Streiteskalation?

Milliardenmarkt Speicherchips: Warum Apple zum Risiko für die Micron-Aktie werden könnte


Milliardenmarkt Speicherchips: Warum Apple zum Risiko für die Micron-Aktie werden könnte

Apple und Micron verfolgen im Streit um chinesische Speicherchips gegensätzliche Strategien. Das müssen Anleger wissen.

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  • Apple bittet die Trump-Regierung um Erlaubnis für chinesische Speicherchips
  • Micron ist der einzige große US-Speicherchiphersteller und wehrt sich dagegen
  • Speicherpreise haben sich binnen eines Jahres laut TechInsights vervierfacht.
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Im Ringen um knappe Speicherchips gehen Apple und Micron getrennte Wege, und die Trump-Regierung muss sich positionieren. Wie das Wall Street Journal exklusiv berichtet, drängt Apple-Chef Tim Cook gemeinsam mit weiteren Führungskräften die US-Regierung, dem Konzern den Einsatz von Speicherchips der chinesischen Hersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) in außerhalb der USA verkauften Geräten zu erlauben. Cook habe den Vorstoß dem Bericht zufolge bereits mit Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent besprochen.

Zwei Konzerne, zwei Interessen

Apple argumentiert, zusätzliche chinesische Anbieter würden den globalen Speicherengpass entschärfen und Preissteigerungen für US-Verbraucher begrenzen. Apple wirft Micron zudem vor, von der Knappheit zu profitieren, mit Bruttomargen von mehr als 80 Prozent, und neue Fertigungskapazitäten überproportional an KI-Kunden zu vergeben. Micron, nach eigener Zählung der einzige große US-Speicherchiphersteller, wehrt sich dagegen und warnt, ein Einkauf amerikanischer Techkonzerne bei chinesischen Herstellern würde die heimische Fertigung schwächen, unabhängig davon, wo die Endprodukte verkauft werden. Der Konzern verweist auf eigene Investitionszusagen von 250 Milliarden US-Dollar für US-Fabriken, die den Angebotsmangel schneller lösen könnten als der Rückgriff auf chinesische Zulieferer.

Politisch heikel: Beide Anbieter auf der Schwarzen Liste

Sowohl CXMT als auch YMTC wurden vom Pentagon als chinesische Militärunternehmen eingestuft, YMTC steht zusätzlich auf der Entity List des US-Handelsministeriums. Der technologiepolitische Berater des Weißen Hauses, Michael Kratsios, hatte Kongressabgeordneten gegenüber erklärt, US-Unternehmen sollten keine Geschäfte mit gelisteten Firmen machen. Der Streit trifft zudem einen besonders angespannten Markt: Speicherpreise haben sich laut dem Marktforscher TechInsights binnen eines Jahres vervierfacht, weil KI-Rechenzentren wachsende Mengen an teurem Speicher aufkaufen und dadurch Lieferungen für Smartphones, Fahrzeuge und Medizintechnik knapper machen.

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Für die Micron-Aktie mehr als eine politische Randnotiz

Für die Micron-Aktie geht es um mehr als Symbolik. Sollte Apple die Erlaubnis erhalten, würde ausgerechnet in einem historisch angespannten Speichermarkt ein zusätzlicher, günstigerer Anbieter Zugang zu einem der größten Abnehmer der Branche bekommen, in einer Marktphase, in der hohe Preise gerade die Margen von Micron stützen.

Die Aktie selbst gab zuletzt deutlich nach - am Freitag schloss sie an der NASDAQ rund sieben Prozent tiefer bei 920,95 US-Dollar. Auf Monatssicht hat der Anteilsschein fast 20 Prozent an Wert verloren - wohl aber vor allem wegen eines sektorweiten Ausverkaufs bei Speicherchip-Werten im Sog schwächerer südkoreanischer Anbieter und wegen Gewinnmitnahmen nach der starken Rally der vergangenen Monate. Der Streit um die chinesischen Zulieferer bleibt damit ein zusätzliches, eigenständiges Risiko.

Trump hat sich bislang wohlwollend über die US-Investitionen beider Unternehmen geäußert, heißt es in dem WSJ-Bericht weiter. Seine Regierung führt parallel Handelsgespräche mit Peking, was eine rasche Entscheidung zusätzlich erschwert. Der nächste konkrete Punkt ist damit offen: Bis eine Positionierung aus dem Weißen Haus vorliegt, bleibt der Streit unentschieden.

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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

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Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com, Bangla press / Shutterstock.com

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16.07.26 Apple Hold Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Apple Outperform Bernstein Research
07.07.26 Apple Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 Apple Neutral UBS AG
06.07.26 Apple Hold Jefferies & Company Inc.