Scholz warnt vor Gefahr einer nuklearen Ausweitung des Ukraine-Kriegs
BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzler Olaf Scholz (ZDF) hat erneut vor der Gefahr einer nuklearen Ausweitung des Ukraine-Kriegs gewarnt. Im Interview mit dem Magazin Stern verwies Scholz auf das russische Atomwaffenpotenzial und die Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Angesichts dieses Krieges sollte man alles ernst nehmen. In der Tat sollten wir uns über Putin keinen Illusionen hingeben", sagte Scholz mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Die Aufgabe der Bundesregierung sei es nun, "zu verhindern, dass solche Waffen eingesetzt werden".
Bei allen Entscheidungen sei daher ein wacher Verstand gefragt. Man dürfe "nicht überstürzt handeln in der Hoffnung: Das wird schon nicht so schlimm werden. Es geht buchstäblich um Leben und Tod", so Scholz. "Wir befinden uns international gerade in einer gefährlichen, ja dramatischen Situation." Der gesamte Kontinent lebe gerade in einer Ausnahmesituation.
Scholz sagte zudem der Ukraine erneut die Unterstützung des Westens bis zum vollständigen Rückzug der russischen Armee zu. Dabei wiederholte er, dass nur die Ukraine über die Dauer der westlichen Sanktionen gegen Russland entscheiden könne. "Wir werden unsere Sanktionen doch nur im Einvernehmen mit der Ukraine zurücknehmen können und wollen", so Scholz im Stern. "Ich glaube, im Kreml haben das viele noch nicht gegriffen. Für Russland hat das verheerende Folgen." Zudem werde alleine die Ukraine und "niemand sonst" mit Russland über einen Frieden und dessen Bedingungen verhandeln.
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May 03, 2022 06:33 ET (10:33 GMT)