Spanien verlängert Laufzeit von AKW Almaraz bis 2030
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MADRID (dpa-AFX) - Die spanische Regierung hat die Laufzeit des Atomkraftwerks Almaraz im Westen des Landes bis zum 8. Juni 2030 verlängert. Damit werden die ursprünglich für Ende 2027 und Ende 2028 vorgesehenen Abschaltungen der beiden Reaktorblöcke um bis zu zweieinhalb Jahre verschoben, wie das Ministerium für ökologischen Wandel in Madrid mitteilte.
Die Verlängerung gelte ausschließlich für das Kraftwerk in der Region Extremadura, hieß es. Am kompletten Atomausstieg Spaniens bis 2035, der die schrittweise Stilllegung der fünf Kernkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren vorsieht, ändere sich dadurch nichts, versicherte das Ministerium.
Die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez begründete ihre Entscheidung mit der angespannten Lage auf den internationalen Energiemärkten und der Notwendigkeit, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Zugleich betonte sie, die Maßnahme dürfe weder zusätzliche Kosten für die Verbraucher verursachen noch den Ausbau der erneuerbaren Energien wesentlich beeinträchtigen.
Die Betreiber Iberdrola (Iberdrola SA), Endesa und Naturgy hatten den Antrag auf Verlängerung im Herbst 2025 gestellt. Vorausgegangen war ein positives Gutachten der Atomaufsichtsbehörde CSN. Almaraz ist das erste Kernkraftwerk im spanischen Ausstiegsfahrplan. Die Anlage liefert gut sieben Prozent des in Spanien konsumierten Stroms und gilt mit rund 4.000 Mitarbeitern als wichtiger Arbeitgeber in der strukturschwachen Region Extremadura./er/DP/mis
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