RWE bittet Bundestag um Zustimmung zum Braunkohlevertrag
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BERLIN (Dow Jones)--Der Energieversorger RWE AG hat den Vertrag mit der Bundesregierung über den Ausstieg aus der Braunkohle begrüßt und den Bundestag zur schnellen Abstimmung aufgerufen. Der öffentlich-rechtliche Vertrag setze das um, was sowohl in der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung - der sogenannten Kohlekommission - als auch in der Bund-Länder-Vereinbarung festgelegt wurde, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz anlässlich der Hauptversammlung des Essener DAX-Konzerns. "Jetzt liegt das Verfahren im Parlament und wir hoffen, dass es in Kürze abgeschlossen wird".
RWE erhält laut Vertrag 2,6 Milliarden Euro vom Bund für die Stilllegungen von Tagebauen und Kraftwerken, weitere 1,75 Milliarden Euro sind für das mitteldeutsche Braunkohleunternehmen Leag vorgesehen. Der Hambacher Forst, der von Umweltschützern lange umkämpft worden war, soll von RWE nicht weiter abgeholzt werden.
Noch in diesem Jahr will der Konzern mit dem 300-Megawatt-Kraftwerk Niederaußem D den ersten Braunkohleblock vom Netz nehmen. 2021 sollen drei weitere Anlagen den Betrieb einstellen. "Wir setzen um, was wir versprochen haben", betonte Schmitz. "Wir machen Nägel mit Köpfen." Wegen der Corona-Pandemie hält RWE seine Hauptversammlung so wie viele andere DAX-Konzerne in diesem Jahr auch rein digital ab.
Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com
DJG/pso/jhe
(END) Dow Jones Newswires
June 26, 2020 05:07 ET (09:07 GMT)
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