Selenskyj: Attentate auf bekannte Ukrainer vereitelt


KIEW (dpa-AFX) - Kiews Sicherheitsdienste haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Attentate auf prominente Ukrainer verhindert. "Es ist gelungen, russische Söldner unschädlich zu machen, die Anschläge auf unsere Bürger planten", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. "Es handelt sich um ziemlich bekannte Namen, und dass solche Verbrechen verhindert werden konnten, ist ein bedeutendes Ergebnis", sagte er vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

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Die Russen hätten Anschläge gegen ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeiter und ukrainische Medienvertreter vorbereitet und seien unschädlich gemacht worden, führte Selenskyj aus. Details nannte er nicht. Er dankte den Behörden für den Schutz der Bürger. An diesem Dienstag (24. Februar) geht der russische Angriffskrieg in sein fünftes Jahr.

Selenskyj besteht auf Teilnahme von Europäern an Verhandlungen

Mit Blick auf die Verhandlungen unter US-Vermittlung über ein Kriegsende forderte Selenskyj einmal mehr eine Einbindung der Europäer. Für nächste Woche seien Treffen mit europäischen Partnern geplant. "Wir werden uns genau abstimmen, damit Europa in alle Prozesse eingebunden ist und nur noch stärker wird", sagte Selenskyj. Er informierte zudem über ein Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem es ebenfalls um die Rolle der Europäer gegangen sei.

Russland lehnt eine Beteiligung der Europäer an den Verhandlungen ab, weil Moskau sie wegen der Waffenlieferungen an Kiew als Kriegspartei sieht. Der Kreml wirft den Europäern vor, nur ein Interesse an einer strategischen Niederlage Russlands zu haben - aber nicht an einem Frieden. Selenskyj sagte dagegen, dass den USA bei den Verhandlungen in Genf in der vergangenen Woche klar geworden sei, dass Moskau einem Frieden im Weg stehe.

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Neue Sanktionen gegen Russland gefordert

Einmal mehr forderte Selenskyj auch weitere Sanktionen gegen Russland seitens der EU, um den Druck auf das Land zu erhöhen, die Kampfhandlungen einzustellen. Er selbst teilte mit, gegen 225 Kapitäne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte, die russisches Öl transportieren, Sanktionen verhängt zu haben. Selenskyj schlug auch vor, dass Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Sanktionen belegt werden müssten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstützten.

Es müssten alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld zu verdienen für seinen Krieg, sagte Selenskyj. Das Land müsse zu echter Diplomatie für eine Beendigung des Krieges gezwungen werden./mau/DP/zb

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