Sorge unbegründet?

Elon Musk macht Hoffnung: Micron-Aktie vor dem nächsten Speicherboom?


Elon Musk macht Hoffnung: Micron-Aktie vor dem nächsten Speicherboom?

Bei SpaceX' erster Quartalsvorlage als börsennotiertes Unternehmen ließ Elon Musk eine Bemerkung zu Speicherchips fallen, die Micron-Anleger aufhorchen lässt.

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  • Elon Musk sieht das Speicherangebot weit hinter der Nachfrage zurück
  • SpaceX steigert seine Investitionen im Quartal auf 18,4 Milliarden US-Dollar
  • Micron-Aktie bleibt nach Kursrutsch seit Ende Juni im Anlegerfokus
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Die Micron-Aktie musste seit dem Rekordhoch Ende Juni deutliche Kursverluste hinnehmen. Auf Sicht des letzten Monats haben die erfolgsverwöhnten Anleger des Speicherchipherstellers einen Verlust von rund sechs Prozent in ihren Depots, der allerdings bereits durch einen Kurssprung vom Vortag abgemildert wurde. Ein Kommentar von SpaceX-Chef Elon Musk sorgt nun für neue Aufmerksamkeit. Bei der ersten Quartalsvorlage seines Raumfahrt- und Technologiekonzerns als börsennotiertes Unternehmen wählte Musk am Dienstag klare Worte zur Lage auf dem Markt für Speicherchips und lieferte damit ein Argument, das für Anleger schwerer wiegen könnte als jede Analystenstudie: Das Angebot wachse viel langsamer als die Nachfrage aus der Technologiebranche.

Musks Rechnung: Nachfrage wächst zehnmal schneller als Angebot

Musk bezifferte das Ungleichgewicht konkret. Die weltweite Speicherproduktion lege jährlich um etwa 20 Prozent zu, während die Nachfrage nach seiner Einschätzung um rund 200 Prozent wachse, wenn nicht sogar stärker. Wachse die Nachfrage derart viel schneller als das Angebot, folge daraus nach einfachen wirtschaftlichen Grundregeln ein steigender Preis. Als limitierenden Faktor für das eigene Wachstum und das der gesamten Branche nannte Musk explizit die Verfügbarkeit von Speicherchips.

SpaceX pumpt Milliarden in eigene Rechenkapazität

Das Gewicht der Aussage bekommt Musk selbst zu spüren. Sein Unternehmen SpaceX steigerte die gesamten Investitionsausgaben im zweiten Quartal 2026 auf 18,4 Milliarden US-Dollar, nach 10,1 Milliarden US-Dollar im Quartal davor. Davon entfielen 15,8 Milliarden US-Dollar auf Rechenzentren und Recheninfrastruktur für künstliche Intelligenz.

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Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum auf 7,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während sich der Nettoverlust auf 541 Millionen US-Dollar von rund einer Milliarde US-Dollar im Vorjahr verringerte. Musk zog zudem das interne Ziel für einen Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar von 2031 auf 2030 vor und sprach von einer nicht ausgeschlossenen Chance, die Marke bereits 2029 zu erreichen. Bei der Hardware setzt SpaceX nach Musks Worten ausschließlich auf NVIDIA, weil dessen Rechnerarchitektur seiner Einschätzung nach die derzeit beste sei.

Micron-Aktie nach herbem Rückschlag zeitweise gefragt

Der Rückschlag bei Micron hatte einen anderen Ursprung. Der Börsengang des chinesischen Speicherherstellers CXMT in Shanghai am 27. Juli schürte unter Anlegern die Sorge vor einem wachsenden Angebot an Speicherchips aus China und schickte die gesamte Branche auf Talfahrt. Musks Kommentar liefert nun ein Gegenargument: Steigt die Nachfrage tatsächlich so viel schneller als jede realistische Zusatzkapazität, dürfte ein Überangebot aus China die Lage kaum kippen.

Am Dienstag schloss die Micron-Aktie bei 892,67 US-Dollar, ein Plus von rund 7,6 Prozent, bevor sie im Handel am Mittwoch zeitweise um weitere 0,06 Prozent auf 893,19 US-Dollar zulegt. Der durchschnittliche Analystenkonsens für die Micron-Aktie liegt auf TipRanks bei rund 1.570 US-Dollar - von 30 Analysten empfehlen 29 die Aktie zum Kauf.

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Ob sich Musks Diagnose in handfesten Preissteigerungen niederschlägt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn weitere Speicherhersteller ihre eigenen Zahlen vorlegen und sich abzeichnet, wie stark die chinesische Zusatzkapazität von CXMT tatsächlich ins Gewicht fällt.

Die Micron-Aktie bleibt hoch bewertet und schwankungsanfällig: Setzt sich Chinas Kapazitätsausbau schneller als erwartet fort oder gerät der Investitionszyklus der großen Technologiekonzerne ins Stocken, könnte der Kurs erneut unter Druck geraten.

Claudia Stephan, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com, Bangla press / Shutterstock.com

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10.08.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
06.08.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
06.08.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets
06.08.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
05.08.26 SpaceX Buy UBS AG