Sparkassen-Präsident: Gespräche über Zentralinstitut bald fortsetzen


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Sparkassen wollen die wegen der Corona-Krise auf Eis liegenden Gespräche über ein Zentralinstitut möglichst bald wieder aufnehmen. "Mein Zeitplan lautet: So früh wie möglich", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, dem "Handelsblatt" (Freitag). Sobald es wieder möglich sei, vor Ort Gespräche zu führen, Bilanzen zu prüfen und gemischte Teams aufzusetzen, müssten die Verhandlungen fortgesetzt werden.

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Schleweis hatte kurz nach seinem Amtsantritt am 1. Januar 2018 die alte Idee einer Art "Super-Landesbank" wiederbelebt. In einem ersten Schritt hatten die Sparkassen den beiden in Frankfurt angesiedelten Instituten Dekabank und Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) aufgetragen, ein mögliches Zusammengehen auszuloten.

Der Sparkassen-Präsident betonte, das Projekt sei keineswegs beerdigt: "Was vorher richtig war, ist durch die Krise nicht falsch geworden." Es gebe auch jetzt Vorbereitungen. Aber konkrete Schritte wie eine mögliche Fusion von Deka und Helaba könne man "in der aktuellen Phase nicht seriös angehen", sagte Schleweis.

Die Sparkassen selbst - nach jüngsten Zahlen sind es bundesweit noch 376 - müssen nach Einschätzung von Schleweis ihre Sparanstrengungen noch verstärken. "Wir müssen an jedem Schräubchen drehen, um in diesen herausfordernden Zeiten zu bestehen. Wir müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung noch stärker nutzen und Dienstleistungen kostengünstiger produzieren", sagte Schleweis. "Aktuell gibt es in unserer Gruppe noch zu viel Mehrfacharbeit."

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Eine große Fusionswelle erwartet Schleweis aber nicht - und auch keinen Kahlschlag im immer noch vergleichsweise dichten Filialnetz der öffentlich-rechtlichen Institute. "Wir bleiben flächendeckend präsent - dichter als alle Wettbewerber", bekräftigte Schleweis. "Ich bin und bleibe ein Fan der Filiale. Das heißt aber nicht, dass jede Geschäftsstelle erhalten bleiben kann."/ben/DP/eas

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