Schaeffler bindet sich noch enger an CATL


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Schaeffler bindet sich noch enger an CATL

Schaeffler rückt mit einer Absichtserklärung über Batteriemanagementsysteme und hochintegrierte Leistungselektronik näher an den chinesischen Batterieriesen CATL. Strategisch ergibt das Sinn, an der Ausgangslage in der Elektromobilität ändert es kurzfristig allerdings wenig.

Konkret haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, ein sogenanntes Memorandum of Understanding. Rechtlich ist die Bindungswirkung gering, es ist eher eine gemeinsame Zielvereinbarung als ein fester Auftrag. Inhaltlich geht es um zwei Felder: Batteriemanagementsysteme, kurz BMS, die den Ladezustand und die Sicherheit einer Batterie überwachen und steuern, sowie um sogenannte Integrated-PowerBox-Lösungen. Bei letzteren werden mehrere Komponenten der Hochvolt-Elektronik in einem Bauteil zusammengefasst, was Gewicht, Platz und Kosten spart.

Schaeffler und CATL bauen dabei auf einem bereits konkreten Kundenprojekt auf. Das ist der eigentlich interessante Punkt, denn es zeigt, dass die Partnerschaft nicht bei null startet, sondern bereits eine tatsächliche Auftragsbasis hat. Schaeffler bringt die europäische Fertigung, die Systemintegration und die Nähe zu hiesigen Autobauern ein, CATL steuert Zelltechnologie und Erfahrung in der Großserie bei.

Warum das strategisch passt

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Europäische Hersteller suchen zunehmend nach lokalisierten Elektrifizierungslösungen, auch um sich von reinen Importen unabhängiger zu machen. Schaeffler positioniert sich hier als der westliche Partner, der die Technologie von CATL für den europäischen Markt anschlussfähig macht. Genau in diesem Zusammenspiel liegt der Reiz, aber auch eine gewisse Abhängigkeit vom chinesischen Partner.

Realitätscheck für Anleger

So sinnvoll die Kooperation klingt, sie ändert kurzfristig wenig an der Lage. Schaeffler hatte im Sommer seine Mittelfristziele bis 2028 deutlich gekappt, den Umsatzkorridor gesenkt und ausgerechnet die E-Mobilität nach eigener Planung mit einer operativen Marge im negativen bis bestenfalls ausgeglichenen Bereich versehen. Die Aktie notiert aktuell bei 7,20 bis 7,40 Euro und liegt damit rund 11 Prozent unter dem Niveau von Jahresbeginn. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 12 Euro trennen den Kurs fast 40 Prozent.

Unterm Strich ist die CATL-Partnerschaft ein Baustein für die langfristige Elektrifizierungsstory, noch kein Wendepunkt. Wer investiert ist, kann sie aber als Bestätigung der strategischen Richtung werten. Für einen Neueinstieg braucht es handfestere Beweise, dass die E-Mobilität bei Schaeffler tatsächlich in die Gewinnzone dreht.

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Erstellung am 20.08.26 um 14:53 Uhr.

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