Ericsson-Aktie knickt ein: Gewinn sinkt wegen steigender Kosten
Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal wegen gestiegener Kosten weniger verdient.
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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um sieben Prozent auf knapp 6,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 623 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Branchenexperten hatten hier im Schnitt einen Tick weniger erwartet. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf rund 52,7 Milliarden Kronen. Analysten hatten hier allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Unter dem Strich verdiente Ericsson mit knapp 4,1 Milliarden Kronen zwölf Prozent weniger als im Vorjahr.
"Im zweiten Quartal haben wir Maßnahmen ergriffen, um den Anstieg der Komponentenkosten abzufedern", sagte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm laut Mitteilung. Das Unternehmen werde auch weiterhin interne Maßnahmen sowie Preisanpassungen vornehmen, um diesen Effekt möglichst auszugleichen.
Ericsson und andere Hersteller von Telekommunikationsausrüster leiden seit Jahren unter einer schwachen Nachfrage der Netzbetreiber, nachdem die erhofften Investitionen in den Ausbau von 5G-Netzen weitgehend ausgeblieben sind. Der Konzern reagierte mit Sparprogrammen und strich 2025 weltweit rund fünftausend Stellen. Auch in diesem Jahr sollen die Ausgaben weiter gesenkt werden.
Der vorgelegte Quartalsbericht ist der letzte unter der Führung von Ekholm, der Ende September in den Ruhestand geht und von Per Narvinger abgelöst wird.
Ericsson unter Druck - Aussichten enttäuschen
Die Aktien von Ericsson sind am Dienstag unter Druck geraten. Zuletzt verlor der Wert in Stockholm 7,01 Prozent auf 104,85 SEK und setzte damit die Korrektur seit den Jahreshochs Anfang Juni fort. Die Aktie reagierte damit auf die Zahlen zum zweiten Quartal. Der Netzwerkausrüster hatte wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Auch Nokia gaben etwas stärker nach.
Die Analysten von Bernstein Research sprachen von einer mäßigen Entwicklung im zweiten Quartal. Lediglich durch Kostensenkungen sei eine gewisse Stabilisierung gelungen. Zudem erscheine der Geschäftsausblick des Netzwerkausrüsters nicht gerade glänzend. Die Experten der Bank JPMorgan merkten hierzu an, dass die Aussichten für die Bruttomarge sich unter der Konsensschätzung bewegten.
STOCKHOLM (dpa-AFX)
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