Asiens Börsen letztlich unter Druck: Ölpreisrally belastet die Stimmung schwer
Der jüngst massive Anstieg der Ölpreise sorgt am Freitag an den Börsen in Ostasien für Verkaufsstimmung.
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Im Einklang mit einem Tick höher als gedacht ausgefallenen Erzeugerpreisen aus den USA schürt er Inflationssorgen und hat dazu geführt. dass die Erwartung einerZinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche weiter zugenommen hat. Aktuell wird eine Zinserhöhung am Zinsterminmarkt mit 72 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist. An den Anleihemärkten der Region folgen die Renditen der Vorgabe der US-Renditen und steigen stark.
Am stärksten reagiert darauf die Börse in Seoul mit einem Minus im KOSPI von zeitweise 2,5 Prozent. Sie gilt als besonders technologielastig und damit zinsreagibel. In Tokio verliert der Topix 0,8 Prozent. Der Shanghai Composite ermäßigt sich um 1,8 Prozent, in Hongkong geht es für den Hang Seng-Index um 0,9 Prozent südwärts.
Brent-Öl wird mit 108,45 Dollar gehandelt, 0,8 Prozent höher als am späten Donnerstag. Am frühen Donnerstag hatte der Preis noch bei rund 101 Dollar gelegen. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt nach den jüngsten gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Irans hoch angespannt. Am Donnerstag passierten sieben Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber rund 125 täglich vor dem Krieg. Im bisherigen Hoch seit Ausbruch des Krieges kostete Brent-Öl auch schon über 120 Dollar.
Die Akteure warten nun auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für August im späteren Tagesverlauf. Sie gelten als noch wichtiger für die Zinsentscheidung der US-Notenbank als die Erzeugerpreise. Die hatten in der Jahresrate einen Anstieg non 5,4 Prozent gezeigt.
Im Zuge der breiten Verkaufsstimmung werden besonders die im bisherigen Wochenverlauf deutlich gestiegen Aktien mit KI-Fantasie gegeben - trotz anhaltendem Optimismus bezüglich KI-bezogener Ausgaben. So legte die Oracle-Aktie in den USA nachbörslich deutlich zu, nachdem das Unternehmen ein stärker als erwartet ausgefallenes Cloud-Wachstum und einen Rekord-Auftragsbestand gemeldet hatte - ein Beleg für die enorme Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
DJG/DJN/gos/flf
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