstechnik für Elektroautos", hieß es in der Mitteilung. Da der Auftragseingang stärker als der Erlös zulegte, kletterte der Auftragsbestand auf den Höchstwert von 4,4 Milliarden Euro.

Werbung

Basierend auf der guten Auftragslage sollen die Erlöse im Gesamtjahr auf 4,5 bis 4,8 Milliarden Euro steigen. 2022 hatte der Umsatz um 22 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zugelegt.

Der Auftragseingang dürfte hingegen nach dem 2022er-Rekordwert auf 4,4 Milliarden Euro bis 4,8 Milliarden Euro sinken. Die Marge gemessen am bereinigten operativen Gewinn sieht das Unternehmen 2023 dagegen deutlich höher - sie soll sich von 5,4 Prozent auf 6,0 bis 7,0 Prozent verbessern. Im Vorjahr war sie noch leicht rückläufig gewesen. Nach Steuern soll das Ergebnis weiter steigen.

An der Börse wurden die Zahlen und die bestätigte Prognose verhalten aufgenommen. Die Aktie verlor am Vormittag knapp ein Prozent an Wert. Im bisherigen Jahresverlauf tritt das Papier unter dem Strich auf der Stelle und kostet mit zuletzt 31,70 Euro in etwa so viel wie Ende 2022, war im Februar aber fast bis auf 37 Euro geklettert.

Werbung

Insgesamt stabilisiert sich der Kurs weiter, nachdem er im September vergangenen Jahres bis auf weniger als 20 Euro gefallen war. Von dem im Herbst 2017 erreichten Rekordhoch von etwas mehr als 60 Euro ist die Aktie allerdings weit entfernt./zb/mne/mis

Aktuelle Dürr Aktie News

Werbung

Dürr Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Dürr nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
11:51 Dürr Halten DZ BANK
12.08.26 Dürr Buy Warburg Research
07.08.26 Dürr Hold Deutsche Bank AG
30.07.26 Dürr Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
23.07.26 Dürr Hold Deutsche Bank AG

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.