Teurer Dünger: EU-Kommission will Bauern mehr Geld geben


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STRASSBURG (dpa-AFX) - Angesichts steigender Düngemittelpreise will die EU-Kommission Europas Bauern finanziell stärker unterstützen. Noch vor dem Sommer will die Brüsseler Behörde ein Unterstützungspaket vorlegen, wie sie mitteilte. Wie viel Geld zusätzlich an die Landwirte und Landwirtinnen fließen soll, war zunächst nicht bekannt.

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Neben mehr finanziellen Mitteln will die Kommission mit zahlreichen weiteren Vorhaben dafür sorgen, die Versorgung mit bezahlbaren Düngemitteln kurz- und langfristig zu sichern, Treibhausgasemissionen zu senken und die Importabhängigkeit zu reduzieren.

Europas Landwirtschaft hängt bei Düngemitteln von Importen ab

Denn bislang ist Europas Landwirtschaft stark auf Importe von Mineraldüngern und deren Rohstoffen - Harnstoff, Ammoniak, Rohphosphat - angewiesen. Die jüngsten Lieferunterbrechungen und Preisschwankungen hätten Landwirte in ganz Europa zunehmend unter Druck gesetzt und die Anfälligkeit Europas gegenüber externen Schocks in der Düngemittelversorgung offengelegt, so die Kommission.

Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen. So war Stickstoffdünger in der EU im April nach Angaben der EU-Kommission rund 70 Prozent teurer als im Durchschnitt 2024.

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Kommission plant mehrere Maßnahmen

Die Kommission will daher in nächster Zeit auch neue Regeln vorschlagen, damit die Mitgliedsstaaten noch vorhandene Fördergelder aus dem milliardenschweren Topf der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) besser nutzen können - etwa durch flexiblere Vorauszahlungen oder Unterstützung für Investitionen in moderne Düngetechnik. Gleichzeitig sollen Landwirte etwa mit nährstoffeffizienteren Anbaumethoden so arbeiten, dass weniger Düngemittel eingesetzt wird. Im Rahmen der geplanten Überprüfung des Treibhausgashandelssystems ETS soll untersucht werden, wie der Düngemittelindustrie mehr Spielraum gegeben werden kann.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die anhaltende Krise bei fossilen Brennstoffen zeige, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit miteinander verbunden seien. "Mit diesem Aktionsplan investieren wir in eine stärkere europäische Düngemittelindustrie, unterstützen europäische Landwirte und beschleunigen Innovationen für nachhaltige, heimische Lösungen."/wea/DP/zb

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