Server-CPU-Debüt

NVIDIA-Aktie im Fokus: Neue Vera-CPU fordert AMD und Intel heraus


NVIDIA-Aktie im Fokus: Neue Vera-CPU fordert AMD und Intel heraus

Mit einer neuen Server-CPU wagt sich NVIDIA erstmals auf das Terrain von AMD und Intel, und erste Testergebnisse liegen bereits vor.

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  • NVIDIA veröffentlicht Benchmark-Daten zur neuen Server-CPU Vera.
  • Im Test schlägt Vera AMDs Spitzenmodell Epyc 9755 knapp.
  • Der Vorstoß zielt auf einen Markt, den AMD und Intel dominieren.
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NVIDIA tritt mit einer neuen Server-CPU gegen die etablierten Anbieter AMD und Intel an. Der Chiphersteller veröffentlichte am Dienstag ein Whitepaper mit Benchmark-Ergebnissen zur Vera-CPU, die vor allem in Rechenzentren für KI-Anwendungen laufen soll.

Vera schlägt AMDs Bestwert

Im sogenannten SPECrate Integer Test, einem gängigen Leistungsvergleich für Server-Prozessoren, kommt Vera laut Toms' Hardware auf einen Gesamtwert von 925 Punkten. Ein Doppel-Sockel-System mit AMDs Epyc 9755 erreicht 898 Punkte, ein Vorsprung von rund drei Prozent für NVIDIA, obwohl der eigene Chip mit weniger Rechenkernen antritt. Möglich wird das durch einen selbst entwickelten Kern namens Olympus, den NVIDIA gezielt auf schnelle Einzelrechenleistung statt auf möglichst viele Kerne ausgelegt hat, ein Ansatz, der laut Unternehmen besonders gut zu den Anforderungen von KI-Agenten passt.

Große KI-Kunden sind schon an Bord

Nach Angaben von CNBC lieferte NVIDIA erste Vera-Chips bereits im Juni an Kunden wie OpenAI, Anthropic und SpaceX aus. Verkauft wird der Chip einzeln oder gebündelt mit den eigenen Rubin-Grafikprozessoren als sogenannte Vera-Rubin-Plattform, mit der NVIDIA Rechenleistung für besonders anspruchsvolle KI-Anwendungen anbietet.

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Ein enger Markt mit viel Potenzial - Schub für die NVIDIA-Aktie?

Mit dem Schritt wagt sich NVIDIA in ein Geschäft, das bislang fast vollständig zwischen AMD und Intel aufgeteilt ist: Laut CNBC hält AMD rund 33 Prozent des Markts für Server-Prozessoren, Intel kommt auf 66,8 Prozent. Beide Unternehmen pflegen seit Jahren enge Beziehungen zu den großen Cloud-Anbietern. NVIDIA-Manager Ian Buck begründete den Vorstoß bei einem Auftritt in der Vorwoche laut CNBC damit, dass der Aufstieg von KI-Agenten die Bedeutung von Prozessoren erhöht habe, weil Anfragen schneller verarbeitet werden müssten. Nach eigener Schätzung des Unternehmens könnte der gesamte Markt für Server-Prozessoren mittelfristig ein Volumen von 200 Milliarden US-Dollar erreichen.

Ob sich der Vorsprung im Labor auch in echten Aufträgen niederschlägt, dürfte sich zeigen, wenn weitere unabhängige Tests und die ersten Auslieferungszahlen an Rechenzentrumsbetreiber vorliegen.

Der Erfolg im neuen Servergeschäft ist nicht garantiert: AMD und Intel könnten mit eigenen Produkten reagieren, und der Beitrag zum Konzernumsatz ist derzeit noch gering.

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Die NVIDIA-Aktie zeigt sich am Mittwoch im vorbörslichen NASDAQ-Handel zeitweise 1,05 Prozent tiefer bei 205,11 US-Dollar.

Martina Köhler, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Below the Sky / Shutterstock.com, michelmond / Shutterstock.com

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29.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
08.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
21.05.26 NVIDIA Kaufen DZ BANK
21.05.26 NVIDIA Buy UBS AG
21.05.26 NVIDIA Outperform RBC Capital Markets